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Datenblatt image
ID 12965

HOTEL AMSTERDAM


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: The Game Master [->]
Autor: Hans van Tol
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2-4

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30-45

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ab 8


Material: mittelmässig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: gering
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 4.5 von 10
punkte

Score gesamt: 52.8% von 100
score
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Rezension

Ziel

Wer lockt mit seinen Hotels die meisten Touristen an? Manche Stadtviertel zeigen am Tage ihren Reiz, andere des Nachts. Doch alle können ihre Vorzüge ändern…

Regeln

Amsterdam wird aus 5x5 Stadtteil-Plättchen (mit dem Dammplatz im Zentrum) zusammengesetzt. Die Stadtteile bieten allerlei Anziehungspunkte für Touristen: Coffee-Shops, Bordelle, Kneipen, Architekturelle Sehenswürdigkeiten, Museen und Souvenir-Shops. Außen herum fährt gemächlich das Rundfahrboot, dessen Zugweite durch einen weißen und einen schwarzen Würfel bestimmt wird. In das anschließend benachbarte Stadtviertel setzt es einen Touristen ab –kleine orangefarbene Holzpöppel, wie man sie von Mensch ärgere Dich nicht kennt.

In den ersten beiden Runden werden unmittelbar danach die beiden Hotels der Spieler auf freie Kreuzungen zwischen den Stadtvierteln gesetzt. Danach erfüllen die beiden bereits benutzen Würfel ihre zweite Funktion: Der weiße bestimmt die maximale Bewegungsreichweite der Bürgermeister-Figur, der schwarze die des Nachtwächters. Nach dieser Bewegung darf der Bürgermeister ein Tag-Stadtviertel umdrehen, der Nachtwächter ein Nacht-Stadtplättchen. Das Besondere daran: Jedes Plättchen hat eine Tag- und eine Nachtseite. Natürlich mit unterschiedlichen Attraktionen. Wird ein Plättchen umgedreht, werden darauf befindliche Touristen auf das am wenigsten frequentierte Viertel der gleichen Art gesetzt.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler 12 Touristen um seine Hotels versammelt hat oder wenn keine neuen Touristen mehr in die Stadt kommen können. Wer es weniger zufällig mag, greift zur taktischen Variante. Dann werden das Boot um bis zu 4 Felder bewegt und maximal 4 Schritte auf beide Figuren verteilt. Außerdem gilt: Sobald mindestens 4 Besucher ein Stadtviertel in Beschlag genommen haben, darf das Plättchen nicht mehr umgedreht werden.

Meinung

Die Stadt an der Amstel ist schon ein wenig eigenwillig. Überall Fahrräder. Doch diese tauchen bei Amsterdam gar nicht auf. In der Innenstadt überall Müll, den die nächtlichen Barbesucher in großen Mengen auf die Straße warfen. Auch diesen gibt es bei Amsterdam nicht zu sehen. Und, nicht zu vergessen, der permanente Geruch verbranntem Marihuanas in den Coffee-Shops und in der Fußgängerzone der Innenstadt. Doch auch hiervon nehmen die Spieler bei Amsterdam keine Notiz.

Das Spiel Amsterdam konzentriert sich stattdessen auf die erst auf den zweiten Blick erkennbaren Besonderheiten der niederländischen Metropole. Alte Gebäude, (übel riechende) Grachten, aber auch Bars, Bordelle und eben Coffee-Shops. All dies soll Touristen anlocken –was auch tatsächlich passiert. Zwar nicht ganz so simpel, wie im Mechanismus von Amsterdam vorgesehen, aber dennoch.

Der Verlauf einer Partie Amsterdam ist weitestgehend unplanbar, zumindest wenn vier Spieler teilnehmen. Bürgermeister und Nachtwächter wirbeln geradezu durch die Stadt und vertreiben ganze Scharen von Touristen, die sich sogleich irgendwo anders niederlassen. Wer am Zug ist, sieht sich meist völlig veränderten Situationen ausgesetzt und muss agieren, wie es ihm die Würfel vorschreiben. Deutlich planbarer ist eine Partie zu zweit, denn dann sind die möglichen Störaktionen des Mitspielers berechenbarer. Dann macht es auch Sinn, sich die Rückseiten der Plättchen zu merken. Ein Unterfangen, das bei voller Besetzung wenig Sinn macht. Ebenfalls nicht mehr ganz so beliebig ist Amsterdam, wenn von der Taktikvariante Gebrauch gemacht wird. Dann darf auch mal länger nachgedacht werden.

Eine ordentliche Portion Kritik verdient jedoch die Spielanleitung, die phasenweise den Eindruck erweckt, mit Babelfish übersetzt worden zu sein.

Fazit

Für eine atmosphärisch so einzigartige Stadt wie Amsterdam wäre eine weniger abstrakte Spielgestaltung wünschenswert gewesen. Wer die Stadt liebt, wird dies dem Spiel allerdings verzeihen können. Ja, vielleicht müssen. Amsterdam eignet sich für zwei und drei Spieler gleichermaßen gut, bei einer Partie zu viert müssen jedoch Abstriche bei der Beeinflussbarkeit gemacht werden.


2010-08-02, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
4cp
24.05.2010
abstraktes Spiel mit k?nstlichem Thema
5niggi
25.05.2010

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