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Datenblatt image
ID 13267

INDUSTRY


cover
Jahrgang: 2010

Verlag: Ystari [->]
Autor: Michael Schacht
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3-4

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75

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ab 10


Material: hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: gering
Interaktion: hoch
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Industry ist eine Neuauflage des 2003 bei Queen Games erschienenen Industria. Die Spieler versteigern darin Fabriken und Technologien und bauen ihr eigenes Industrie-Imperium auf. Von der Tongrube über Webereien und Ölfelder bis hin zum Satellitenwerk führt der Weg, der von epochalen Erfindungen wie der Dampfmaschine, dem Automobil, dem Internet und der Nanotechnologie begleitet wird.

Regeln

Der Spielplan teilt die käuflichen Industrien und Technologien in ein Raster von 5 Zeilen (=Epochen) und 12 Spalten (=Bereiche) ein. Jede Runde wird eine zufällige Auswahl einer Epoche versteigert, bis alle Felder unter die Spieler gebracht sind.

Bei jeder Versteigerung dürfen die Mitspieler nur ein einziges Gebot angeben. Der aktive Spieler muss sich danach entscheiden, ob er das Höchstgebot annimmt und vom Bieter kassiert, oder diesen Betrag selbst entrichtet und unter allen Spielern aufteilt. Die erworbenen Felder dürfen danach „entwickelt“ werden, wodurch die Spieler bestimmte Vorteile erlangen. Dies können Siegpunkte sein (nur bei Entwicklung in derselben Epoche) oder auch produzierte Rohstoffe, die bei anderen Entwicklungen benötigt werden. Wer über keine eigenen Produktionsanlagen verfügt, kann die jeweiligen Rohstoffe auch bei Mitspielern erwerben (was diese nicht verhindern können) oder gegebenenfalls bei der Bank. Die insgesamt 11 verschiedenen Rohstoffarten kommen über die Epochen verteilt schrittweise ins Spiel.

Nach Ende der letzten Epoche gibt es weitere Siegpunkte für Bargeld, miteinander verbundene Fabriken und Technologien (farbig auf dem Plan hervorgehoben), Bonusfelder und unbenutzte Joker. Wer während des Spiels Subventionen in Höhe von 3 Talern in Anspruch genommen hat, verliert 5 Siegpunkte.

Meinung

Industria lagert noch immer in großen Restbeständen in deutschen Kaufhausketten, und das zu reduzierten Preisen. Da stellt sich zunächst die Frage, weshalb überhaupt eine Neuauflage produziert wird. Die Antwort ist einfach: Industry ist bei Ystari, einem französischen Verlag erschienen und wird international vertrieben. Etwaige Absatzprobleme in Deutschland spielen in diesem Kontext eine untergeordnete Rolle, denn bei der Überarbeitung wurde nicht nur der Name internationalisiert, sondern es wurden auch sämtliche Texte auf dem Spielplan abgeschafft und durch sprachunabhängige Symbole ersetzt. Was bleibt, ist ein separates deutschsprachiges Regelheft, für das die Sätze aus der Erstauflage unverändert übernommen wurden.

Doch auch die Grafiken wurden komplett neu gestaltet. Der neue Plan sieht somit deutlich attraktiver aus als es bei der Ursprungsversion der Fall war. Anstelle bunter Hintergrundfarben von Textkästchen werden die zusammenhängenden Industrien durch farbige Umrahmungen hervorgehoben – das ist deutlich übersichtlicher als bei Industria. Dort hakte es genau an dieser Stelle, und gerade das Zusammenspiel dieser Felder und somit die Planung für den Erwerb der passenden war mehr Arbeit als Spiel. Industry ist also nicht nur international, sondern auch seinen Kinderkrankheiten entwachsen. Gut gemacht, Ystari!

Anstelle der Holzscheiben-Währung von früher gibt es nun bedruckte Pappmarker, die atmosphärisch auch besser zu einem solchen Wirtschaftsspiel passen. Apropos wirtschaften: Bei den eigenen Versteigerungen sollte möglichst immer verkauft werden, da dies eine wichtige Einkommensquelle darstellt. Dieser Faktor ist zwar nicht so entscheidend wie beispielsweise bei Modern Art, sollte aber dennoch nicht außer Acht gelassen werden.

Fazit

Ein gutes Spiel war Industria schon immer. Es krankte jedoch an der unübersichtlichen Gestaltung, denn um erfolgreich wirtschaften zu können sind Erwerb und Entwicklung aufeinander aufbauender Wirtschaftszweige unerlässlich. Dies gelingt mit Industry erheblich leichter, was den Frustlevel bereits bei der ersten Partie deutlich senkt. Deshalb muss Ystari gratuliert werden: Es ist gelungen, aus einem interessanten, aber leider auch unglücklich gestalteten, kleinen Wirtschaftspiel ein richtig gutes zu machen.


2011-08-30, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
26.08.2011
endlich bekommt das Spiel die Aufmerksamkeit, die es verdient

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