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Datenblatt image
ID 17794

STADT DER SPIONE: ESTORIL 1942


cover
andere Namen: City of Spies: Estoril 1942
Jahrgang: 2016

Verlag: Heidelberger Spieleverlag [->]
mesaboardgames [->]
Autor: Gil d'Orey, Antonio Sousa Lara
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2-4

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45-60

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

In Stadt der Spione – Estoril 1942 versuchen zwei bis vier Spieler, das beste Spionagenetzwerk aufzubauen. Dazu begeben sich bis zu sechs eigene Agenten zu diversen Schauplätzen, um dort neue Spione zu rekrutieren.

Regeln

Zunächst werden sechs Schauplätze in einem 2x3 Raster ausgelegt und mit Charaktertafeln (=neue Spione) bestückt. Jeder Spieler erhält sechs Agenten und spielerzahlabhängig drei bis sechs Würfel der eigenen Farbe. Weiterhin werden zufällig vier Auftragskarten gezogen und offen ausgelegt.

Reihum platzieren die Spieler nun sukzessive ihre Spione zusammen mit den Würfeln auf freie Felder der Schauplätze. Die ausgesandten Spione besitzen unterschiedliche Stärkewerte und haben diverse Sonderfähigkeiten. Nachdem alle Spione eingesetzt wurden, werden die Schauplätze in aufsteigender Reihenfolge ausgewertet. Auch innerhalb eines Schauplatzes gibt es eine Reihenfolge, die eingehalten wird. Da bei einigen Schauplätzen die Agenten verdeckt eingesetzt werden, müssen die verdeckten Spione erstmal aufgedeckt werden. Auch die Schauplätze beinhalten verschiedene Sonderfunktionen, die bei der Auswertung berücksichtigt werden müssen. Beispielsweise können in Sto. Antonio do Estoril keine Attentate ausgeführt werden, im Hotel Atlantico erhält jeder deutsche Agent eine Zusatzstärke etc. Einige Agenten können durch Attentate einen fremden Spion von seinem Schauplatz entfernen oder Diplomaten bieten Schutz vor Angriffen usw. Nachdem die Sonderfähigkeiten abgehandelt wurden, werden die Stärkewerte der Agenten in den einzelnen Schauplätzen verglichen. Der höchste Wert gewinnt und der Spieler erhält nun die Charaktertafel des Ortes, d.h. er rekrutiert einen neuen Spion für sein Team. Am Ende einer Runde entscheiden sich die Protagonisten für sechs Spione, die sie im nächsten Durchgang ins Rennen schicken. Die restlichen Agenten werden verdeckt abgelegt.

Das Spiel endet nach der vierten Runde. Nun ermitteln die Spieler die Siegpunkte ihrer ausgewählten sechs Spione. Alle abgelegten Agenten sind jeweils einen Siegpunkt wert. Weiterhin wird in der Schlusswertung überprüft, wer die ausliegenden Aufträge erfüllt hat. Pro Auftrag erhalten die Spieler sechs Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

Meinung

Die Ermittlung und Gegenüberstellung von Stärkewerten hat schon etwas Eigenartiges. Und im Fall von Stadt der Spione – Estoril 1942 macht das durchaus Spaß. Obwohl das Spiel eigentlich relativ einfach ist, verfügt es aufgrund der Sonderfähigkeiten (von Agenten und Schauplätzen) trotzdem über eine gewisse Tiefe. Denn die Fähigkeiten sollten bei der Auswahl der Spione definitiv berücksichtigt werden. Einen Attentäter-Spion nach Sto. Antonio do Estoril zu schicken macht beispielsweise überhaupt keinen Sinn, weil dort keine Attentate ausgeführt werden. Das ist jetzt natürlich ein extrem einfaches Beispiel für die Überlegungen, die beim Entsenden der Agenten zu berücksichtigen sind. Hinzu kommt selbstverständlich die Antizipation, wie die Konkurrenten voraussichtlich agieren werden. Und besonders ein Attentäter kann Gold wert sein und einen wesentlich stärkeren gegnerischen Spion vom Schauplatz nehmen.

Stadt der Spione eignet sich sowohl für Gelegenheitsspieler als auch für Vielspieler. Gelegenheitsspieler schätzen die leichte Zugänglichkeit und die überschaubare Spieldauer (höchstens 90 Minuten), und Vielspieler mögen die Überlegungen, welchen Spion sie am besten an welchen Ort schicken, wobei sie natürlich die Sonderfähigkeiten in ihre Gedankengänge einbeziehen. Und selbst ältere Kinder können Estoril 1942 erfolgreich spielen, wenn sie nicht gerade einen erwachsenen Strategen als Gegner haben.

Die Optik ist reine Geschmackssache und hat in den Testrunden durchaus polarisiert. Jüngere Teilnehmer fanden die Grafik modern, während die älteren Semester das Ganze als ziemlich hässlich einstuften. An der Qualität des Materials gibt es hingegen nichts auszusetzen – die ist richtig gut.

Fazit

Ein alles überragender Überflieger ist Stadt der Spione – Estoril 1942 sicherlich nicht, aber das Spiel steht definitiv deutlich über dem Durchschnitt. Das Ganze macht Spaß und hat aufgrund des modularen Spielaufbaus auch einen relativ hohen Wiederspielreiz. Wer Area-Control-Spiele mag, sollte Estoril 1942 durchaus mal näher unter die Lupe nehmen.


2017-09-15, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7heavywolf
23.06.2017

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