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Datenblatt image
ID 12802

WARHAMMER: INVASION LCG BASIS SET


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Eric M. Lang
 
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2-2

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30

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ab 13


Material: hochwertig
Komplexität: hoch
Kommunikation: gering
Interaktion: sehr hoch
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 65.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Warhammer Invasion ist ein „Living Card Game“, dessen zum Basisspiel gehörende Kartensätze durch separate „Battle Packs“ erweitert werden können. Die „Rassen der Ordnung“ (Imperium, Zwerge, Hochelfen) kämpfen gegen die „Rassen der Zerstörung“ (Chaos, Orks, Dunkelelfen) im Warhammer-Universum.

Regeln

Beide Spieler verfügen über drei verschiedene Aktionszonen vor sich, die um die eigene Hauptstadt angeordnet sind: Königreich, Quest und Schlachtfeld. In jedem Zug werden die drei Zonen nacheinander abgearbeitet und anschließend Kämpfe durchgeführt.

In der Königreich-Phase werden Ressourcen für auf im Königreich ausliegende Karten vorhandene Machtsymbole gesammelt. Die Questphase funktioniert ähnlich: Machtsymbole im Questbereich lassen neue Karten nachziehen. Für beide Phasen gibt es Mindestwerte, sodass immer Ressourcen und Karten genommen werden dürfen.

In der Hauptstadtphase dürfen verschiedene Kartenarten ausgespielt werden. Bezahlt werden diese mit Ressourcen, abhängig von einem Basis- und einem Loyalitätswert. Letzterer ist durch bereits ausliegende Karten der gleichen Fraktion reduzierbar. Werden Einheiten auf spezielle Questkarten gespielt, sammeln sie dort solange Questressourcen, bis die Quest abgeschlossen ist. Wird eine Einheit vorher von dort wieder entfernt oder im Kampf vernichtet, werden auch die gesammelten Questressourcen zurückgesetzt.

In der abschließenden Schlachtphase wählt der aktive Spieler Einheiten aus seinem Schlachfeld-Bereich sowie die Zielregion des Gegners. Dieser benennt dort wiederum seine Einheiten, die sich an der Verteidigung beteiligen sollen. Die Machtsymbole der Einheiten wirken als Schaden und werden nacheinander auf die Gegner verteilt. Widerstandsfähige Kreaturen erleiden weniger Schaden, es sei denn dieser ist „unvermeidbar“. Stehen insgesamt mehr Schadenspunkte zur Verfügung, als den verteidigenden Einheiten mindestens zuzuweisenden Trefferpunkten, kann der Rest als Schaden gegen die Zielregion eingesetzt werden. Auch die Regionen verfügen über Trefferpunkte, die zunächst mit Schadensmarkern beseitigt werden müssen. Danach steht sie in Flammen. Sobald der zweite Stadtteil eines Spielers brennt, hat er verloren.

Zwischen den Phasen sowie einzelnen Schritten der Schlachtfeldphase können von beiden Spielern Taktikkarten gespielt werden. Spezielle Kartentexte müssen beachtet werden, darunter nicht abwendbare Effekte oder Sonderaktionen. Ein „Kundschafter“ sorgt beispielsweise dafür, dass der Gegner nach einem Kampf je überlebenden Kampfteilnehmer eine Karte abwerfen muss. Manche Effekte können eine Karte „verderben“. Dann wird diese auf die Seite gedreht und kann nicht wieder genutzt werden, ehe sie geläutert wurde. Dies kann jedoch nur ein Mal pro Runde geschehen.

Meinung

Warhammer Invasion ist optisch ausgesprochen ansprechend gestaltet. Die klare und eigentlich einfache Grundstruktur erleichtern den Einstieg, was nicht von jedem Fantasy-Spiel gesagt werden kann. Die Anleitung beschränkt sich auf 18 umfangreiche Seiten, was etwa der Hälfte der üblichen Menge bei anderen Spielen des Genres entspricht.

Die Kernfrage der Spieler lautet meist: In welche Region spiele ich meine Karten? Gerade zu Spielbeginn sind die wirtschaftlich interessanten Königreich- und Quest-Bereiche lukrativ. Doch nur Einheiten auf dem Schlachtfeld können variabel eingesetzt werden. Wer dort eine deutliche Überzahl platzieren kann, kann in wenigen Runden über Flankenangriffe die schwächsten Stellen des Gegners empfindlich treffen. Doch nicht alle Kreaturen sterben gleich beim ersten Angriff, sodass auch stets Misserfolge einkalkuliert werden müssen.

Eine große Stärke des Invasion Living Card Games ist die Tatsache, dass es kaum Wartezeiten gibt, da zwischen allen Phasen von beiden Spielern Karten ausgespielt werden dürfen. Dies hat nämlich zur Folge, dass nicht nur der aktive Spieler an seinem Königreich herumwerkelt, sondern auch sein Gegner jederzeit Störaktionen platzieren kann -was eine permanente Aufmerksamkeit beider Spieler erfordert.

Kernmechanismus bleibt aber, Ressourcen/Karten zu sammeln und diese möglichst effektiv einzusetzen um auf den Gegner einzukloppen den Gegner zu schwächen. Wer eine dauerhafte Herausforderung sucht, kommt deshalb nicht darum herum, sich mit dem Thema Deckzusammenstellung und Erweiterungssets zu beschäftigen. Das in der Anleitung vorgeschlagene Draftverfahren ist an dieser Stelle eine sehr interessante und spannende Variante, die unbedingt ausprobiert werden sollte!

Fazit

Warhammer lebt, wie das Living Card Game zeigt. Das kampforientierte Spiel verzichtet auf Charakterentwicklungen und bietet mit seinen zahlreichen Möglichkeiten, über verschiedene Questen, Rassenzugehörigkeiten u.ä. Boni zu generieren, variable Handlungsmöglichkeiten und damit immer wieder andere Spielabläufe. Wer sich ernsthaft längerfristig mit Warhammer Invasion auseinandersetzen möchte, muss jedoch zusätzliche Kartensets (Erweiterungen) für die Deckzusammenstellung einplanen.


2010-08-09, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6cp
17.07.2010
mir pers?nlich zu kampforientiert :)
8markus
06.09.2010
Mit dem richtigen Gegenspieler absolut TOP!

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