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Datenblatt image
ID 12367

KUNSTSTüCK


cover
Jahrgang: 2009

Autor: Sonja Klein
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2-5

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60

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ab 10


Material: mittelmässig
Komplexität: gering
Kommunikation: gering
Interaktion: gering
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 5.5 von 10
punkte

Score gesamt: 53.7% von 100
score
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Rezension

Ziel

Als gewiefte Meisterdiebe versuchen die Spieler möglichst viele und wertvolle Gemälde zu stehlen. Diese werden an Auftraggeber verkauft, die die gefragten Museen und Kunstepochen vorgeben.

Regeln

Der Zug eines Spielers besteht aus drei Schritten: Karte nehmen, Karte ausspielen/bewegen und -falls möglich- Auftrag ausführen.

"Karte nehmen" erlaubt die Wahl zwischen einer Gemälde- und einer Auftragskarte. Letztere geben entweder eine Epoche oder ein Museum an, für das sich ein Auftraggeber interessiert. Gemäldekarten zeigen neben der entsprechenden Epoche und dem ausstellenden Museum einen "Marktwert" sowie eine "Verkäuflichkeit". Bei beiden Zahlen handelt es sich um Werte zwischen eins und sechs, die Summe ergibt (ähnlich wie zwei gegenüberliegende Seiten eines Würfels) stets sieben.

Wird mit der neuen Karte das Handlimit von drei überschritten, muss das Bild sofort in einem der offen ausliegenden "Verstecke" untergebracht werden. Davon gibt es drei "gemeinsame", die von allen Spielern benutzt werden dürfen und Platz für bis zu fünf Bilder bieten, sowie pro Spieler ein eigenes, "persönliches", in dem jedoch nur drei Stück Unterschlupf finden. Alle Verstecke haben eines gemeinsam: Sie funktionieren wie ein Stapel, d.h. es kann immer nur dasjenige Werk herausgeholt werden, das auch zuletzt dort hineingelegt wurde.

Ein Gemälde von einem Versteck in ein anderes zu verfrachten, oder auf die Hand zu nehmen, oder eine Karte aus der Hand abzulegen, ist bereits der zweite Schritt, bei dem natürlich ebenfalls jederzeit die Mengenbegrenzungen beachtet werden müssen. Stattdessen darf aber auch die Karte Razzia verwendet werden, die neben den Verstecken offen liegt. Diese wird neben ein beliebiges Versteck platziert und hat eine Rettungsaktion zur Folge: Handelt es sich dabei nicht um das persönliche Versteck eines Mitspielers, darf der aktive Spieler alle Bilder der Reihe nach herausholen und anderweitig unterbringen. Andernfalls muss dies der entsprechende Mitspieler tun. Diejenigen Werke, die aufgrund der Mengenbeschränkungen nicht mehr untergebracht werden können, landen in der Aservatenkammer und sind fortan nicht mehr im Spiel.

Aufträge landen dagegen nicht in Verstecken, sondern gegebenenfalls in einer offenen Auslage, die ebenfalls nur maximal fünf Karten Platz bietet. Ob sich ein Auftrag noch auf der eigenen Hand befindet, oder in der offenen Auslage für alle sichtbar ist, macht am Ende des Zuges allerdings keinen Unterschied: Kann der aktive Spieler einen Auftrag erfüllen, darf er diesen sowie die dazugehörigen Bilder bei sich ablegen. Jeder Auftrag erfordert den Zugriff auf mindestens zwei Gemälde der entsprechenden Epoche bzw. des jeweiligen Museums, die zusammen mindestens über eine Verkäuflichkeit von sieben verfügen. Dabei ist darauf zu achten, das separat gekennzeichnete Fälschungen und Originale nicht zusammen verkauft werden, sondern stets getrennt.

Wird vom Gemäldestapel die Karte "Großrazzia" gezogen, wird nur noch eine weitere Runde gespielt. Danach entscheidet die Summe der verkauften Gemäldewerte über den Sieger des Spiels.

Meinung

Sind erstmal genügend Karten im Spiel, ergeben sich durch die Umsortieroptionen der Razzia viele Möglichkeiten, aus dem aktuellen Angebot an Gemälden verschiedene Aufträge zu erfüllen. "Leider" passen diese eher selten zu den ausliegenden Aufträgen, da es davon eine angemessene Anzahl gibt: 72 Bilder verteilen sich über je sechs Museen und Epochen, jeweils zehn echte und zwei gefälschte Werke sind darunter. Die stete Suche nach erfüllbaren Aufträgen erfordert einiges an Kombinationsversuchen, an Umsortierungsüberlegungen und vor allem auch ein häufiges Umschalten zwischen den roten Museums- und den grünen Epochennamen.

Während bei fünf Spielern durchaus längere Wartezeiten auftreten können, die die anderen Möchtegern-Meisterdiebe zum untätigen (weil unplanbaren) Zuschauen verurteilen, ist der Spielfluss bei zwei und drei Teilnehmern angenehm flüssig und funktioniert mindestens genauso gut.

Etwas irreführend ist dagegen der Untertitel von "Kunststück". "Krimi-Kartenspiel für clevere Kunstdiebe" heißt es da nämlich, und mit einem Krimi hat es nun wirklich nicht zu tun. Ähnlich aufgesetzt wirkt auch das Thema, das irgendwie überhaupt nicht zum Ablauf passt. Kunstdiebe, die gemeinsame Verstecke benutzen, sich gegenseitig und auch selbst(!) die Polizei auf den Hals hetzen? Keinerlei Probleme haben, jedes Gemälde des Landes mal eben zu besorgen und gleichzeitig (fast) jeden Hehler persönlich zu kennen? Wo bitte schön gibt's das denn?

Fazit

"Kunststück" ist ein auch (und vor allem) mit wenigen Mitspielern gut funktionierendes Karten-Sammel-Spiel für alle Kunstliebhaber des Landes. Sowie für alle diejenigen, die Gefallen finden am Umsortieren und Kombinieren. Dies ist zwar nicht immer trivial, aber dafür durchaus spannend. Ein Kunststück eben.


0000-00-00, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
5.5cp
26.04.2009
5.5niggi
26.04.2009

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