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Datenblatt image
ID 14593

PANIC STATION


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Jahrgang: 2011

Verlag: Pegasus [->]
White Goblin Games [->]
Autor: David Ausloos
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4-6

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 6.8 von 10
punkte

Score gesamt: 57.5% von 100
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Rezension

Ziel

Die Raumstation Recon-6 wurde von fremdartigen Parasiten übernommen. Da die Station teuer war, wird sie aber nicht gleich gesprengt. Stattdessen erhält ein mutiges Rettungsteam den Auftrag, die Station zu säubern und das Nest der Parasiten zu vernichten. Und dieses Team seid ihr. Dumm nur, dass es nicht lange dauert, bis sich auch der erste von euch infiziert hat...

Regeln

Die Spieler sind reihum am Zug, wobei der jeweilige Startspieler am Ende einer Runde ein zweites Mal agieren darf. Jeder steuert gleich zwei Personen: einen mit einem Flammenwerfer ausgerüsteten Soldaten sowie einen herkömmlich bewaffneten Androiden. Diesen beiden Typen kommen unterschiedliche Aufgaben zuteil: Androiden schießen bevorzugt auf immer wieder auftauchende Parasiten, wohingegen Flammenwerfer zur Beseitigung des Nestes erforderlich sind.

Je nach Gesundheitszustand stehen jedem Charakter ein oder zwei Aktionspunkte zur Verfügung, die nicht nur zum Bewegen, Schießen oder Heilen eingesetzt werden können. Mit ihnen werden auch neue Räume entdeckt (was durch das Aufdecken einer Karte geschieht, die benachbart angelegt werden kann), Ausrüstungen aufgenommen und angewendet. Doch was genau nun aufgenommen wird, erfährt der Spieler erst, wenn er die entsprechende Karte gezogen hat -was früher oder später zu einer direkten Infektion eines Spielers führt. Für diesen lautet das Ziel ab sofort: Verhindere die Vernichtung des Nestes.

Da jedes Mal, wenn zwei Figuren denselben Raum betreten, eine Handkarte zwischen den beiden Spielern ausgetauscht werden muss, können auf diese Weise Mitspieler ebenfalls infiziert werden. Für diese gilt dann grundsätzlich das Gleiche, wie für den ersten Wirt. Einzige Ausnahme: Sollte es gelingen, alle Spieler zu infizieren, verliert der zuletzt angesteckte die Partie.

Um eine Infektion zu vermeiden, genügt es beim Tausch einen Benzinkanister zu überreichen. Jedoch werden davon gleich drei Stück benötigt, um das Nest (sofern der Raum denn schon gefunden wurde) zu vernichten. Erschwerend kommt hinzu, dass nach jeder Runde auch eine Bewegung der aufgetauchten Parasiten(plättchen) erfolgt, die sich mit Vorliebe auf die Teammitglieder stürzen und ihre Lebenskraft reduzieren.

Damit nun nicht komplett im Dunklen getappt werde muss, besteht die Möglichkeit, per Computerterminal (=eine Aktion) einen Thermoscan durchzuführen. Damit erfahren alle Spieler, wie viele von ihnen bereits infiziert sind -aber eben nicht wer. Sollte es gelingen das Nest zu vernichten, gewinnen alle Nichtinfizierten. Andernfalls die Infizierten.

Meinung

Waffen schultern, rein und Aliens abballern -das funktioniert hier nicht. Die größte Gefahr droht nämlich durch die Mitspieler, weshalb jede Aktion von ihnen argwöhnisch betrachtet werden sollte. Höchstwahrscheinlich ist bereits zu Beginn der erste Spieler infiziert, da ungefähr zwei Drittel der Ausrüstungsgegenstände zum Start verteilt werden.

Als Infizierter sucht man natürlich die Nähe der Teamkollegen, um ihnen lustige Infektionskarten in die Hand zu geben. Wer dies zu auffällig macht, braucht sich aber auch nicht wundern, wenn er plötzlich von allen Seiten beschossen wird. Durch vorsichtiges Agieren lässt sich meist ohnehin viel größerer Schaden anrichten, beispielsweise durch das Anlegen und Ausrichten von Räumen. Noch viel wichtiger (und spaßiger) ist jedoch das mehr oder weniger begründete Verdächtigen der Mitspieler! Frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ empfiehlt es sich, bei erstbester Gelegenheit einen Kollegen zu beschuldigen, infiziert zu sein. Das schafft Luft, das lenkt vom eigenen Verhalten ab. Und wenn sich dann irgendwann mal eine unauffällige Gelegenheit ergibt, gelingt vielleicht auch eine weitere Infektion ohne Probleme. Hey, ich muss ja da lang, um die Parasiten abzuschießen, oder?

Fazit

Paranoides Rollenspiel in einer nahezu verlassenen Raumstation: Panic Station sorgt mit seiner großartigen Atmosphäre dafür, dass bis zum Ende Höchstspannung herrscht. Da jeder Zug jedes Mitspielers beobachtet und analysiert werden muss, gibt es keine Pausen -für niemanden. Und sollte doch gerade mal nichts Handfestes zu sehen sein, kann ja immer noch grundlos verdächtigt und beschimpft werden. Das macht schließlich am meisten Spaß.


2012-11-05, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
9cp
16.10.2012
Hängt natürlich stark von den Mitspielern ab...
8Daniel_ms
27.10.2012
Kann nur in der richtigen Gruppe Spass machen. Dann aber richtig. Gerne wieder.
5fonzerella
16.04.2013
Die Paranoia, die bei Battlestar Galactica so gekonnt hervorgerufen wird, schafft dieses Spiel leider nicht zu erwecken. Im Ganzen wirkt es etwas unausgegoren und schreit nach Hausregeln
5gaulhuber
17.07.2013

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