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ID 12426

MYSTERY RUMMY #2: EDGAR ALLAN POE - MORD IN DER RUE MORGUE


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Pegasus [->]
Autor: Mike Fitzgerald
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2-4

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Material: hochwertig
Komplexität: gering
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.6% von 100
score
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Rezension

Ziel

In der Mystery Rummy Serie werden klassische Kriminalfälle mit den Kartenspielmechanismen des Rommé kombiniert. Der zweite Fall der Serie beschäftigt sich mit dem von einem Orang Utan durchgeführten Doppelmord, der seinerzeit von Edgar Allan Poe verfasst wurde.

Regeln

Das Grundprinzip gleicht dem klassischen Rommé: Wahlweise vom verdeckten Nachzieh- oder vom offenen Ablagestapel eine Karte nehmen, eventuell Karten aus- oder anlegen und schließlich noch eine abwerfen. Da in allen Farben nie mehr als fünf Karten vorhanden sind ist sichergestellt, dass stets nur ein Spieler Karten einer einzelnen, Hinweise zum Mordfall zeigenden Spielfarbe vor sich auslegen kann. Die meisten Farben sind zudem paarweise miteinander verknüpft und ergänzen sich somit thematisch. Wem es gelingt, beide zueinander gehörigen Farben auszulegen, sammelt am Ende damit Sonderpunkte.

Neben den 49 Hinweiskarten sind auch ein Dutzend besonderer Ereignisse im Spiel, von denen pro Zug nur höchstens eins ausgespielt werden darf. Mit „Dupins Hilfe“ können zusätzliche Karten gezogen, gesucht beziehungsweise in einer Viererpartie mit dem Partner ausgetauscht werden. „Brillante Folgerungen“ bringen viele Extrapunkte, dürfen aber erst ausgelegt werden wenn beide dazugehörigen Hinweisfarben bereits „gemeldet“ wurden.

Und auch der Täter selbst ist im Spiel, der Orang Utan. Jedes Mal wenn ein Hinweis gemeldet wird (also drei oder mehr Karten ausgelegt werden), darf die oberste Karte des Nachzieh- oder Ablagestapels unter den Affen gelegt werden. Gelingt es einem Spieler alle seine Handkarten loszuwerden bevor der Nachziehstapel das erste Mal aufgebraucht ist, gilt der Affe als gefangen. Seine gesammelten Karten werden soweit möglich dann noch ausgelegt. Gelingt dies erst im zweiten Durchlauf, konnte der Affe flüchten und sammelt keine Karten mehr.

Pluspunkte gibt es entsprechend den Werten der ausliegenden Karten, Handkarten sorgen für Punktabzug. Karten die zu ausliegenden Meldungen gehören, dürfen zuvor aber noch abgeworfen werden. Es werden so viele Partien gespielt, bis ein Spieler 100 Punkte in Summe sammeln konnte.

Meinung

Während Rommé nicht gerade als abwechslungsreiches oder schönes Kartenspiel bezeichnet werden kann, schlägt der Doppelmord-Fall ein ganz anderes Kapitel auf. Die ansprechend gestalteten und sehr stabilen Hochglanz-Karten sind in einem buchartigen Schuber untergebracht. Man weiß bei Mystery Rummy daher von Anfang an, dass man ein hochwertiges Produkt in den Händen hält. 

Und das Schönste daran ist: Auch das Spiel enttäuscht die dadurch gestiegene Erwartungshaltung nicht! Was für zwei Spieler bei Rommé langweilig ist, ist im Doppelmord-Fall abwechslungsreich und trotz aller Glücksmomente immer interessant. Denn die Spieler haben tatsächlich mehr Möglichkeiten als nur ziehen und abwerfen. Zum Beispiel durch den Punktebonus für Meldungspaare. Darauf kann zum einen aktiv spekuliert und zum anderen durch Beobachtung des Gegners ganz gezielt abgeworfen werden. Denn wer bereits zwei Karten einer Farbe auf der Hand hält, kann den Mitspieler sowohl ordentlich behindern, als auch ihm „Futter“ vorwerfen wenn er daran gehindert werden soll vom Nachziehstapel zu ziehen. Das macht zum Beispiel dann Sinn, wenn der liebe Mitspieler noch genau drei Karten auf der Hand hält und auf eine fehlende Karte wartet. Greift er bei einem solchen Angebot zu, bleibt ihm nur noch die Alternative, seine Karten einzeln loszuwerden. 

Ein ganz anderer Schauplatz ist der Orang Utan. Dort gesammelte Karten werden angelegt – am besten also viele eigene Farben dort hinwerfen. Und solche, die dem Gegner helfen könnten. Und die, mit denen ein kompletter Dreier fertig wird –wenn man selbst gedenkt das Spiel zu beenden. 

Zu viert wird in Teams gespielt und etwas weniger dem Affen gegeben. Stattdessen werden zwischen den Teampartnern Karten getauscht, was auch gleichzeitig die einzige Möglichkeit der Interaktion ist. Denn die Teampartner sitzen sich gegenüber und bieten ihre abgeworfenen Karten somit immer nur dem Gegner an. Während Zweierpartien manchmal nur drei Spiele dauern, hängt in Teamspielen viel vom Zusammenspiel der beiden Partner ab. Das erhöht zwar leicht die Spieldauer, macht aber umso mehr Spaß.

Fazit

Der zweite Fall des Mystery Rummys ist eine gelungene Rommé-Variante, die sowohl zu zweit und dritt gut spielbar ist, als auch im Team mit vier Teilnehmern jede Menge Spaß macht. Die hohe Materialqualität garantiert auch bei einer hohen Beanspruchung eine nur geringe Abnutzung und sorgt dafür, dass die Akte Orang Utan immer wieder mal geöffnet wird.


2009-10-05, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7niggi
28.09.2009
7cp
28.09.2009
definitiv eine der sch?nsten Romme-Varianten ?berhaupt
7MarkusB
16.05.2013

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