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ID 12485

DIE BRUTIER


cover
Dies ist eine Erweiterung zu: Tribun
Jahrgang: 2008

Verlag: Moskito [->]
Autor: Karl-Heinz Schmiel
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2-6

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Material: hochwertig
Komplexität: hoch
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: hoch
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 7.5 von 10
punkte

Score gesamt: 66.8% von 100
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Rezension

Ziel

"Die Brutier" beinhaltet gleich zwei Erweiterungen für "Tribun". Während die erste das Basisspiel um ein zusätzliches Spielbrett sowie einige Zusatzregeln erweitert, kann die Brutier-Variante auch mit 6 Spielern gespielt werden. In diesem Szenario vertritt einer der Spieler das Geschlecht der Brutier, und spielt dabei nach ganz anderen Regeln...

Regeln

Das zusätzliche Spielbrett bietet neben Ablageplatz für Legionsmarker und den Streiwagen drei weitere Plätze, an denen die Spieler ihre Figuren einsetzen können: das Refugium, die Basilica und das Capitoleum. Außerdem gibt es neue Bewohnerkarten, die in den Fraktionsstapel gemischt werden: drei Assassinen sowie jeweils fünf Sklaven "Grieche", "Germane" und "Nubierin".

Im Refugium können diese Sklaven gegen eine Legion oder ein neues Plättchen "Patron" abgegeben werden. Ein Assassine dient dagegen zur Meuchelung der höchsten Karte einer ausliegenden Fraktion in der Aktionsphase "Fraktionen übernehmen".

In der Basilica kann ein offen ausliegendes Plättchen "Gunst des Imperators" erworben werden. Dafür müssen die angegeben Voraussetzungen erfüllt werden. Die Belohnung äußert sich dann beispielsweise in Sesterzen oder einem Patron-Marker. Während die anderen beiden Felder Platz für drei Spielerfiguren bieten, kommen hier nur zwei zum Zuge.

Im Capitoleum schließlich werden Ämter verteilt. Dabei ist es grundsätzlich egal, ob ein Amt noch nie vergeben wurde, oder bereits in der Vorrunde bei einem Mitspieler war - jedes kann gewählt werden. Der "Augur" sorgt für zusätzliche Karten, der "Questor" kassiert Sesterzen von den Mitspielern. Die "Matrona" erhält zwei "Gunst des Imperators"-Plättchen auf die Hand, die das Erreichen der Vorbedingung vereinfachen. Der "Princeps" darf immer gleich zwei Spielfiguren platzieren und der "Tribunis Plebis" gibt dem Spieler die Möglichkeit, mit zwei beliebigen Fraktionen das Plättchen "Tribun" zu erwerben.

Neben den damit verbundenen Auswirkungen auf die einzelnen Spielphasen wurde auch die Siegbedingung verändert: "Patron" und "Gunst des Imperators" sind jetzt eigene Bedingungen.

In der Brutier-Variante erhält der Brutier-Spieler ein eigenes Aktionstableau, einen Satz Aktionsscheiben sowie zwölf eigene Aktionskarten. Wenn er am Zug ist, deckt er eine seiner Scheiben auf, die ihm vorgibt, ob er eine Aktionskarte spielen darf, oder nicht.

Die Auswirkungen dieser Aktionskarten sind an bestimmte Handlungen der Mitspieler geknüpft. Die Karte "Fraktionsübernahme" gestattet es beispielsweise, alle Fraktionen zu übernehmen, auf die kein anderer Spieler eine Figur gesetzt hat. Mit "Geld" wird Geld gesammelt: je 1 Sesterz pro Figur, die sich auf der Münzschale befindet. Mit Hilfe des "Massenmeuchlers" wird bei allen ausliegenden Fraktionen mit mehr als zwei Karten die höchste Karte entfernt.

Der Brutier hat in jeder Runde wieder alle Aktionskarten zur Auswahl und alle Scheiben verdeckt vor sich. Ansonsten unterliegt er den selben Siegbedingungen wie alle anderen Spieler.

Meinung

Mit den zusätzlichen Optionen, die der neue Spielplan bietet, wird aus dem noch familientauglichen "Tribun" ein deutlich komplexeres und strategischeres Ringen um die Vorherrschaft. Die neuen Siegbedingungen tun dem Spiel ebenfalls gut, da sie für eine Diversifizierung sorgen, ohne den Ablauf dabei zu kompliziert werden lassen.

Ob es wirklich nötig war, mit dem Attentäter ein klar destruktives Element hinzuzufügen, sei einmal dahingestellt. In den meisten Fällen stört er wenigstens nicht, zudem werden fast alle Karten ja offen erworben - großen Überraschungen ist somit ohnehin ein Riegel vorgeschoben.

Wer sich dagegen fragt, weshalb die Brutier-Variante nur für mindestens fünf Spieler sein soll, der möge es ja einfach mal ausprobieren. Fakt ist: Der Brutier operiert mit starken Aktionen, die mit Glück und Geschick verheerende Auswirkungen haben können. Allein die Fraktionenübernahme läßt sich nur mit einer adäquaten Gegnerzahl begegnen.

Wie erfolgreich der Brutier am Ende ist, hängt aber nicht nur von seiner Kartenauswahl ab. Denn da seine Aktionsscheiben jede Runde in voller Stärke vorhanden sind, kann es ihm theoretisch sogar passieren, dass er das ganze Spiel über zuschauen muss. Oder aber jede Runde seine Aktionen den Mitspielern um die Ohren haut. Dieses Element bedarf daher noch etwas Nachbesserung.

Fazit

Wem "Tribun" zu einfach, zu geradlinig war, der sollte sich mit dieser Erweiterung einmal näher beschäftigen. Wer "Tribun" schon immer mochte sowieso, denn der Handlungsspielraum wird deutlich erweitert. Die Brutier-Variante eignet sich dagegen eher für Liebhaber komplexerer Spiele, die ein geringer Ärgerfaktor nicht weiter stört.


0000-00-00, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7.5rolf.gerhard
12.08.2009

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