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Datenblatt image
ID 16573

S-EVOLUTION


cover
Jahrgang: 2013

Verlag: Spiel-ou-Face [->]
Autor: Jean-Michel Maman
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2-4

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45-60

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 5.0 von 10
punkte

Score gesamt: 54.0% von 100
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Rezension

Ziel

S-Evolution verbindet die Elemente eines Kartenspiel-Stichspiels mit Ressourcenmanagement. Primäres Ziel ist die Zufriedenstellung der Bevölkerung, doch mit jedem Evolutionsschritt ändern sich deren Ansprüche. Wer schafft die beste Balance zwischen Bedürfnissen und Fortschritt, Bevölkerung und Evolution?

Regeln

Jeder Spieler erhält ein Spielertableau und einen Kartensatz seiner Farbe sowie die dazu passenden Spielfiguren und Marker. Die sechs Fortschrittskarten werden aussortiert. Die verbliebenen 24 Karten werden gemischt und als verdeckter Nachziehstapel bereitgelegt. Die Spieler starten auf Feld Zwei der Bevölkerungsleiste. Ressourcen besitzen die Spieler zu Beginn nicht.

S-Evolution verläuft über sechs Runden, die aus verschiedenen Phasen bestehen. Zuerst ziehen die Spieler die obersten vier Karten ihres Nachziehstapels und ergänzen die Kartenhand durch die Fortschrittskarte des aktuellen Zeitalters. Mit den Handkarten versuchen die Spieler nun, Stiche zu gewinnen. Mit gewonnenen Stichen treiben sie ihren Fortschritt voran und erhalten Ressourcen. Hinsichtlich des Ausspielens modifizieren sich die Regeln von Zeitalter zu Zeitalter. Nach dem letzten Stich der laufenden Runde dürfen sie Spieler reihum Aktionen durchführen. Zunächst werden ggf. Katastrophen und Einnahmen abgehandelt. Anschließend müssen die Bedürfnisse der Bevölkerung befriedigt werden, um auf der Evolutionsleiste voranzuschreiten und Siegpunkte zu bekommen. Nicht erfüllte Bedürfnisse führen ab dem dritten Zeitalter zu Bestrafungen. Abschließend können die übrigen Ressourcen für Verwaltungsaktionen verwendet werden (z.B. Bevölkerung erhöhen, Weiterentwicklung auf der S-Evolutionsleiste oder Gebäude auf der Wertungstafel besetzen).

Das Spiel endet nach der sechsten Runde. Die Spieler erhalten nun noch Boni für gemachte Fortschritte. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat dann gewonnen.

Meinung

Die Kombination aus Karten-Stichspiel mit Ressourcenmanagement, Workerplacement und Zivilisationsaspekten ist erstmal innovativ und absolut lobenswert. Die zugrunde liegende Idee ist klasse und originell. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie diese Prinzipien in der Praxis miteinander harmonisieren und bei den Spielern ankommen. Um diese Frage zu beantworten, sollte zunächst das angesprochene Spielerklientel eruiert werden. Und aufgrund der eingangs geschilderten Kombination kann das eigentlich nur die Gruppe der Vielspieler sein. Aber Vielspieler mögen bekanntlich nicht unbedingt einen hohen Glücksfaktor, und genau dieser ist bei S-Evolution gegeben. Das Ziehen der obersten vier Karten vom Nachziehstapel ist pures Glück, und bereits in dieser Phase kann sich unter Umständen ein Spieler massiv absetzen. Natürlich fehlen die starken Karten in späteren Runden, aber die Vorteile überwiegen dennoch. Insofern dürften die meisten Vielspieler ihre Stirn runzeln und weniger begeistert sein.

Die Spielanleitung ist gut strukturiert, aber nicht unbedingt fehlerfrei übersetzt. Neben (unwichtigen) Rechtschreibfehlern haben sich auch inhaltliche Unplausibilitäten eingeschlichen. Das haben im Nachhinein auch die Autoren erkannt und eine entsprechende Korrekturinfo bei BoardgameGeek hochgeladen. Dort gibt es übrigens auch eine Datei mit Beispielen für eine komplette Runde, die der Original-Anleitung auch gut zu Gesicht geständen hätte.

Aufmachung und Grafik sind zweckdienlich, aber nicht besonders hübsch. Die Spielfiguren aus Holz sind identisch mit den altbekannten Mensch ärgere Dich nicht Pöppeln, und damit schürt man zweifellos negative Vorurteile bei Vielspielern. Die Tableaus sind hingegen gelungen, wenngleich sie ein bisschen dicker hätten sein können.

Fazit

Alles in allem ist S-Evolution ein ordentliches Spiel, sofern die Spieler mit einem hohen Glücksfaktor leben können. Die Grundidee ist super, aber bei der Umsetzung gibt es leider noch viel Luft nach oben.


2014-10-03, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
5heavywolf
01.10.2014

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