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Datenblatt image
ID 17919

YAMATAI


cover
Jahrgang: 2017

Verlag: Days of Wonder [->]
Autor: Bruno Cathala, Marc Paquien
Grafik: Jérémie Fleury

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2-4

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40-80

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 6.5 von 10
punkte

Score gesamt: 57.0% von 100
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Rezension

Ziel

In Yamatai schlüpfen zwei bis vier Spieler in die Rolle von ambitionierten Baumeistern, die allesamt die prestigeträchtigsten Gebäude zu Ehren von Königin Himiko errichten wollen. Neben Schiffen mit wertvollen Rohstoffen setzen die Protagonisten dabei auch auf die Hilfe von Spezialisten, die aber erstmal angeworben werden müssen.

Regeln

Zunächst wird der Spielplan in die Mitte gelegt und mit allen entsprechenden Plättchen bestückt (Kulturplättchen auf den Inseln, Spezialisten im oberen Bereich und Flottenplättchen am unteren Rand). Neben den Spielplan werden fünf Gebäude offen ausgelegt, alle weiteren Utensilien werden bereitgelegt.

Yamatai verläuft über mehrere Runden, die immer in fünf Phasen unterteilt sind. In seinem Zug durchläuft der aktive Spieler alle fünf Phasen bevor sein linker Nachbar an der Reihe ist. Als erstes muss der aktive Spieler ein offen ausliegendes Flottenplättchen nehmen und erhält die darauf abgebildeten Schiffe sowie einen Vorteil, den er zu einem beliebigen Zeitpunkt in seinem Zug nutzen kann. Anschließend darf er einmal handeln, d.h. er kauft oder verkauft ein Schiff. Nun werden die verfügbaren Schiffe auf dem Spielplan eingesetzt. Nach dem Setzen der Schiffe darf der Spieler benachbarte Kulturplättchen nehmen oder ein Gebäude auf einer leeren (benachbarten) Insel errichten. Voraussetzung zum Bau sind die Schiffe rings um die Insel. Diese Schiffe werden auch nach dem Bau nicht entfernt. Für einen Bau erhält der Spieler Geld oder Siegpunkte. Nach seiner Aktion darf der Spieler ein Schiff behalten und einen ausliegenden Spezialisten anheuern. Für den Erwerb von Spezialisten müssen Kulturplättchen abgegeben werden. Die Spezialisten gewähren ihren Besitzern bestimmte Boni in ihren Zügen. Nachdem alle Spieler ihre Phasen durchlaufen haben, werden nicht engagierte Spezialisten mit zwei Geld aufgewertet und alle genommenen Plättchenarten werden aufgefüllt.

Das Spiel endet nach der Runde, in der ein Spieler sein letztes Standardgebäude errichtet hat oder nicht mehr genügend Schiffe/Spezialisten/Gebäude zum Auffüllen zur Verfügung stehen. Nun folgt die Schlusswertung, und der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

Meinung

Obwohl ein paar Details in der Ablaufbeschreibung ausgelassen wurden (weil das den Rahmen einer kompakten Rezension gesprengt hätte), ist Yamatai erstaunlich leicht zugänglich und relativ einfach zu verstehen. Das heißt aber nicht, dass Yamatai ein leichtes Spiel ist. Beim Durchlaufen der Phasen gilt es etliches zu beachten, und vor allem will man seinen Gegnern keine Steilvorlage für ihre späteren Züge liefern.

Am Anfang nehmen sich die meisten Spieler erstmal Kulturplättchen, weil einige Spezialisten in der Tat verdammt mächtig sind. Und falls die starken Spezialisten nicht ausliegen, kann man ja immer noch darauf warten oder irgendwann einen schwächeren Experten anheuern, wenn genügend Geld auf ihm liegt. Doch bereits ab der zweiten oder dritten Runde liegt der Fokus auf dem Gebäudebau. Auch hier sollten diverse Überlegungen vorausgehen, besonders dann, wenn die eigenen Spezialisten gewisse Vorteile bieten.

Und damit kommen wir auch schon zum ersten größeren Kritikpunkt: Die Spezialisten sind nämlich unterschiedlich mächtig. Und zwar nicht nur unwesentlich, sondern teilweise in immenser Ausprägung. Und bestimmte Kombinationen sind sogar fast unschlagbar, z.B. Kagutsuchi in Verbindung mit Amateratsu (zusätzliche Siegpunkte beim Bau mit räumlichem Abstand und doppelte Siegpunktausschüttung am Schluss). Diesbezüglich ist die Balance einfach nicht gegeben. Natürlich lässt sich treffend argumentieren, dass die Mitstreiter eine solche Kombination nicht zulassen dürfen, aber erstens haben die Konkurrenten zum Zeitpunkt des Aufdeckens vielleicht keine Kulturplättchen mehr im Besitz, und zweitens wollen sie ja auch eine eigene Strategie durchboxen.

Der nächste Kritikpunkt ist das sperrige Thema. Yamatai lebt von der Mechanik. Da hätte man jedes beliebige Thema drüberstülpen können. Warum ausgerechnet Japan? Andere Rahmenthemen hätten vermutlich besser gepasst. Aber egal … das ist nun wirklich ein Punkt, der nicht besonders ins Gewicht fällt. Was allerdings noch auffällt, ist eine leichte Ähnlichkeit zu Five Tribes. Kein Wunder, denn Bruno Cathala zeichnet sich auch für diese Veröffentlichung verantwortlich. Im direkten Vergleich hat Five Tribes den Spielern allerdings besser gefallen. Nichtsdestotrotz kam auch Yamatai gut an, allerdings ist der ultimative Begeisterungsfunke nicht übergesprungen.

Fazit

Im Großen und Ganzen ist Yamatai sicherlich eine vorsichtige Empfehlung wert, aber mit Extremgrüblern am Tisch kann sich das Ganze unter Umständen ganz schön ziehen. Also lieber ein bisschen (schneller) aus dem Bauch heraus spielen, damit die Wartezeit („Downtime“) der Mitspieler nicht allzu lang ist.


2017-09-04, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
6.5heavywolf
18.08.2017

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