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Datenblatt image
ID 17046

NEPTUN


cover
Jahrgang: 2014

Verlag: Queen Games [->]
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3-5

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45

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Bei Neptun schlüpfen die Spieler in die Rollen von römischen Händlern, die mit ihren Schiffen verschiedene Städte und Tempel mit Waren versorgen. Wer erfüllt die lukrativsten Aufträge und gewinnt das Spiel durch die meisten Anerkennungspunkte?

Regeln

Der Spielplan wird in die Mitte gelegt und durch Entfernungsplättchen auf dem Seebereich komplettiert. Die Punkteplättchen der ersten Runde werden auf den entsprechenden Tempeln verteilt. Die Plättchen der zweiten und dritten Runde werden ebenso wie die Bonusplättchen neben dem Spielfeld bereitgelegt. Nun werden noch verdeckte Stapel aus Städte-, Waren- und Ruderkarten gebildet. Der Windwert wird eingestellt und jeder Spieler erhält das Material in seiner Spielfarbe.

In der ersten Phase einer Runde werden zunächst die Aufträge zusammengestellt. Von den drei Kartenstapeln werden abhängig von der Spielerzahl diverse Karten rechts neben dem jeweiligen Stapel ausgelegt. Der aktive Spieler deckt das erste Set auf, d.h. die jeweils erste Städte-, Waren- und Ruderkarte. Jetzt kann er sich entscheiden, diesen Auftrag anzunehmen oder das nächste Set aufzudecken. Angenommene Aufträge müssen anschließend an eine Position des eigenen Auftragsstreifens platziert werden. Auf diese Weise werden reihum sukzessive je fünf Aufträge angenommen. Die Position gibt vor, in welcher Reihenfolge die Aufträge erfüllt werden müssen. Ein Auftrag gilt als erfüllt, wenn die Warensorte des Sets im Zug des aktiven Spielers in die entsprechende Stadt gebracht wird. Die Ruderkarten geben dabei in Kombination mit dem Windwert vor, wie viele Seemeilen die Spieler mit ihren Schiffen fahren dürfen. Pro Goldmünze kann eine zusätzliche Meile hinzugekauft werden. Bei erfüllten Aufträgen ziehen die Spieler ihren Spielstein im entsprechenden Tempel vor. Nach dem fünften Durchgang einer Runde erfolgt eine Wertung. Der Spieler mit den meisten Punkten in einem Tempel erhält das Punkteplättchen; in der zweiten und dritten Runde bekommen auch die Zweit- bzw. Drittplatzierten ein Plättchen mit niedrigerem Wert. Konnte ein Spieler in einer Runde alle fünf Aufträge erfüllen, erhält er ein Bonusplättchen, welches zwei Anerkennungspunkte wert ist.

Das Spiel endet nach der dritten Runde. Nun zählen alle Spieler ihre erhaltenen Punkte- und Bonusplättchen zusammen und der Spieler mit den meisten Punkten hat dann gewonnen.

Meinung

Neptun ist ein schönes und gelungenes Familienspiel, das sich in erster Linie für Gelegenheitsspieler eignet. Aber auch Vielspieler, die nicht unbedingt höchste Komplexität erwarten, dürften durchaus Spaß daran haben. Denn der Schwierigkeitsgrad hält sich sicherlich in überschaubaren Grenzen, was auch an der berechtigten Altersempfehlung ab acht Jahren deutlich wird. Nichtsdestotrotz ist Neptun kein Spiel für Dumpfbacken. Bei der Auswahl der Aufträge in Verbindung mit deren anschließender Positionierung auf dem Auftragsstreifen ist eine gute Planung äußerst wichtig. Das Hauptaugenmerk liegt dabei sicherlich auf der geografischen Lage der Zielstadt, aber auch der Ruderwert darf keinesfalls unterschätzt werden. Denn was nutzt der lukrativste Auftrag, wenn die Zielstadt nicht erreicht wird. Abgelegene Städte sollten daher unbedingt an die letzte Position des Auftragsstreifens gelegt werden, damit sich das Schiff in den vorherigen Durchgängen langsam aber sicher darauf zubewegen kann.

Glück spielt bei Neptun zweifellos eine relativ große Rolle. Wer beim Aufdecken der Aufträge Glück hat, erwischt eine optimale Route bei der vielleicht sogar eine Stadt gleich zweimal in einer Runde beliefert wird. Das wäre natürlich genial, denn im entsprechenden Durchgang kann man dann seine schwächste Ruderkarte einsetzen bzw. abwerfen und sich die starken Ruderkarten für die nächsten Ziele aufheben. In der ersten Runde ist sogar zu überlegen, ob man nicht primär auf Goldtempel setzen sollte, um mit viel Geld (investiert in zusätzliche Seemeilen) in den Folgerunden die wertvolleren Punktetempel anzusteuern. Denn die Wertigkeit der oberen Punkteplättchen steigt von Runde zu Runde. Diese Strategie kann klappen, muss aber nicht ;-)

Optisch bietet Neptun gute Kost, wie man es von Queen Games gewohnt ist. Auch wenn die Aufmachung definitiv nicht an eine Hochglanzillustration á la Michael Menzel heranreicht, hat der Verlag in Hinblick auf das Spielmaterial eigentlich nie enttäuscht. Insofern reiht sich Neptun nahtlos in das Konzept des Verlags ein, was übrigens auch für das Spielerklientel und den Spielspaß gilt. Fast alle Queen Games Brettspiele waren gute Veröffentlichungen, die aber nicht ganz an die oberste Elite anschließen konnten. Eine überragende Ausnahme war Fresko, das ein grandioses Spiel war und das auch heute noch zu den „Alltime-Faves“ vieler Spieler gehört. Neptun hingegen ist oberes Mittelmaß. Zu mehr reicht es leider nicht, da sich das Schema nie ändert und der Abwechslungsreichtum auf Dauer limitiert ist.

Fazit

Alles in allem ist Neptun zweifellos ein gutes und gelungenes Brettspiel, das vor allem Familien und Gelegenheitsspielern weiterempfohlen werden kann. Punkteabzüge gibt es für den eingeschränkten Wiederspielreiz, doch für unregelmäßige Partien ist Spielspaß zweifellos vorhanden und auf sehr ordentlichem Niveau angesiedelt.


2015-02-04, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7heavywolf
17.01.2015
5cp
19.01.2015
hohes Zufallselement, aber wenigstens schön aufgemacht

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