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Datenblatt image
ID 18482

TREASURE ISLAND


cover
Jahrgang: 2019

Verlag: Pegasus [->]
Autor: Marc Paquien
Grafik: Vincent Dutrait

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2-5

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45

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 7.8 von 10
punkte

Score gesamt: 59.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Meuterei! Die Mitglieder von Captain Long Dong John Silver wollen seinen Schatz. Durch geschickte Befragung versuchen sie, den Ort zu finden, an dem er ihn vergraben hat. Doch wenn sie zu lange dafür benötigen, gelingt ihm am Ende noch die Flucht...

Regeln

Gespielt wird auf einer beschichteten Karte, die die Schatzinsel zeigt. Es gibt dort keine Felder, über die die Figuren ziehen könnten, sondern lediglich verschiedene Landschaften (Berge, Vulkane, Ruinen, Wälder, ...), d.h. illustrierte Flächen und Zonen. Mit Hilfe eines großen Holz-Zirkels, einigen Schablonen und abwischbaren Filzstiften muss der mögliche Aufenthaltsort des Schatzes immer weiter eingeschränkt werden.

Nachdem jeder Pirat seinen Ausgangspunkt betreten hat, markiert der Spieler, der die Rolle des John Silver übernommen hat, das Versteck auf seinem Mini-Inselplan. Danach sind die Piraten abwechselnd am Zug, in dem sie ihre Figur über die Insel bewegen, an ihrem Standort eine Suche durchführen, oder beides ein bisschen. Sowohl die Bewegungen als auch die Suchen der Spieler werden mit farbigen, abwaschbaren Folienstiften auf dem laminierten Spielplan eingezeichnet. (Hierbei unterstützen Lineal und Suchradius-Ringe.) Außerdem verfügt jeder Charakter auch noch über eigene Sonderfähigkeiten, die während der Partie jedoch nur sehr begrenzt verwendet werden dürfen.

Zwischen den Zügen der Piraten muss Captain Silver immer wieder verschiedene Hinweise zum Aufenthaltsort des Schatzes abgeben. Dabei wird zwischen einfachen und recht deutlichen ("schwarzer Fleck") Aussagen unterschieden. Letztere kann Silver vermeiden, indem er einzelnen Spielern mittels einer kleinen Schatztruhe spezielle Hinweise gibt. Außerdem darf er 2x während der Partie bluffen und bewusst Falschaussagen treffen. Die Spieler können zwar jeden Hinweis überprüfen, jedoch kostet sie dies eine Aktion -pro Spieler versteht sich.

Sollte es John Silver lange genug gelingen, seine Crew erfolglos über die Insel irren zu lassen, entkommt er aus seinem Gefängnis und darf fortan ebenfalls auf die Reise zu seinem Schatz machen. Am Ende gewinnt nämlich genau der Spieler, der als Erster das Ziel erreicht. Und das kann auch der Captain selbst sein.

Meinung

Die Rolle des John Silver ist keineswegs eine Beschäftigungstherapie, um die anderen Piraten zu unterhalten. Im Gegenteil, der Captain ist gut beraten, besonders gut aufzupassen und sich zu notieren, welcher Spieler welche Hinweise erhalten hat. Durch die Weitergabe redundanter Informationen lässt sich Zeit gewinnen, die er dringend benötigt. Und ja, er hat sogar eine echte Chance, die Partie zu gewinnen -entsprechende Aufmerksamkeit und ein wenig Glück vorausgesetzt. Letzteres gehört nämlich in jedem Fall dazu, wenn die Spieler irgendwo auf gut Glück mal losbuddeln.

Das Material von Treasure Island ist beeindruckend: Beschichteter Spielplan, bunte Folienstifte mit einem riesigen (gut funktionierenden!) Holzzirkel, Kunststoff-Lineal und -Ringe, Sichtschutz und Aktionsübersichten für alle, farbige Miniaturen, eine kleine Papp-Truhe, und sogar ein großes Geheimversteck im Schachteleinsatz. Der ist vielleicht nicht besonders geheim, verhindert aber ein verrutschen bei der Lagerung.

Die in 17-19 Tage unterteilten Spielzüge bieten ausreichend Zeit, sich dem immer stärker eingegrenzten Zielgebiet zu nähern. Während ganz am Anfang nur etwa 1/3 der Insel durch den ersten Hinweis ausgeschlossen werden kann, sind gegen Ende nur noch punktuelle Lücken übrig. Manche Piraten haben dabei Vorteile gegenüber ihren Mitspielern, da auch zu initial einzeln verteilten Kompasshinweise redundant sein können. Glück bei den Ausgangspositionen und Glück bei der Suche: Bei Treasure Island geht es weder fair noch übermäßig strategisch zu. Der Spaß am Spiel entsteht einzig durch das Thema, die Schatzsuche. Am Ende sieht auch der Spielplan entsprechend bunt bemalt aus. Wer dies zu unübersichtlich findet, kann aber die deutlich farblosere Rückseite benutzen, damit die eingezeichneten Linien und Kreise besser erkannt werden.

Fazit

Treasure Island macht alles richtig: Dank des überzeugenden Spielmaterials kommt echte Schatzsucher-Stimmung auf. Trotz kurzer Spieldauer und hohem Glücksfaktor fühlen sich auch viele "Vielspieler" von diesem innovativen Konzept angesprochen. Klare Empfehlung!


2019-06-25, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
06.06.2019
innovative, spannende Schatzsuche
7.5nele2505
13.06.2019
Spannender Wettlauf mit der Zeit und schön taktieren kann man auch.

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