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Datenblatt image
ID 17363

VICEROY


cover
Jahrgang: 2015

Verlag: Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Yuri Zhuravlev
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1-4

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Nachdem der Krieg vorbei ist herrscht eine neue Ära, in der geschickte Politiker das Los von Magiern, Kriegern, Gelehrten und Adeligen bestimmen. Als rechte Hand des Königs nutzt der Vizekönig seinen Einfluss, um sich die Unterstützung aller Gesellschaftsschichten zu sichern. Doch auch Viceroy muss sich an bestehende Regeln halten, wenngleich er mittels Gesetzeskarten einige Rahmenbedingungen für sich nutzen kann.

Regeln

Jeder Spieler erhält drei Gesetzeskarten und startet mit zwei Charakteren, die quasi das Fundament der zu errichtenden Pyramide bilden. Weiterhin erhalten die Spieler noch Edelsteine als Startkapital, und schon kann es losgehen.

In den Runden werden immer Karten zur Auktion angeboten, die jeweils einem bestimmten Edelstein zugeordnet sind. Im Rahmen der folgenden Auktion bieten die Spieler geheim auf eine Karte, indem sie den zugeordneten Edelstein in die Hand nehmen (sofern sie solch einen Edelstein besitzen). Dann öffnen alle Spieler gleichzeitig ihre Fäuste und vergleichen ihre Gebote. Wenn mehrere Spieler den gleichen Edelstein geboten haben gehen sie leer aus und müssen ihr Gebot trotzdem in den Vorrat legen. Hat man hingegen eine Karte ersteigert ist man für die weiteren beiden Bietrunden gesperrt. Anstatt zu bieten dürfen die Spieler auch eine leere Faust zeigen. Dafür erhält man Edelsteine vom Vorrat. Nach dem dritten Bieten dürfen die Spieler Karten in die eigene Auslage platzieren, was jedoch kostenpflichtig ist. Dafür erhalten die Spieler Belohnungen, z.B. Edelsteine aus dem Vorrat, neue Karten, Siegpunkte bei Spielende etc. Der Bau von Gesetzeskarten ist kostenlos. Diese Karten bringen dem Besitzer i.d.R. einen sofortigen Bonus oder Siegpunkte am Schluss.

Das Spiel endet, sobald alle Karten versteigert wurden. Dann erfolgt die Schlusswertung, in der die Spieler Siegpunkte für diverse Bauten, einfarbige Kreise, Gesetzeskarten usw. erhalten. Der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

Meinung

Das Thema von Viceroy ist definitiv völlig an den Haaren herbeigezogen und beliebig austauschbar. Ist das schlimm? Natürlich nicht. Den meisten Brettspielen wurden abstruse Themen übergestülpt, aber solange die Mechanismen Spielspaß vermitteln ist doch alles gut.

Und das ist bei Viceroy auch der Fall. Das Ganze spielt sich flüssig, obwohl man sich nach der ersten Erklärung ein bisschen erschlagen fühlt. Dieses Gefühl hat aber nichts mit dem Handling zu tun, sondern bezieht sich vielmehr auf die vielfältigen Details und Möglichkeiten zur Punkte-/Bonigenerierung (einfarbige Kreise bilden, Gesetzeskarten optimal ausnutzen usw.). Sobald man die ganzen Zusammenhänge aber als solche erkannt hat, spielt sich Viceroy problemlos und auch relativ schnell mit wenig Downtime.

Wechselwirkungen und sinnvolle Kombinationen sind der Schlüssel zum Erfolg, und das Herausfinden dieser Optimiermöglichkeiten macht verdammt viel Spaß. Angesprochen werden neben Vielspielern übrigens auch ambitionierte Gelegenheitsspieler, da Viceroy wie gesagt relativ einfach zu verstehen ist. Potentielle Interessenten sollten allerdings unbedingt mit einem gewissen Glücksfaktor leben können, denn zum einen sind die Gesetzeskarten nicht durchgehend ausgewogen und zum anderen braucht man natürlich auch ein glückliches Händchen bei den Auktionen.

Die Illustration und die Qualität des Materials ist absolut gelungen und ein kleiner Augenschmaus, was vor allem für die Charaktere gilt. Insgesamt betrachtet ist Viceroy somit ein schönes Spiel, das mit gutem Preis-Leistungsverhältnis viel Spielfreude bereitet.

Fazit

Trotz aller genannten Vorzüge fehlt Viceroy der allerletzte Kick, um in die Oberklasse der Brettspielveröffentlichungen aufzusteigen. Ein näherer Blick lohnt sich aber dennoch.


2017-02-28, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7heavywolf
16.02.2017

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