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Datenblatt image
ID 12696

INSULA


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Boardroom [->]
Autor: Radim Jurda
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2-5

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30-60

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 5.7 von 10
punkte

Score gesamt: 54.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Eine geheimnisvolle Insel, ein bösartiger Herrscher, magische Dornen und seelenlose Wächter warten auf die Spieler, die als Abenteurer am Strand des Eilands anlanden und versuchen, den uralten Baum zu finden, der erfüllte Wünsche als Früchte trägt. Doch dieser wird von Kingosch bewacht, und nur wer diesen finsteren Machthaber vor der Dämmerung abmurksen besiegen kann, wird als Sieger aus dem Abenteuer hervorgehen.

Regeln

Zunächst werden das Strandplättchen (als Startpunkt) und das Zitadellenplättchen (als Ziel) ausgelegt. Zwischen diesen beiden Karten muss Platz für fünf weitere Inselplättchen sein. An weiteren Inselfeldern gibt es noch Tümpel (bringen Energie), Wiesen (bringen Blumenkarten) und Gefahrenfelder, auf denen gegen Wächter gekämpft werden muss. Jeder Spieler wählt einen Abenteurer aus und stellt diesen auf den Strand, der Kingosch kommt auf die Zitadelle. Die Küste ist quasi eine gerade Linie von links nach rechts vom Strandfeld aus betrachtet. Alles dahinter gilt als Meer und zählt somit nicht zum Spielbereich. Als nächstes muss ein Stapel aus den Licht- und den Schatteninselplättchen erstellt werden. Dies ist dann der verdeckte Nachziehstapel. Des Weiteren müssen die Blumen- und die Vernichtungskarten als zwei getrennte Stapel bereitgelegt werden, während die Wächterplättchen alle in den Stoffbeutel kommen. Der Zeitstein kommt auf den Anfang der Mondleiste, welche für das Spielende wichtig ist.

Wer an der Reihe ist, kann in seinem Zug bis zu zwei unterschiedliche Aktionen durchführen. Für die zweite Aktion muss allerdings immer eine Energie bezahlt werden. Insgesamt gibt es vier verschiedene Aktionsmöglichkeiten. Ein Abenteurer kann sich ausruhen und somit drei Energiesteine erhalten. Er kann eine Blumenkarte ausspielen und ihren Text ausführen oder auch eine Vernichtungskarte loswerden. Die letzte Aktionsmöglichkeit ist die Bewegung. Mit dieser kann sich ein Spieler auf der Insel bewegen und auch neue Teile entdecken. Falls ein Abenteurer ein noch unentdecktes Feld betreten will, so zieht er einfach eine Inselkarte vom Stapel und legt sie auf das noch freie Feld. Wird auf diese Weise ein Gefahrenplättchen gezogen, muss sofort ein Wächter aus dem Beutel gezogen und auf dieses Feld gelegt werden. Bevor ein Weiterziehen möglich ist, muss nun dieser Wächter besiegt werden. Erleidet ein Spieler Verletzungen, so muss er entweder Energie abwerfen, eine Blumenkarte abgeben oder eine Vernichtungskarte ziehen.

Am Ende einer Runde werden immer alle notwendigen Kämpfe gegen Wächter durchgeführt. Falls niemand kämpfen muss, wird stattdessen gewürfelt. Immer wenn ein Kampfwürfel das Mondsymbol zeigt, ist es Pflicht, den Zeitstein um ein Feld Richtung Dämmerung zu bewegen. Um einen Kampf gegen einen Wächter zu gewinnen, muss die eigene Stärke (repräsentiert durch Energiesteine) höher sein, als die Stärke des jeweiligen Wächters. Neben dem möglichen Einsatz von Blumenkarten muss bei jedem Kampf auch gewürfelt werden. Je nach Würfelergebnis kann dies Vor- oder Nachteile für den Kampf bringen. Gewinnt der Abenteurer, gibt es eine Belohnung, bei einer Niederlage muss er dagegen eine Verletzung hinnehmen. Wenn sich mehrere Spieler auf dem gleichen Feld befinden, so können diese auch immer gemeinsam gegen einen oder mehrere Wächter kämpfen.

Das Abenteuer auf der Insel kann auf zwei verschiedene Arten enden. Falls die Spieler den bösen Herrscher nicht vor der Dämmerung ins Grab befördert besiegt haben, so verlieren alle gemeinsam. Wenn die Abenteurer das Zitadellenplättchen jedoch rechtzeitig erreichen und Kingosch erfolgreich niedermetzeln bekämpfen, so gewinnt der Spieler, der die meiste Energie dafür eingesetzt hat. Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch, dass die Zitadelle nicht von der Strandseite aus, sondern nur von den anderen Richtungen her betreten werden darf.

