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Datenblatt image
ID 17685

QUADROPOLIS


cover
Jahrgang: 2015

Verlag: Days of Wonder [->]
Autor: Francois Gandon
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2-4

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30-60

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Quadropolis -eine hässliche, quadratische Stadt nach amerikanischem Vorbild, ein Mannheim auf dem Spieltisch... ja, liebe angehende Bürgermeister, genau sowas wollt ihr jetzt bauen. Aber keine Angst, ihr braucht euch nicht um die Baukosten kümmern, denn hier läuft eh alles unter der Hand. Apropos amerikanisches Vorbild: Die zu errichtenden Gebäude werden gedraftet. Genial, was? Und jetzt viel Spaß, ihr Nichtwähler!

Regeln

In jeder der vier Runden wird die Baustelle mit 5x5 zur Verfügung stehenden Gebäuden gefüllt. Es gibt sechs verschiedene Typen: Hochhäuser (gelb, stapelbar, Wert wachsend mit errichteter Höhe), Geschäfte (lila, Wert abhängig von darauf platzierter Kundenzahl), Bürgerämter (türkis, Wert abhängig von der Anzahl verwalteter Bezirke), Parks (grün, Wert abhängig von der Anzahl benachbarter Hochhäuser), Fabriken (rot, Wert abhängig von benachbarten Geschäften und Häfen) und Häfen (blau, Wert abhängig von Häfenanzahl in Reihe/Spalte).
 
Jedem Spieler stehen fünf Architektenplättchen mit den Zahlen 1 bis 5 zur Verfügung, mit denen man sich einmalig auf der Baustelle bedienen kann. Der Architekt wird dazu an eine Reihe oder Spalte angelegt und das Plättchen genommen, das so weit vom Architekten entfernt ist, wie seine Zahl angibt. Bereits besetzte Architektenplätze dürfen ebensowenig erneut benutzt werden, wie die vom Nachbarspieler unmittelbar zuvor ausgewählte Zeile und Spalte. Das neue Gebäude wird in einer Reihe oder Spalte des eigenen Stadtvierteltableaus abgelegt, die ebenfalls dieselbe Nummer tragen muss.
 
Neue Gebäude liefern meist neue Einwohner (blaue Meeples) oder Energiemarker (rote Steine), die jederzeit beliebig umverteilt werden können und zum "Aktivieren" der meisten Gebäude erforderlich sind. Nur die aktivierten liefern am Ende Punkte. Überschüssige Energie sorgt zwar für Punktabzug, jedoch stellen Parkanlagen gute Puffermöglichkeiten dar. Bei der Expertenvariante wachsen Bauflächen und Rundenzahl um 25%, Monumente und Bürotürme können errichtet werden und die Wertung wird entsprechend etwas umfangreicher.

Meinung

Etwas blasse, aber doch klare Farben prägen das Bild der neu entstehenden Metropolen, die jeden angehenden Stadtplaner vor eine Herausforderung stellen. Wie gut, dass hierbei keine Verkehrsprobleme zu lösen sind und man sich in Ruhe auf die wirtschaftliche Optimierung konzentrieren kann. Allzu groß fallen die strategischen Planungsmöglichkeiten aber nicht aus, denn jeder Spieler verändert die Auslage und blockiert stets neue Zeilen und Spalten. Bei voller Besetzung kann es daher auch mal etwas länger dauern, wenn bei den einzelnen Zügen länger gegrübelt wird. Zu viert kann es aber auch passieren, dass der Letzte mit seinem letzten Architekten kein nützliches oder sinnvolles Plättchen mehr erhalten kann. Gemeine Gegner achten auf so etwas und spielen gegebenenfalls auch gerne mal destruktiv -besonders erfreulich sind solche Momente für den Betroffenen natürlich nicht. Die Expertenvariante bietet hier mehr Freiheiten, dauert aber aufgrund der Extrarunde auch etwas länger.
 
Doch von solchen Details sollte man sich nicht abschrecken lassen. Am besten ignoriert man die Auslagen der Mitspieler komplett und kümmert sich ausschließlich um seinen eigenen Kram, denn da gibt es genug zu überlegen. Baue ich möglichst hohe Hochhäuser? Oder versuche ich lieber, eine starke Industrie mit vielen Häfen aufzubauen? Wie ernst nehme ich den Umweltschutz? Und wie lege ich so, um bei den Folgezügen noch möglichst flexibel zu sein, sowohl hinsichtlich freier Plätze, als auch verfügbarer Gebäude und Nummern? Zu allem Überfluss muss auch noch darauf geachtet werden, den Bedarf von Energie und Arbeitern rechtzeitig zu decken, um am Ende auch alle Gebäude werten zu können. Wer beispielsweise viele Hochhäuser errichtet, vermehrt zwar seine Bevölkerung, läuft aber Gefahr, Opfer eines großen Stromausfalls zu werden.

Fazit

Dass Quadropolis für manche wie eine sterile Solitär-Optimierungsaufgabe wirken soll, ist ein Gerücht. Der vollständige Aufbau eines ganzen Stadtbezirks ist immer wieder spannend, die Zeilen- und Spaltenjongliererei das Alleinstellungsmerkmal von Quadropolis.  Wer ein Suburbia (Lookout/Bezier) einem Machi Koro vorzieht, sollte sich auch für Mannheim die quadratische Stadt begeistern können.


2016-10-21, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
07.10.2016
Städtebau auf amerikanisch

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