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ID 10012

...ABER BITTE MIT SAHNE


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Jahrgang: 2008

Verlag: Winning Moves [->]
Autor: Jeffrey D. Allers
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2-5

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25

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 6.6 von 10
punkte

Score gesamt: 58.2% von 100
score
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Rezension

Ziel

Das größte Stück Kuchen erhält immer der Gast. Diese Regel gilt bei ...aber bitte mit Sahne nicht immer, denn manchmal gibt es wohlschmeckendere Kuchenstücke zur Auswahl, und die Auswahl ist groß

Regeln

Insgesamt 55 Kuchenstücke müssen unter den Spielern verteilt werden, das sind 5 Kuchen a 11 Stückchen. Jeder Kuchen ist eigentlich eine Zusammenstellung verschiedener Obstkuchen - Pflaume, Aprikose, Kirsche, Brombeere, Kiwi, Stachelbeere und Erdbeere stehen zur Auswahl, daneben noch Schokolade. Verteilung und Reihenfolge erfolgen zufällig und können von den Spielern nicht beeinflusst werden, auch nicht vom jeweiligen Startspieler. Dieser hat jedoch die Aufgabe, den Kuchen in mehrere Teile aufzuteilen, maximal so viele wie Spieler teilnehmen. Reihum dürfen sich dann alle Spieler eines dieser Teile nehmen, der (Gast-)Geber selbstverständlich erst zum Schluß.

Für jedes Kuchenstück des gewählten Teils muss nun die Entscheidung getroffen werden, ob das Stück sofort gegessen, oder erstmal nur auf dem Teller gesammelt wird. In ersterem Fall wird das betroffene Stück einfach umgedreht, in letzterem bleibt es offen liegen, sodass alle Mitspieler erkennen können, was gesammelt wird. Statt ein Teil vom Kuchenblech zu nehmen ist es auch erlaubt, alle bereits gesammelten Stücke einer Sorte aufzuessen.

Der Unterschied zwischen Essen und Sammeln liegt in der Punktwertung, die sobald der fünfte Kuchen verteilt wurde erfolgt: Alle gegessenen (umgedrehten) Plättchen zählen genau so viele Punkte, wie Sahnehäbchen auf ihnen abgebildet sind. Dies können jeweils eins, zwei oder drei sein. Bei den gesammelten Kuchenstücken erfolgt dagegen eine Mehrheitswertung: Nur wer die meisten gesammelt hat, erhät dafür Punkte. Und zwar insgesammt so viele, wie von dieser Sorte im Spiel vorkommen - praktischerweise steht die entsprechende Zahl auch auf den Kuchenplättchen drauf. Hier schwanken die Werte zwischen 3 und 11 Punkten. Es gewinnt der Spieler mit den insgesammt meisten Punkten.

Meinung

Die Aufmachung von ...aber bitte mit Sahne ist absolut gelungen. Die Kuchenstücke sind sehr ansprechend gestaltet und sorgen für eine angenehme Nachmittags-Stimmung. Die kleine Verpackung ist nahezu randvoll damit gefüllt und stellt einen erfreulichen Kontrast zu vielen übergroßen Müllpackungen anderer Spiele dar. Das Highlight ist aber die Anleitung, die in ihren Beispielen mit den Spielern Mathilde, Otilie, Marie und Liliane agiert. Ob Udo Jürgens dieses Spiel schon kennt?

Leider gibt es auch eine Diskrepanz zwischen der Anleitung und den Kuchenstücken: Bei der Produktion wurden versehentlich die Sahnehäbchen der Stachelbeer-(9) und Kirsch(5)-Stücken vertauscht. Eigentlich hätten die Kirschen nur ein Häbchen bekommen sollen und die Stachelbeeren zwei, so wie es auch in der Anleitung beschrieben ist. Da dieser Produktionsfehler keine nenneswerten Auswirkungen auf das Spielgeschehen oder das Verständnis desselbigen hat, ist es empfehlenswert die Anleitung an dieser Stelle zu ignorieren und einfach mit den aufgedruckten Werten zu spielen.

Das Spielgeschehen lebt vom "ich teile - Du wählst"-Prinzip. Während zu Beginn eine möglichst gleiche Aufteilung des Kuchens für den Geber das Sinnvollste ist, führen das Sammeln verschiedener Sorten im Laufe des Spiels zu immer mehr Optionen. Denn wer bereits eine bestimmte Sorte sammelt, wird sich dort die Mehrheit nur ungern wieder wegnehmen lassen - ein Umstand, der sich ausnutzen läßt. Zumindest begrenzt, da auf die Reihenfolge der Stücke eines Kuchens kein Einfluß besteht und das Verhalten der Mitspieler häfig nicht vorhersagbar ist - dies gilt umso mehr, je mehr Spieler teilnehmen. Die Möglichkeit einen Kuchen in weniger Teile als Spieler einzuteilen macht ohnehin nur in sehr seltenen Ausnahmefällen einen Sinn, und zwar nur dann wenn offensichtlich ist dass ein Spieler seine gesammelten Werke verspeisen muss.

Wichtiger als die Aufteilung eines Kuchens sind die Entscheidungen danach: Welche Sorten möchte ich sammeln und was wird sofort verspeist? Bei den seltenen Pflaumen- und Aprikosenstücken mag dies noch einfach sein, schliesslich gibt es hier nur drei beziehungsweise vier im gesamten Spiel. Statt einen Punkt fürs Sahnehäubchen sind durch das Sammeln also schnell sicherer drei beziehungsweise vier Punkte drin. Bei den wertvollen Schokotorten sieht das aber anders aus, schliesslich lungern insgesamt 11 davon rum. Da lohnt sich das Risiko des Sammelns meist erst in der zweiten Spielhälfte - oder wenn sich schon frühzeitig die Gelegenheit bietet, gleich mehrere davon in einem Teil auswählen zu dürfen.

Im Zweifelsfall ist es jedenfalls selten eine schlechte Idee, die gleichen Sorten zu sammeln wie der nachfolgende Spieler. Denn in fast allen Runden darf dieser erst später auswählen, sodass es einfach ist bei seinen gesammelten Sorten die Mehrheit zu erlangen. Spätestens wenn alle Spieler diesem Beispiel folgen, werden die taktischen Komponenten spürbar. Dann sollte aber besser kein Grübler mit am Tisch sitzen, der sich einfach nicht entscheiden kann wie er seinen Kuchen aufteilen soll. Ein Mitzählen der bereits verteilten Stücke ist dagegen für die selbst gesammelten Sorten durchaus förderlich, obwohl zwei der 57 mitgelieferten Kuchenplättchen nicht am Spiel teilnehmen.

Update 12.12.2008: Obwohl es für den Spielablauf nicht notwendig war, hat sich Winning Moves trotzdem entschlossen, die fehlerhaften Tortenstücke berichtigt nachdrucken zu lassen. Um diese zu erhalten, genügt eine Mail an anne[punkt]matschoss[at]winningmoves[punkt]de mit dem Hinweis die neuen Stücke zuzuschicken.

Fazit

Mit dem Berechnen und Abschätzen sollte aber nicht übertrieben werden, denn ...aber bitte mit Sahne versteht sich nicht als Strategiespiel, sondern bietet eher leichte Kost, die so auch genossen werden sollte. Es ist schnell zubereitet, leicht verdaulich und für gewöhnlich wohlbekömmlich. Lediglich Familienspiel-Diabetiker sollten eher zu kalorienärmeren Spielen greifen.


2008-12-09, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6cp
26.04.2009
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26.04.2009
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27.01.2010

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