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Datenblatt image
ID 17886

SHEEP & THIEF


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Jahrgang: 2017

Verlag: Pegasus [->]
Autor: Yuichi Sakashita
Grafik: Wee Yee Chong, Tansan & Co.

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2-4

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30

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Sheep & Dieb Cheap & deep Sheep & Thief handelt von Schafen. Vielen Schafen. Und Füchsen -denn das sind die Diebe. Hunde gibt es aber auch. Sie helfen den Schafen. Der wesentliche Unterschied ist aber ein anderer: Die Füchse stellen das interaktive Element diese Mehrpersonen-Solitärs dar.

Regeln

Jeder Spieler erhält ein Tableau mit 4x4 Feldern, auf denen die Karten abgelegt werden können. Links oben befindet sich der heimische Hof, offensichtlich eine Schafzucht. In den drei anderen Ecken liegen fremde Ortschaften, die gerne an das entstehende Wegenetz angeschlossen werden wollen.
 
Jede Runde werden pro Spieler 5 Karten gedraftet, von denen anschließend reihum alle bis auf jeweils eine aus-, bzw. angelegt werden. Wege müssen dabei zwar nicht fortgeführt werden, Flüsse dagegen schon. Durch einige Karten kommen neue Schafe hinzu, andere zeigen einen Fuchs. In solch einem Fall muss Fritz, die Fuchs-Figur auf ein Nachbarfeld laufen -und zwar bei allen Spielern! Trifft er dort auf Schafe, werden diese geraubt und in ein sicheres, eigenes Gatter gesperrt. Dagegen schützt zwar ein Stall, jedoch ist ein solcher nur auf wenigen Karten vorhanden. Und dann sind da noch die Hunde: Mit jedem Hund darf man eine Schafherde auf ein Nachbarfeld bewegen.
 
Nach drei Runden sind alle Plätze bis auf drei Felder abgedeckt und es folgt die Wertung: Jedes Schaf zählt einen Punkt, der längste Fluss noch deutlich mehr (abhängig von seiner Länge). Außerdem gibt es einen Bonus für jede Stadt, die über die Wege von der Farm erreichbar ist. Wird mit der Erweiterung "Schwarzes Schaf" gespielt, kommen zusätzliche Punkte hinzu, je nachdem wie weit sich das Schaf vom Bauernhof entfernen konnte.

Meinung

Im japanischen Original (Japon Brand) wurden die Schäfchen noch durch Wattebällchen repräsentiert und in einer deutlich kleineren (und häßlicheren) Schachtel verstaut. Die Pegasus-Ausgabe ist griffiger und windunempfindlicher, ansonsten aber optisch unverändert. Das etwas kindliche Design ist allerdings auch der größte Kritikpunkt, den sich das Spiel gefallen lassen muss, denn seine Optimierungsmechanismen erfordern einiges an Hirnschmalz und stellen insbesondere Kinder vor größere Herausforderungen.
 
Allerdings ist Sheep & Thief sehr ausgewogen und fehlerunanfällig. So gibt es kaum Wege, die wieder nach Links führen, keine Kreuzungen, keine "brauchbaren" Fluss/Wege-Querungen, kurzum: keine auffällig guten Karten. Das Draften ist somit immer ein Abwägen zwischen halbgaren Ideen und Lösungen, sodass am Ende kein Spieler besonders bevor- oder benachteilt werden kann. Wer am Ende gewinnt, wird allerdings selten durch die Schafe entschieden, sondern meist durch die angeschlossenen Städte.
 
Es ist folglich eine gute Idee, sich auf das Erreichen eines Hauptziels zu konzentrieren. Der Fluss erfordert etwas Kartenglück, blockiert meist aber auch die Wege. Das Schwarze Schaf hingegen wünscht sich viele Hunde. Und die anderen Erweiterungsmodule? Die sind einfach nur zusätzliche Wertungen, die man verwenden kann, um die Wertungskomplexität zu steigern. Einen echten Mehrwert haben sie aber nicht.

Fazit

Mit der Pegasus-Ausgabe von Sheep & Thief können nun auch Schafe-Fans in Deutschland glücklich werden. Das einfache Lege- und Sammelprinzip wird durch die Wertungsmechanismen hinreichend trickreich, und dank Fuchs und Drafting gibt es sogar Interaktion.


2017-05-22, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
08.05.2017
schönes Familienspiel

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