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Datenblatt image
ID 13620

KINGS & THINGS


cover
Jahrgang: 2010

Verlag: Pegasus [->]
Autor: Tom Wham
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2-4

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60-180

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ab 12


Material: hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: hoch
Einfluss: hochf5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

In der wundersamen Welt von Kings & Things („Könige und Dinge“) leben allerlei Wesen in vielfältigen Landschaften, überall gibt es magische Gegenstände und mehrere Landadlige errichten fleißig ihre Kastelle und Burgen. Merkwürdigerweise haben alle diese Adligen jedoch die Ambition, König der kleinen Welt zu werden. Und so statten sie sich mit mythischen Tieren und tapferen Helden aus und schrecken auch nicht davor zurück, ihre Kontrahenten zu täuschen und über ihre wahre Kampfstärke im Unklaren zu lassen, bevor sie über sie herfallen…

Regeln

Das Spielfeld wird durch sechseckige Geländefelder erstellt, die ein wenig an die Siedler von Catan erinnern. Es gibt sieben verschiedene Geländeformen (Dschungel, Eiswüste,…), denen sämtliche Kreaturen zugeordnet sind. Jedes Wesen kann in seiner Heimatregion existieren und kämpfen, oder aber mit dem Lord seiner Region mitziehen, der sich automatisch um die Versorgung kümmert. Da sämtliche Kreaturenplättchen meist jedoch verdeckt auf den Feldern liegen, können die Spieler damit auch bluffen und sie praktisch überall hin ziehen. Erst wenn sie aufgedeckt werden (müssen), entscheidet sich ob die Viecher auch versorgt werden. Wenn nicht, handelt es sich dabei um „Scheinwesen“ –dann werden sie sofort aus dem Spiel entfernt.

Meist befinden sich die Kreaturenplättchen jedoch zusammen mit allerlei Ereignissen, Magie- und Einkommensmarkern, Städten und Dörfern im allgemeinen „Dingebeutel“. Aus diesem Säckchen ziehen die Spieler in jeder Runde Nachschub, abhängig von der Größe ihrer kontrollierten Ländereien.

Helden (Geländelords, Meisterdieb u.a.) sind dagegen keine Dinge, sie müssen separat angeworben werden und haben besondere Eigenschaften. Jeder Held besitzt einen Kampfwert, der verdoppelt das Würfelziel bestimmt, das mit zwei Würfeln zum Anwerben erreicht werden muss. Dies lässt sich jedoch mit Gold reduzieren, das die Spieler durch ihre Festungen, Einkommensmarker (z.B. Goldmine) und manche Helden erhalten. Allerdings gibt es nur 8 doppelseitig bedruckte Plättchen für die 16 verschiedenen Helden, sodass immer nur eine begrenzte Auswahl zur Verfügung steht. Scheiden Helden kampfbedingt aus, werden sie zum Vorrat zurück gelegt –und umgedreht.

Gold wird aber auch benötigt, um Festungen zu errichten. Auf freien Feldern dürfen Türme gebaut und diese später zu Kastellen, Burgen oder gar einer Zitadelle ausgebaut werden. Um das Spiel zu gewinnen und sich zum König krönen zu lassen, muss eine Zitadelle errichtet und eine Runde lang gehalten werden.
Um ein Geländefeld zu erobern, müssen Kämpfe ausgetragen werden –auch gegen neutrale Regionen, die durch eine zufällige Zahl Verteidiger beschützt werden. Die Einheiten sind in drei Stufen klassifiziert, die die Kampfreihenfolge vorgeben. Zuerst kämpfen alle magischen Kreaturen, dann diejenigen mit Fernkampfwaffen und schließlich die Nahkämpfer. Entfernte Einheiten landen –wie immer- gleich wieder im Dingebeutel.

Meinung

Mörderpinguine und Babydrachen bevölkern das merkwürdige Land, das mit Catan so gut wie nichts gemeinsam hat. Das Konzept des Dingebeutels ist witzig und erinnert –wie das gesamte Design- ein wenig an Munchkin. Auch hier endet der Vergleich bereits an dieser Stelle, denn Kings & Things ermöglicht den Thronanwärtern weit mehr Handlungsspielraum und taktische Möglichkeiten. Natürlich gibt es einen nicht zu unterschätzenden Zufallsfaktor beim Dingeziehen aus dem Beutel. Natürlich gibt es starke und schwache Plättchen. Und natürlich gehört auch Würfelglück dazu. Aufgrund des starken Gesetzes der großen Zahlen, der vielfältigen Bluffmöglichkeiten und des Goldeinsatzes gleicht sich dies jedoch aus.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich (mindestens) einen Geländelord zuzulegen. Am besten den, von dessen Typ sich die meisten Kreaturen unter Kontrolle befinden. Damit wird dann eine bewegliche Armee gebildet, die stark genug sein sollte, um überall erfolgreich unterstützen zu können. Für den Einsatz der strategisch wichtigen Flugwesen empfiehlt sich ein wenig Erfahrung, denn diese können zwar für überraschende Unterstützung aus weiter Ferne sorgen, jedoch auch abgefangen werden.
Kings & Things lässt sich im Prinzip auch zu zweit spielen, dann ist jedoch verhältnismäßig früh klar, wer die Partie gewinnen wird. Zu dritt oder viert lässt sich viel besser bluffen. Einziger Kritikpunkt am Spielsystem: die hohe Spieldauer.

Die Pegasus-Neuauflage von 2010 ist regeltechnisch unverändert, mit einem frischen Design versehen und bietet endlich Übersichtstafeln für alle.

Fazit

Endlich ist Kings & Things wieder da, noch dazu in modernem Design. Während sich Besitzer der alten Auflage beruhigt zurücklehnen können und nichts verpassen, empfiehlt sich für jeden neuen Käufer der Erwerb der Neuauflage. Nicht nur, weil die Anleitung nun besser bebildert und damit leichter verständlich ist.


2011-01-01, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
22.12.2010
tolles Spiel, das in der Neuauflage noch schicker aussieht. Wer sich allerdings nicht f?r Material und Mechanismus begeistern kann, wird sich an der hohen Spieldauer st?ren.

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