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Datenblatt image
ID 16357

INKOGNITO


cover
Jahrgang: 2013

Verlag: Piatnik [->]
Autor: Leo Colovini, Alex Randolph
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3-5

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90

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Maskierte Gestalten huschen durch die engen Gassen, während der Karneval in Venedig für ausgelassene Stimmung sorgt. Doch vier Personen sind keine harmlosen Passanten, sondern Meister der Täuschung und in geheimer Mission unterwegs. Wer findet seinen Partner und erfüllt mit diesem seinen Spezialauftrag?

Regeln

Das Ziel jedes Agenten ist, zusammen mit seinem Partner eine Mission zu erfüllen. Jeder Spieler erhält einen Satz Spielfiguren, der aus vier unterschiedlichen Gestalten besteht (klein, große, dick und dünn). Anschließend ziehen die Spieler jeweils eine Geheimkarte, auf der die Identität und ein Symbol abgebildet sind. Weiterhin bekommt jeder Spieler einen Kartensatz mit den möglichen Kombinationen hinsichtlich Aussehen und Name ausgehändigt.

In seinem Zug würfelt der aktive Spieler zunächst mit dem Phantom. Dabei kommen drei Kugeln zum Vorschein, welche die Bewegungen der Charaktere steuern. Beispielsweise dürfen die eigene Figur oder der Botschafter ein Feld über Wasser oder zu Land weiterbewegt werden. Trifft man mit der eigenen Figur oder mit dem Botschafter auf eine Figur eines Mitspielers, so darf man diesen befragen. Dieser Spieler ist nun gezwungen, drei Karten aus seiner Hand verdeckt an den Fragesteller zu geben, damit dieser sich die Informationen geheim vermerken kann. Eine dieser Informationen muss stimmen (z.B. Aussehen oder Identität), während die anderen beiden Infos gelogen sein können und nur zum Verwirren dienen. Auf diese Art und Weise notieren sich die Spieler sukzessive alle benötigten Informationen, um dann über das Ausschlussverfahren die wahren Identitäten und Aussehen der Mitspieler zu ermitteln.

Haben sich die Partner gefunden, so müssen sie nun noch informativ ihre Aufgabenkarte austauschen, denn auf der Rückseite des Sichtschirms sind die verschiedenen Kombinationen und deren Zielvorgabe vermerkt. Wenn ein Spieler der Meinung ist, die Aufgabe mit seinem (vermeintlichen) Partner gelöst zu haben, verkündigt er laut „Mission erfüllt“ und sagt die erfolgreiche Paarung inkl. Zielbedingung an. Liegt er richtig, haben er und sein Partner gemeinsam gewonnen. Bei einem falschen Tipp gewinnt die gegnerische Partei.

Meinung

Inkognito erschien erstmals 1988 bei MB Spiele und erlebt in der aktuellen Piatnik Ausgabe seinen dritten Frühling. Zusammen mit Cluedo ist Inkognito wohl das bekannteste Deduktionsspiel, und in diesem Fall kann mit Fug und Recht von einem zeitlosen Klassiker gesprochen werden.

Auch nach über 25 Jahren hat das Spiel nichts von seinem Reiz und seinem Charme verloren. Ebenso wenig wie von seinem Spielspaß, der immer noch auf sehr hohem Niveau angesiedelt ist. Zumindest in der Besetzung mit vier Spielern, die zwei Zweierteams bilden. Die Drei-Personen-Variante gab es schon früher und macht auch Spaß, aber nicht so viel wie ein Quartett. Die einzige Neuerung der Piatnik-Edition ist eine Fünf-Personen-Regel. In diesem Fall übernimmt ein Spieler die Rolle des Botschafters. Dieser würfelt in seinem Zug nicht mit dem Phantom, sondern zieht die Botschafterfigur ein- oder zweimal, egal ob auf dem Land oder Wasser. Von einem getroffenen Mitspieler darf er Einblick in zwei Identitäts- oder Gestaltkarten verlangen. Ziel des Botschafters ist es, die wahren Identitäten und Gestalten der anderen vier Spieler herauszufinden, bevor ein Team seine Mission vollendet hat. Diese Innovation tut dem Spiel gut, wenngleich die klassische Vier-Spieler-Besetzung immer noch den größten Spaß macht.

Apropos Spaß: hinsichtlich des Spielspaßes richtet sich Inkognito natürlich primär an alle Spieler, die Deduktionsspiele generell mögen. Und innerhalb dieser Spezies kann Inkognito definitiv punkten, da das Spiel interessanter und komplexer als die meisten Artgenossen ist. Für jüngere Kinder ist das Spiel vielleicht ein bisschen schwierig, aber schließlich ist die empfohlene Altersangabe ja auch 13 Jahre, was im Großen und Ganzen schon passt.

A und O des Spiels ist natürlich das Ausschlussverfahren, durch welches man die Identität und das Aussehen der Mitspieler ermitteln kann. Wer an diesem Spielprinzip seine Freude hat, kommt um Inkognito nicht herum.

Fazit

Alter schützt vor Klasse nicht. Inkognito hat ein zeitloses Flair, das selbst nach einem Vierteljahrhundert immer noch für jede Menge Spielspaß sorgt. Selten war eine Wiederveröffentlichung so berechtigt wie bei diesem Spiel.


2014-09-12, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
8heavywolf
26.07.2014

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