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Datenblatt image
ID 15653

ROME & CARTHAGE


cover
Jahrgang: 2012

Verlag: Grosso Modo Editions [->]
Autor: Jean-René Vernes
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2-4

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60

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 6.8 von 10
punkte

Score gesamt: 57.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Rom, Byzanz, Karthago und Alexandria – vier Supermächte, die um ihr Imperium bangen müssen. Denn die Gegner rüsten auf und Krieg liegt in der Luft. Wer wird der neue Herrscher über den Mittelmeerraum?

Regeln

Rome & Carthage wird als Duell (Zweierspiel) oder in Teams gespielt. Im Spiel zu zweit erhalten die Duellanten jeweils zwei Völker, im Spiel zu viert bekommt jeder ein Imperium und im Dreierspiel spielt einer mit zwei Völkern und die beiden anderen mit einem Volk. Zu Beginn werden die Armeen auf dem eigenen Land platziert und jeder Spieler erhält ein identisches Set aus Start-Ressourcenkarten. Weiterhin stehen jedem Spieler zwei Spezialkarten zur Verfügung, die aber nur einmal während des gesamten Spiels eingesetzt werden können.

Der aktive Spieler zieht eine Karte vom verdeckten Nachziehstapel. Danach kann er eine Spezialkarte spielen, wenn er dies möchte. Anschließend wird eine Armee bewegt und in der Regel ein Kampf ausgetragen. Zieht der aktive Spieler mit einer seiner Armeen in eine Stadt ein, die vom Gegner besetzt ist, kommt es zum Kampf. Die beiden Streithähne wählen geheim zwei Handkarten aus und legen sie dann gleichzeitig offen. Der höhere Gesamtwert gewinnt und vernichtet die gegnerische Armee. Allerdings kommt es bei der Kampfwertermittlung auch darauf an, mit welcher Art von Armee gekämpft wird. Ein Elefant verdoppelt die eigene höchste Karte gegenüber gegnerischen Land-Armeen. Der Streitwagen verdoppelt die eigene niedrigere Karte gegenüber allen fremden Armeen. Ein kombinierter Kartenwert von 2 stellt einen Spion dar. In diesem Fall darf sich der ausspielende Kämpfer die ausgewählten Karten des Mitspielers vorab ansehen und seine eigenen ausgespielten Karten austauschen. Nach jedem Kampf werden die ausgespielten Karten auf den Ablagestapel geworfen.

Wird die Hauptstadt eines Gegners besetzt, darf dieser bei jedem Kampf nur noch eine Karte spielen. Mit Einsatz der Spezialkarte Aufstand des Volkes kann eine besetzte eigene Stadt befreit werden. Die gegnerische Armee wird also eliminiert. Mit der Spezialkarte Verrat des Generals kann eine fremde Armee bewegt werden. Beide Spezialkarten sind aber wie gesagt nur einmal im Spiel einsetzbar. Das Spiel endet, wenn die beiden Hauptstädte des Gegners eine Runde lang besetzt sind oder sobald alle gegnerischen Armeen besiegt wurden.

Meinung

Die Beurteilung von Rome & Carthage ist gar nicht so einfach, denn fairerweise sollte auch das Entstehungsjahr dieses Spiels berücksichtigt werden. Und dieses „Geburtsjahr“ ist sage und schreibe 1954. Für diese Zeit war das Spiel zweifellos ein Meilenstein, der seiner Konkurrenz meilenweit voraus war. Wäre diese Ludoversum-Rezension damals veröffentlicht worden, so wäre das Review definitiv eine Lobeshymne geworden. Aber bekanntlich leben wir nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart. Und heutzutage muss sich Rome & Carthage mit etlichen moderneren Top-Strategiespielen bzw. Kriegsbrettspielen messen. Hat die Klasse dieses Spiels mehr als ein halbes Jahrhundert überdauert? Die Antwort lautet „jein“. Mit Sicherheit ist Rome & Carthage immer noch ein gutes Spiel, aber für die obersten Regionen der heutigen Zeit reicht es leider nicht mehr. Die Spezialfähigkeiten der Karten sind zwar die Würze des Spielmechanismus, aber ansonsten merkt man dem Spiel doch ein bisschen den antiquarischen Touch an.

Das potentielle Klientel von Rome & Carthage ist sowohl die Gruppierung der Vielspieler als auch die Masse der ambitionierten Gelegenheitsspieler. Allerdings ist für die Vielspieler anzumerken, dass die Komplexität (aus heutiger Sicht) nicht besonders hoch angesiedelt ist. Nichtsdestotrotz können auch erfahrene Spieler ab und zu auf diesen Klassiker zurückgreifen. Familien und Gelegenheitsspieler dürften mit dem Regelwerk keine Probleme haben und dem Spiel ebenfalls Gefallen abgewinnen.

Positiv hervorzuheben sind noch die Spielvarianten, die zwar den allgemeinen Mechanismus nicht tangieren, aber immerhin die Strategien beeinflussen. Rome & Carthage funktioniert in allen Konstellationen, wobei die Dreierkonstellation für den Einzelspieler vielleicht sogar ein Vorteil ist (vor allem dann, wenn sich das gegnerische Team nicht auf eine einheitlich abgestimmte Taktik einigen kann).

An der Aufmachung und der Illustration gibt es nicht viel auszusetzen. Rome & Carthage ist sicherlich kein optischer Leckerbissen, aber auch heutzutage gibt es unzählige Spiele, die schlechter illustriert und verarbeitet sind. Alles in allem kann somit durchaus eine Weiterempfehlung ausgesprochen werden, wenngleich diese nicht unumschränkt gemeint ist.

Fazit

Zum Zeitpunkt der ersten Veröffentlichung war Rome & Carthage zweifelsohne ein innovatives Highlight. Heute gehört es immer noch zu den guten Spielen, und das verdient höchsten Respekt.


2013-06-03, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
6.5heavywolf
30.04.2013
7flulalu
25.08.2014

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