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ID 14776

WIRAQOCHA


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Jahrgang: 2011

Verlag: Sit Down! [->]
Autor: Henri Kermarrec
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f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
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Rezension

Ziel

Südamerika, Anfang des 20. Jahrhunderts: In einem verlorenen Tal werden mächtige Kristalle entdeckt. Somnium. Mehrere Gruppen von Söldnern und Wissenschaftlern machen sich mit ihren Zeppelinen und Kriegsmaschinen auf den Weg, um die wertvollen Steine unter Kontrolle zu bringen und der britischen Krone zu noch mehr Macht zu verhelfen.

Regeln

Das Spielfeld wird aus 22 Sechsecken zufällig zusammengesetzt. Auf Dschungelfeldern können Ressourcen gesammelt, in Ruinen Artefakte gefunden werden. Dörfer sorgen für zusätzliche Würfel, an Somnium-Adern können die begehrten Kristalle abgebaut werden. Zu Beginn eines Spielzugs ist dabei entscheidend, auf welchen Feldern sich die eigenen Einheiten befinden, und wie viele davon.

Die verfügbaren Würfel werden schließlich geworfen. Sie bestimmen die Aktionsmöglichkeiten, lassen sich durch Abgabe von Ressourcen allerdings auch modifizieren. Jedes Feld schreibt vor, welche Würfelsumme oder einzelne Werte zum Erobern erforderlich sind. Würfel können aber auch zur zusätzlichen Verteidigung abgelegt werden. Diese können nur durch einen höheren Wert besiegt werden.

Mit Ressourcen und Kristallen können zudem Bauwerke errichtet oder Erfindungen gemacht werden –ein entsprechender Kartenstapel befindet sich neben dem Spielplan. Mit diesen mächtigen Errungenschaften können dauerhafte und einmalige Vorteile erworben werden. Die Flying Fortress verdoppelt beispielsweise einen Verteidigungswürfel, Produktionsspeicher erhöhen das Ressourceneinkommen permanent um zwei. Gelingt es, das Basislager eines Mitspielers zu erobern, können diesem Erfindungen auch gestohlen werden.

Es gewinnt, wer den Schatz von Wiraqocha entdeckt (alle vier Artefakte sammelt), eine Somnium-Lieferung für die britische Kaiserin bereitstellt (spielerzahlabhängig viele Kristalle sammelt) oder den Leviathan baut (ein vorgeschriebenes Mindestmaß an Technologie erworben hat).

Meinung

„Steam Punk Light“ könnte das merkwürdig anmutende Szenario auch bezeichnet werden. Bewaffnete Kampf-Zeppeline, die im Inka-Reich nach seltsamen Kristallen suchen… Inka-Reich? Ja, denn Wiraqocha hieß der Gott der Inka –und übrigens auch die Schöpfergottheit aller anderen Andenvölker. Ein schöner Titel für ein Spiel, bei dem es letztlich doch nur um das Erobern von Sechseckfeldern und das Sammeln/Ernten von Ressourcen geht.

Besonders die Idee, mögliche Zielfelder durch Würfel bestimmen zu lassen, ist originell und reizvoll. Aber eben auch sehr risikobehaftet, sodass sich vernünftige Pläne nur umsetzen lassen, wenn ausreichend Ressourcen zum Modifizieren zur Verfügung stehen. Dumm nur, dass nicht mehr als drei Steine zwischen den Runden aufbewahrt werden dürfen. Dieses Limit sorgt schließlich dafür, dass es praktisch immer eine Chance gibt, einen einzelnen Mitspieler noch einmal auszubremsen. (Dies gilt grundsätzlich auch zu zweit, allerdings lässt sich Wiraqocha zu zweit nicht empfehlen, da hier der Zufall dominiert und sich der Unterlegene schnell gespielt fühlt.)

Entscheidend ist somit, aus den Würfeln das Beste zu machen und nach Möglichkeit auf „mehreren Hochzeiten“ zu tanzen, d.h. nicht auf eine einzelne Siegbedingung zu spielen, sondern besser gleich auf zwei. Eine wichtige Unterscheidung stellen die drei unterschiedlichen Spielfiguren dar: Nur ein Zeppelin kann Gebirgsfelder einnehmen, nur ein Forscher kann Artefakte finden und nur ein Bohrer kann Somnium schürfen. Auch dies gilt es bei sämtlichen Bewegungen zu beachten. Aber auch bei Auseinandersetzungen und Verlusten, denn billig ist es nicht, neue Figuren vom „Friedhof der Maschinen“ wieder ins Spiel zu bringen.

Fazit

Ein ungewöhnliches Thema, ein Wettrennen um das sagenumwobene Kristall Somnium und ein interessanter Zugmechanismus sorgen für spannende Unterhaltung im Amazonas-Tal. Im Spiel zu zweit und zu viert sind jedoch Abstriche hinsichtlich Ausgeglichenheit und Übersicht zu machen.


2012-09-11, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6.5cp
05.09.2012
etwas wirres Thema, aber mit frischen Ansätzen
5.5tommek
25.12.2017

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