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ID 12932

GELINI NIGHTLIFE


cover
Jahrgang: 2010

Verlag: Schmidt Spiele [->]
Autor: Reiner Knizia
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2-4

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ab 7


Material: hochwertig
Komplexität: gering
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 6.5 von 10
punkte

Score gesamt: 57.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Es ist Samstagabend. Vor den Discotheken warten viele Gäste auf Einlass. Gäste? Naja, um genau zu sein: Gelinis. Quietschbunte, knuddelige Gummibären, die Opfer eines zu starken Weichzeichners wurden. Aufgabe der Spieler ist es jedenfalls, möglichst viele davon auf ihre Tanzfläche zu bekommen.

Regeln

Jeder Spieler erhält eine 25 Felder umfassende Tanzfläche, die möglichst gut gefüllt werden soll. In der Mitte werden 36 Gästeplättchen in verschiedenen Farben ausgelegt, die eine Schlange bis zur Band bilden. Die wichtigsten Gäste („VIPs“) sind so groß, dass sie gleich vier Felder auf den Tanzflächen belegen können, wohingegen die kleinsten mit einem einzigen Platz auskommen. Außerdem werden auch sechs Münzen in der Schlange verteilt.

Es ist immer derjenige Spieler am Zug, der mit seiner Figur am weitesten hinten in der Schlange steht. Er würfelt mit einem herkömmlichen sechsseitigen Würfel und entscheidet, ob das Ergebnis selbst nutzt oder an den nächsten Spieler vor ihm weiter reicht. Wer den Wurf benutzt, zieht mit seiner Figur entsprechend viele Felder vorwärts und nimmt das dortige Plättchen an sich. Gelinis werden sofort auf die Tanzfläche gelegt (die im Übrigen jederzeit umsortiert werden darf), Münzen müssen zunächst separat gesammelt werden.

Gelingt es einem Spieler, zwei Gelinis der gleichen Farbe auf seine Tanzfläche zu zerren locken, halten diese sich spontan für eine Clique und rufen alle ihre Freunde herbei. Dies hat zur Folge, dass sämtliche anderen Gelinis der gleichen Farbe ebenfalls auf das eigene Tanzparkett gelegt werden dürfen –einschließlich etwaiger Gummitänzer, die sich bereits bei Mitspielern eingefunden hatten. Den meisten Zuwachs gibt es jedoch für das Einlösen von zwei Geldmünzen. Dann stattet nämlich einer der drei „Star“-Gelinis dem eigenen Etablissement einen Besuch ab. Und diese Stars brauchen Platz: Gleich sechs Felder beanspruchen sie für sich.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler die Band erreicht oder seine Tanzfläche vollständig gefüllt bekommt. Es gewinnt natürlich der Gummitiere-Sammler, bei dem noch am wenigsten Plätze frei sind. Als Varianten können sechs Aktionsplättchen in der Warteschlange untergebracht werden: „Party Flyer“ erlauben das Abwerben eines Gelinis oder einer Münze vom Mitspieler, wobei auch auf Cliquenbildung geachtet werden muss. „Party Call“ ermöglicht das Rückwärtsziehen, jedoch nicht hinter den letzten Mitspieler. Mittels „Party People“ darf schließlich auch ein Gast oder eine Münze genommen werden, an denen bereits alle Figuren vorbeigezogen sind.

Meinung

Nachdem das bei Ravensburger erschienene Gelini-Spiel Catch Me auf breiter Front durchgefallen war, hatten die Softbären einen schweren Stand. Und mal ganz abgesehen davon: Wer will sich schon mit Gummibären nachts sehen lassen? Nightlife. In Regenbogenfarben getauchte Kuschelgummis irren durch die Nacht… nein, lassen wir das. 

Umso größer war die Überraschung, als sich Gelini Nightlife doch tatsächlich als passables und kurzweiliges Spiel entpuppte, das hervorragend in die „Easy Play“ Reihe des Schmidt Verlages passt! Es sind nur wenige Entscheidungen, die die Spieler ins Grübeln bringen können: Ziehe ich mit dem Wurf, oder lasse ich andere Figuren laufen? Gebe ich eine Vorlage, wenn ich den Wert nicht selbst nutze? Steht ein Mitspieler bereits kurz vor dem Ziel und könnte das Spiel beenden? Soll ich jetzt wirklich mit der 5 laufen, oder spekuliere ich lieber auf eine 1 oder 2, um meinen Partygast-Ertrag pro vorgerücktem Feld zu steigern? Kann ich oder jemand anderes mit dem Wurf eine Clique bilden? Wie erhöhe ich meine Chancen einen Stargast zu bekommen?

Im Grunde genommen lässt sich prima ausrechnen, welche Plättchen wann am Sinnvollsten sind. Ein Star bringt zwar sechs Punkte, benötigt aber auch zwei Münzen. Ein VIP liefert bereits mit einem einzigen Schlag vier Punkte. Und bei Cliquenbildungen muss der Gesamtgewinn in die Rechnung einbezogen werden, einschließlich des etwaigen Verlusts bei einem Mitspieler. Nichtsdestotrotz reduziert sich die Entscheidung aber immer auf eine einzige Frage: Laufen oder nicht laufen? Das ist easy, das ist schnell gespielt, und dank der irgendwo im Hinterkopf immer noch vorhandenen taktischen Überlegungen auch unterhaltsam.

Wer es etwas grübeliger mag, setzt die Aktionsplättchen ein. Dann ergeben sich nämlich tatsächlich einige Situationen, in denen einen Moment länger darüber nachgedacht werden muss, welche Konsequenzen die Sonderaktion nun eigentlich hat. Wobei auch nicht verschwiegen werden sollte, dass die drei Typen auf den ersten Blick kaum unterscheidbar sind und insbesondere in den ersten Partien immer wieder nachgefragt werden muss, welche Aktion damit nun durchgeführt werden kann. In allen unseren Testrunden wurde schließlich das einfache Spiel ohne Aktionsplättchen bevorzugt.

Fazit

Gelinis schlafen nie. Nachts drehen die Gummisofties richtig auf, stellen sich an eine Schlange und warten darauf eingesammelt zu werden. Das gefällt sogar den eher strategiespielorientierten Vielspielern, die irgendwo zwischen der ganzen Würfelei auch ein wenig taktisches Optimierungspotential vermuten. Wer Laufspiele a la Big Points oder Ravensburgers Verflixxt nochmal mag, sollte sich auch sehr aufeindringlich für das Nachtleben der Gummibären interessieren. Da gibt es interessante Sachen zu entdecken…


2010-03-20, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
27.02.2010
kuschelig, knudellig und ganz ohne Goldb?ren: Debile Danceb?ren auf Droge
6.5niggi
28.02.2010
s??e Viecher, easy Spiel und dazu noch brauchbar :-)
6MarkusB
17.05.2013

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