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ID 13744

SIEBEN UNTER VERDACHT


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Jahrgang: 2010

Verlag: Gmeiner-Verlag [->]
Autor: Reiner Knizia
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1-5

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15

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 4.8 von 10
punkte

Score gesamt: 53.5% von 100
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Rezension

Ziel

Durch logisches Kombinieren müssen die Spieler als gewiefte Ermittler aus sieben Tatverdächtigen die wahren Täter herausfinden. Je weniger Gegenüberstellungen dafür benötigt werden, desto besser.

Regeln

Das wichtigste bei Sieben unter Verdacht sind die 24 Gegenüberstellungs-Großkarten, auf denen immer eine bestimmte Anzahl der insgesamt sieben verschiedenen Tatverdächtigen abgebildet ist. Daneben gibt es noch sieben Karten Tatverdächtiger, von denen jede genau einen der Verdächtigen zeigt. Diese Karten verwenden die Spieler dazu, um Verdächtige vom Tatverdacht auszuschließen, also quasi als Merkhilfe.

Sieben unter Verdacht kann auf zwei Arten gespielt werden. Eine Variante erfordert einen Spielleiter bzw. Zeuge, die andere basiert auf einem Kontrollsystem.

Falls mit Spielleiter ermittelt wird, so legt dieser alle Gegenüberstellungskarten als verdeckten Stapel bereit, zieht die oberste Karte davon, und sieht sich diese geheim an. Die Verdächtigen, die auf dieser Gegenüberstellungskarte abgebildet sind, stellen die wahren Täter dar, welche nun von den anderen Spielern ermittelt werden müssen. Der Spielleiter deckt nun eine weitere Gegenüberstellungskarte auf und legt diese offen in die Tischmitte. Danach legt er so viele Zeugenhinweissteine neben diese Karte, wie sie übereinstimmende Täter mit seiner geheimen Lösungskarte aufweist. Die Ermittler, die nun einen ersten Anhaltspunkt haben, decken nun drei Gegenüberstellungskarten auf und entscheiden sich nach einer kurzen Beratung für eine von diesen drei Karten. Die gewählte Gegenüberstellungskarte kommt nun neben die bereits offen ausliegenden Karten und der Spielleiter legt wieder so viele Zeugenhinweissteine neben diese neue Gegenüberstellungskarte wie sie übereinstimmende Täter mit der geheimen Lösungskarte aufzeigt.

So geht es nun Runde für Runde weiter, bis die Ermittler glauben, die wahren Täter zu kennen. In diesem Fall legen sie ihre übrig gebliebenen Tatverdächtigen-Karten vor dem Spielleiter ab, der nun anhand seiner geheimen Karte prüft, ob die Ermittler richtig liegen. Jede Gegenüberstellungskarte, die die Ermittler gebraucht haben, zählt einen Punkt. Je weniger Punkte zu Buche stehen, desto besser haben sich die Spieler geschlagen. War der Tipp falsch, gibt es zwei zusätzliche Punkte und die Partie geht weiter.

Die Variante ohne Spielleiter, bei der stattdessen ein Kontrollsystem verwendet wird, läuft bis auf wenige Änderungen genauso ab. Die Lösungskarte wird hier zu Beginn des Spiels verdeckt in die Tischmitte gelegt, so dass diese keiner sehen kann. Immer wenn die Ermittler dann eine der drei gezogenen Gegenüberstellungskarten ausgewählt haben, legen sie diese Karte offen auf die verdeckte Lösungskarte. Durch ein ausgestanztes Loch -welches sich auf jeder Karte befindet- sind dann so viele Zeugenhinweise (= schwarze Einschusslöcher) sichtbar, wie es übereinstimmende Täter zwischen den beiden übereinander liegenden Karten gibt. Auf diese Weise können alle Spieler an der Ermittlung teilnehmen.

Meinung

Die Idee mit den Ausstanzungen auf den Gegenüberstellungskarten und die dadurch gegebene Möglichkeit, auf den eher langweiligen Posten des Spielleiters bzw. Zeugen verzichten zu können, ist durchaus ein Lob wert. Obwohl bei dieser Variante nach einem falschen Tipp nicht mehr weitergespielt werden kann, weil dann schon jeder die Lösung kennt.

Auch das logische Kombinieren macht in den ersten Partien noch Spaß, doch leider nutzt sich das Spielprinzip sehr schnell ab, es passiert nichts Überraschendes und es warten keine neuen Herausforderungen mehr. Alles läuft nach „Schema F“ ab, drei Karten ziehen, eine auswählen und sehen wie viele Übereinstimmungen es mit der Lösungskarte gibt. Dies ist für einen länger anhaltenden Spielreiz einfach zu dürftig.

Um einen einzelnen Gewinner zu ermitteln, können auch so viele Partien gespielt werden, wie Teilnehmer vorhanden sind. Dann übernimmt jeder einmal den Posten des Spielleiters und am Ende hat derjenige gewonnen, der insgesamt die niedrigste Punktesumme hat. Leider kann auch diese Variante weder die Spannung noch die Motivation erhöhen.

Fazit

Für erfahrene Hobby-Ermittler und Logikspielkenner ist Sieben unter Verdacht absolut keine Herausforderung, denn hier ist nur etwas logische Denkarbeit und Anwenden des Ausschlussprinzips erforderlich. Für Neulinge in der Deduktionsspielwelt oder Liebhaber von einfachen Logikspielen ist Sieben unter Verdacht brauchbar, alle anderen sollten sich jedoch an etwas interessantere (kriminalistische) Aufgaben halten.


2011-04-21, Markus Donaubauer (markus)



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Bewertungen
4markus
03.04.2011
Simples, unspektakul?res Logikspiel, das sehr schnell langweilig wird
5arkadia
03.04.2011
sehr eint?niges Spielprinzip, die Variante ohne Spielleiter bringt kaum Abwechslung
4iceteddi
21.04.2011
durchschitt
6MarkusB
12.05.2013

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