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Datenblatt image
ID 18389

FORBIDDEN SKY


cover
Jahrgang: 2018

Verlag: Schmidt Spiele [->]
Autor: Matt Leacock
Grafik: C. B. Canga

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2-5

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60

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 5.0 von 10
punkte

Score gesamt: 54.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Um die Evakuierung einer Forschungsstation durchzuführen, müssen zwei bis fünf Spieler als Team zusammenarbeiten. Die Protagonisten müssen aber nicht nur die rettende Versorgungsrakete finden, sondern auch noch einen Notstromkreis aus Kabeln und verschiedenen Bauteilen aufbauen.

Regeln

Zunächst einigen sich die Spieler auf einen Schwierigkeitsgrad und legen alle benötigten Utensilien bereit. Jedes Teammitglied erhält ein Plattformplättchen. Die restlichen Plättchen werden als verdeckter Nachziehstapel beiseite gelegt. Jedem Spieler wird ein Charakter zugelost. Die Figuren werden dann auf das Startfeld platziert.

In seinem Zug darf der aktive Spieler vier Aktionen ausführen. Folgende Optionen stehen dabei zur Verfügung: Bewegen, Erkunden, Entdecken und Leitung legen. Jeder Bewegungsschritt kostet einen Aktionspunkt. Um Plattformplättchen nachzuziehen wird die Aktion Erkunden verwendet. Angelegt werden die Plättchen mit der Aktion Entdecken, wobei gewisse Anlegeregeln beachtet werden müssen. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad muss eine bestimmte Vorgabe „nachgebaut“ werden. Um die Rakete starten zu können (wenn sie erstmal entdeckt ist) muss jedoch auch ein Stromkreis geschlossen werden; dazu ist die Aktion Leitung legen erforderlich. Einige Plättchen enthalten Symbole, die einen Spieler beispielsweise gegen Windstöße oder Blitze schützen. Auch Ausrüstungen bieten Schutzfunktionen.

Wenn ein Spieler seine Aktionen ausgeführt hat, wird eine Wetterkarte gezogen und abgehandelt. Durch diese Karten kommen die bereits erwähnten Windstöße und Blitze ins Spiel und schädigen die Teammitglieder. Die Gruppe gewinnt das Spiel, wenn sie alle vorgegebenen Plättchen verbaut haben, die entsprechenden Leitungen verlegt haben und den Stromkreis geschlossen haben. Außerdem müssen alle Figuren auf der Raketenplattform stehen. Sollte jedoch ein Spieler sterben oder das letzte Stück des Seils reißen oder der Windstärke-Marker das Ende erreichen, hat das Team die Partie verloren.

Meinung

Forbidden Sky komplettiert nach der Verbotenen Insel und der Vergessenen Stadt die Koop-Trilogie von Schmidt Spiele um ein vielköpfiges Forscherteam. Auf der einen Seite ist das Thema gut umgesetzt und originell verpackt, auf der anderen gibt es aber auch viel Schatten. Die Charaktere haben nicht mal einen Namen und sind nur auf ihre Funktion beschränkt. Die dazugehörigen Figuren sind Meeples aus der Brettspielsteinzeit (Mensch ärgere Dich nicht). So etwas ist heutzutage richtiggehend peinlich. Die Rakete ist ein nettes Gimmick mit witzigen Effekten beim Start. Beim ersten Mal ist das lustig und gefällig, in den weiteren Partien ist der Überraschungseffekt aber verpufft. Hinzu kommt, dass viele Kickstarter-Koops oder auch viele Veröffentlichungen anderer Verlage haptisch deutlich moderner rüberkommen als Forbidden Sky.

Spielerisch ist Forbidden Sky eine ordentliche Veröffentlichung, die aber einige Voraussetzungen erfüllen sollte, damit sie richtig zündet. Zum einen sollten mindestens vier Personen mitspielen. Zu dritt geht es gerade noch, aber zu zweit wird es zu schwierig, eine Partie zu gewinnen. Vor allem dann, wenn schwächere Charaktere zugelost werden, und das ist der nächste Kritikpunkt am Spiel. Bestimmte Konstellationen sind schlichtweg erfolgsversprechender als andere. Hinzu kommt ein relativ hoher Glücksfaktor beim Plättchenziehen. All das in Kombination macht Forbidden Sky teilweise sehr glückslastig, was vor allem den meisten Vielspielern ein Dorn im Auge ist. Aber sind die Vielspieler wirklich die primäre Klientel? Eigentlich ist Schmidt Spiele eher ein Verlag für Familien und Gelegenheitsspieler. Mal ganz ehrlich … Forbidden Sky sitzt irgendwie zwischen den Stühlen und kann eigentlich keine Klientel hundertprozentig erreichen.

Fazit

Bei aller Kritik muss aber auch ganz klar gesagt werden, dass Forbidden Sky kein Rohrkrepierer ist. Das Spiel macht durchaus Spaß und kann in der richtigen Runde auch für Spannung sorgen. Leser, die beispielsweise Pandemie mögen, können Forbidden Sky ruhig mal ausprobieren und sich ein eigenes Bild machen. Für eine bedingungslose Blindkauf-Weiterempfehlung reicht es hier aber leider nicht.


2020-04-20, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
5heavywolf
19.02.2020

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