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Datenblatt image
ID 17661

LUTHER DAS SPIEL


cover
Jahrgang: 2016

Verlag: Kosmos [->]
Autor: Erika Schlegel, Martin Schlegel
Grafik: Christian Fiore

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2-4

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45

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 5.0 von 10
punkte

Score gesamt: 54.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Mit seinen Thesen veränderte Martin Luther vor 500 Jahren die damals herrschende Weltphilosophie. Anlässlich dieses Jubiläums veröffentlicht der Kosmos Verlag eine Brettspiel-Adaption, in der sich die Spieler auf Luthers Spuren begeben. In verschiedenen Orten und auf Reisen sammeln die Protagonisten Erfahrungspunkte, und wer am Schluss die meisten Punkte vorweisen kann, gewinnt das Spiel.

Regeln

Der Spielplan zeigt zwölf Orte, die in drei Farbregionen unterteilt und durch Strassen miteinander verbunden sind. Für Verbindungen zwischen den Orten fallen Tagesreisen an, die durch Proviantkarten bezahlt werden. Weiterhin ist auf dem Spielplan ein Portrait von Martin Luther abgebildet, das zu Beginn einer Partie mit Abdeckplättchen verdeckt wird.

Am Anfang einer Runde deckt der Startspieler eine spielerzahlabhängige Anzahl an Proviantkarten-Pärchen auf. Jeder Spieler darf sich ein Pärchen nehmen. Für Brot und Käse gibt es zusätzlich Sonderkarten. Vorteilskarten und Lutherkarten werden auf die Hand genommen, Ereigniskarten werden verdeckt abgelegt. Besitzt der aktive Spieler solche Ereigniskarten, werden deren Auswirkungen nun abgehandelt. Anschließend kann der Spieler in beliebiger Reihenfolge Reisen, das Luther-Bild erweitern, eine Vorteilskarte ausspielen oder Luther- und Vorteilskarten abwerfen und dafür Proviantkarten ziehen. Für Reiseschritte erhalten die Spieler Erfahrungspunkte. Außerdem dürfen sie sich ein Portraitplättchen vom Zielort nehmen (falls dort noch eines liegt).

Mit Ausspielen von Lutherkarten entfernen die Spieler ein Abdeckplättchen vom Lutherportrait und erhalten dafür ebenfalls Erfahrungspunkte. Nachdem alle Spieler am Zug waren wird ein weiteres Abdeckplättchen entfernt. Das Spiel endet nach einer Zusatzrunde, nachdem alle Abdeckplättchen entfernt wurden. Nun erfolgt die Schlusswertung, in der die Spieler noch Erfahrungspunkte für gesammelte Portraitplättchen, verbliebene Tagesreisen-Proviantkarten und für die Mehrheit der der Luther-Portraitplättchen bekommen. Der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

Meinung

Joah … ganz nett. Luther ist ein leicht zugängliches Familienspiel mit einfachen Regeln. Soweit, so gut. Das Problem an der Sache ist aber, dass das Ganze einfach zu seicht ist. Im Endeffekt holen sich die Spieler immer nur Proviantkarten, die sie in Bewegungen investieren. Dafür gibt es Siegpunkte. Ebenso gibt es Siegpunkte (bzw. Erfahrungspunkte) für eingesammelte Portraits. Und für Brot und Käse gibt es Sonderkarten, deren Ziehen durchaus glücksabhängig ist. Das war´s im Großen und Ganzen. Für ein Familienspiel ist das auch gar nicht mal so schlecht, aber mehr als Reisen und Plättchensammeln darf es doch eigentlich schon sein, oder? Abwechslung sucht man vergebens. Jede Runde die gleiche Chose mit den gleichen limitierten Möglichkeiten.

Die erste Partie macht sogar relativen Spaß, aber weil sich alles unkreativ wiederholt, ist der Wiederspielreiz ziemlich gering. Ein paar Aktionsoptionen mehr hätten dem Spiel sicherlich gut getan. Ebenso wäre eine schönere Optik wünschenswert gewesen, den Luther ist ehrlich gesagt potthässlich konzipiert. Das Cover schreckt richtiggehend ab, und auch der Spielplan ist langweilig gestaltet. Das sukzessive Aufdecken des Luther-Portraits ist definitiv von Fresko abgekupfert, aber Fresko ist ein ziemlicher Augenschmaus, was sich auch im Spielspaß auswirkt (wobei Fresko eh ein tolles Spiel ist). Luther hingegen ist eine Graue Maus. Und das in jeder Hinsicht.

Aber um jetzt nicht falsch verstanden zu werden: Luther ist zwar definitiv kein Highlight, aber grottenschlecht ist das Ganze mit Sicherheit auch nicht. Das Hauptproblem ist wie gesagt, dass das Spiel unspektakulär vor sich hinplätschert und keine echten Höhen hat. Lobenswert ist zweifellos die beiliegende Broschüre mit wissenswerten Informationen zu Orten und Personen der Reformation. Allerdings muss man dafür natürlich Interesse haben – nur dann ist die Broschüre lesenswert.

Fazit

Luther – Das Spiel ragt mit Sicherheit nicht aus der Masse der durchschnittlichen Familienspiele heraus. Aber das Spiel fällt auch nicht ab. Wer seichte Brettspiel-Unterhaltung auf überschaubarem Niveau mag, kann das Spiel ruhig mal näher unter die Lupe nehmen. Vor allem dann, wenn man an der Reformationsgeschichte interessiert ist.


2017-01-27, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
5heavywolf
20.12.2016
mausgrauer Durchschnitt

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