Meinung

Wie auf den Bildern zu sehen, handelt es sich beim Rezensionsexemplar um die Reiseedition von Insula. Bei dieser befindet sich das gesamte Material in einem Stoffsack, der oben zugeschnürt wird. Das Spielmaterial lässt sich in diesem Säckchen gut unterbringen, nur leider kann aufgrund der Verpackung nicht verhindert werden, dass die Spielregel Knicke abbekommt. Apropos Regeln, der Aufbau dieses Werkes ist recht gut gelungen, da zuerst eine Kurzzusammenfassung der wichtigsten Regeln erfolgt, und erst danach genauer auf die Details eingegangen wird. Diese können je nach Bedarf auch später durchgelesen werden.

Die Bewertung der grafischen Gestaltung von Insula ist nicht einfach. Einige werden diese als kreativ und vielleicht einfallsreich empfinden, andere dagegen als ziemlich gewöhnungsbedürftig oder wenig ansprechend. Nicht nur von der Aufmachung her ist Insula ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite gibt es einige positive Anmerkungen zum Spiel zu machen, auf der anderen aber leider auch negative. Gut gelungen ist beispielsweise die semi-kooperative Spielweise, da die Abenteurer teilweise zusammen arbeiten müssen, um nicht alle miteinander zu verlieren. Geht es in Richtung Spielende, sollte aber auch keiner den alleinigen Sieg aus dem Blick verlieren. Somit sind sowohl Teamfähigkeit als auch Einzelgängerqualitäten von Vorteil. Der durch die Mondleiste ins Spiel gebrachte Zeitfaktor und die Bluff-Möglichkeiten während gemeinsamer Kämpfe zählen ebenfalls zu den positiven Eigenschaften von Insula.

Durch das Erkunden bzw. Auslegen der neuen Inselplättchen entsteht in jeder Partie ein anderes Spielfeld bzw. eine andere Insel, allerdings hätte hier die Auswahl der verschiedenen Feldtypen etwas üppiger sein können. Sehr schade ist auch, dass die Abenteurer immer nur gegen Wächter, also den gleichen Gegner mit unterschiedlichen Stärkewerten kämpfen müssen. Andere Wesen tauchen nur auf den Vernichtungskarten auf und stellen lediglich Modifikatoren für die Kämpfe gegen die Wächter dar. Mal abgesehen vom Endkampf läuft daher jede Auseinandersetzung nahezu gleich ab, da im Großen und Ganzen nur die Stärken der Spieler und Wächter eine Rolle spielen. Hinzu kommt an dieser Stelle noch ein willkürlicher Zufallsfaktor durch das Würfeln bei jedem Kampf. Um es auf den Punkt zu bringen, es fehlt etwas die Abwechslung. Vereinfacht dargestellt ist das Vorgehen in jeder Partie gleich, Insel entdecken, schlagkräftige Blumenkarten einsacken, ein paar Wächter besiegen, bei Bedarf die eigenen Energiereserven auffrischen und dann rechtzeitig vor der Dämmerung in Richtung Zitadelle marschieren und Kingosch verprügeln besiegen. Das ist leider auf Dauer zu eintönig, um langfristige Motivation zu bieten.

Angemerkt sei jedoch, dass es für bereits fortgeschrittene Insula-Spieler noch die Spiel-Variante „Schatten der Zitadelle“ gibt, welche das ganze Abenteuer eine Idee fordernder macht. In dieser müssen alle Schatteninselkarten in den Schattenbereich der Zitadelle (alle Felder hinter dem Zitadellenplättchen) abgelegt werden. Auf diesen ist dann die Stärke der Wächter um eins höher. Das Spielende unterscheidet sich in dieser Variante ebenfalls von den normalen Regeln, da statt der normalen Zitadelle entweder ein lila oder blaues Zielplättchen ins Spiel kommt. Wird das lilafarbene Plättchen verwendet, ist Kingosch allgemein stärker. Bei der Verwendung des blaufarbenen Plättchens existieren dagegen Bedingungen für die Spieler, um die Zitadelle überhaupt betreten zu dürfen, und zum anderen steigt die Stärke von Kingosch mit jedem zusätzlichen Abenteurer auf dem Zitadellenplättchen weiter an. Wem es dann immer noch nicht schwierig genug ist, der kann durch das Hinzunehmen einer weiteren Sonderregel das Herbeiführen der Dämmerung beschleunigen.

Fazit

Wer von semi-kooperativen Spielweisen angetan ist, und wem Abenteuerspiele wie Runebound zu lange dauern oder zu aufwendig sind, der kann einen genaueren Blick auf Insula werfen. Da das Auge bekanntlich mitspielt, ist es natürlich von Vorteil, wenn einem auch die grafische Aufmachung des Spiels zumindest ein bisschen zusagt.


2010-09-23, Markus Donaubauer (markus)



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Bewertungen
5markus
17.09.2010
Die Optik ist h?sslich
7Coenst
23.09.2010
Die Grafik ist sch?n, endlich mal was anderes als Michael Menzel, Franz Vohwinkel! Nicht das die schlecht sind, aber es ist sch?n etwas eigenst?ndiges und neues zu sehen.
5arkadia
02.10.2010

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