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Datenblatt image
ID 15700

STAR WARS X-WING: GRUNDSPIEL


cover
Jahrgang: 2012

Verlag: Fantasy Flight Games [->]
Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Jason Little
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2-2

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30-45

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ab 14


Material: sehr hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: sehr hoch
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 8.6 von 10
punkte

Score gesamt: 61.2% von 100
score
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Rezension

Ziel

Im X-Wing-Miniaturenspiel werden spannende Raumkämpfe auf dem Tisch simuliert -mit Miniaturen, die sich auf dem Tisch gemäß ihrer Schiffsspezifikationen bewegen und den Gegner ins Fadenkreuz nehmen. Das Grundspiel beinhaltet einen X-Wing und zwei TIE-Fighter und ist für 2 und 3 Spieler gleichermaßen geeignet.

Regeln

Die Bewegungen der Raumschiffe erfolgen, indem kleine Pappschablonen an die Kunststoffbasen angelegt und die Schiffe dahinter versetzt werden. Elf verschiedene Schablonen stehen zur Verfügung, um den gewählten Manövern gerecht zu werden. Diese werden zuvor auf kleinen Drehscheiben gleichzeitig eingestellt. Außerdem besitzt jeder Pilot bestimmte Eigenschaften, die sich beispielsweise auf seine Ausdauer oder Zielgenauigkeit auswirken. Ähnliches gilt selbstverständlich für die Schiffstypen -so verfügen TIE Fighter bekanntlich über keine Schilde. Beim Zusammenbau der Schiffe kann zwischen verschiedenen Pilotenaufsätzen (aus Pappe) gewählt werden, die auf den Sockel gesteckt werden. So kann der Rebell entweder als einfacher Pilot der Rot-Staffel oder als Luke Skywalker fliegen, der Imperiale hat dagegen die Wahl zwischen Frischlingen von der Akademie und erfahrenen Veteranen der Obisian Staffel. Bei den drei vorgeschlagenen Szenarien sind die Verteilungen natürlich genau vorgegeben.

Zusätzlich zu dem bekannten Grundmuster „fliegen und schießen“ -letzteres innerhalb der Feuerreichweite des aktuellen Zielerfassungswinkels- gibt es noch ein paar weitere Details, um den Raumkampf abwechslungsreicher zu machen. Ein Schuss ist nämlich nicht automatisch ein Treffer, sondern erfordert einen Angriffs- und Verteidigungswurf mit speziellen Würfeln. So kann es auch passieren, dass dem Verteidiger ein Ausweichmanöver gelingt. Beide Parteien können sich auf das Duell fokussieren um Extrawürfel zu erhalten. Bei einem Treffer wird zwischen herkömmlichem und kritischem Schaden unterschieden. Letzterer ist besonders gefährlich, da alle erwürfelten Verteidigungssymbole zuerst gegen die normalen Treffer eingesetzt werden müssen. Außerdem bedeutet kritischer Schaden, dass nicht einfach nur ein Punkt Schild/Hülle verloren geht, sondern eine Schadenskarte aufgedeckt werden muss. Wichtige Schiffssysteme können dabei ausfallen.

Meinung

Die Modelle sind etwas größer ausgefallen als die alten Micro Machines und deutlich detaillierter als die schweren Die Cast Modelle. Sie haben die perfekte Größe, sind handlich und sehen verdammt gut aus. Auch die aus Wings of War und vor allem Zauber Stauber bekannten Bewegungsmechanismen funktionieren gut. Doch damit nicht genug der Assoziationen mit anderen Spielen! In den 80er Jahren gab es mal ein Duell-Buch namens Star Wars Starfighter Battle Book, bei dem zwei Piloten auf ihrer jeweiligen Seite ein Manöver wählten und die folgende Situation durch eine komplizierte Buchstaben-Zahlen-Kombination aus einer Tabelle ermittelt wurde. Natürlich gab es solche Bücher für viele andere Dinge auch (vor allem im Fantasy-Bereich), aber hier sind die Ähnlichkeiten einfach zu groß um ignoriert zu werden. Und um bei diesem Vergleich zu bleiben: Auch das alte Buch unterschied bereits bestimmte Schiffseigenschaften und war meist spannend, wenn auch oft der Zufall beim Was-denke-ich-wie-der-Gegner-reagiert entschied. Das Buch hatte nur einen großen Nachteil: Es war eher zweckmäßig gestaltet, mit einfachen schwarz-weißen Zeichnungen. Dieses neue Raumkampfsystem hingegen funktioniert mit echten Modellen um dem Tisch. Und das ist ungleich attraktiver für das Auge.

Doch auch andere Elemente wurden von erfolgreichen Vorbildern adaptiert. So ist das Auswürfeln von Treffern und Schäden wohl vom Pen & Paper Rollenspiel inspiriert -und macht sich hier sehr gut. Es gibt genügend Einflussmöglichkeiten (geschicktes fliegen, konzentrieren etc.) vor dem Schuss und dennoch eine gewisse Variabilität beim Treffer. Der Raumkampf wirkt dadurch „realistisch“, ohne regelseitig überfrachtet zu sein. Im Gegensatz zu erwähnten Büchern funktioniert das Spiel übrigens auch zu dritt ganz wunderbar -wenngleich sich ein imperialer Pilot natürlich einem deutlich höheren Todesrisiko ausgesetzt sieht. So ein TIE hat nun mal keine Schilde...

Wem das Beschriebene nicht reicht, kommt mit den Expertenregeln zudem in den Genuss von Protonentorpedos, Initiative-Würfen und ein paar anderen Kleinigkeiten. Das braucht man zwar nicht, jedenfalls nicht für das Grundspiel, ist für eine langfristige Beschäftigung aber wichtig. Warum? Weil es schon die ersten Erweiterungen gibt. Vaders TIE, TIE Interceptor, Y-Wing, A-Wing, Millenium Falcon und Boba Fetts Slave I sind bereits erhältlich. Und da sich Fantasy Flight Games entschieden hat, bei allen Schiffen denselben Maßstab zu verwenden, sind die beiden letztgenannten auch so groß wie Handflächen. Und entsprechend teuer. Das beste daran: Sie gelten nur als „mittelgroß“, es sollen noch größere Typen kommen. Vielleicht die Tantive IV? Viel größer ginge es wohl kaum.

Fazit

Das X-Wing Miniaturenspiel ist eine Kreuzung aus Star Wars Starfighter Battle Book, Zauber Stauber (bzw. Wings of War) und einem Pen & Paper Rollenspiel. Es vereint die Stärken der einzelnen Systeme zu einem epischen Kampf um Leben und Tod und kennt keine Spielplan-Grenzen. Die tollen Miniaturen verlocken förmlich zum sammeln und spielen. An diesem sensationellen Raumjägerkampf kommt kein echter Star-Wars-Fan vorbei!


2013-02-14, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
9cp
13.02.2013
ein MUSS für Star Wars Fans.
9Gummidoc
21.03.2013
Absolut Galaktisch!
8.5Dreizack
03.07.2013
flottes, elegantes Spielsystem; das macht Spaß!
8gaulhuber
22.08.2013
selbstbemalen wäre schöner
8.5tommek
25.12.2017

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