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Datenblatt image
ID 18014

HEAVEN & ALE


cover
Jahrgang: 2017

Verlag: eggertspiele [->]
Autor: Michael Kiesling, Andreas Schmidt
Grafik: Christian Fiore

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2-4

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60-90

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Heaven & Hell Heaven & Ale beschäftigt sich mit der hehren Braukunst, die in den mittelalterlichen Klöstern Germaniens aus der Taufe gehoben wurde. Anstelle sich von betrunkenen Jünglingen und der Einhaltung des Reinheitsgebots ablenken zu lassen, konzentrieren wir uns dabei auf die Pflege des Klostergartens und der Produktion des himmlischen Gerstensaftes.

Regeln

Jedem Spieler steht ein eigener Klostergarten zur Verfügung, der in eine Sonnen- und eine Schattenseite geteilt ist. Er ist durchsetzt von zahlreichen Scheunenplätzen, die bei Aktivierung abhängig von den Kosten der benachbarten Sechseckplättchen den Braumeister voranschreiten lässt und sie gleichzeitig aktiviert, was entweder in eine Rohstoffproduktion (Plättchen liegt auf Sonnenseite) oder Geldproduktion (Schattenseite) mündet.

Kernmechanismus ist jedoch ein Aktionsrondell, das in ähnlicher Form schon bei Francis Drake (Kayal Games) benutzt wurde: Reihum ziehen die Spieler mit ihrer Figur dort vorwärts, um die entsprechenden Aktionsfelder exklusiv zu nutzen. Auf diese Weise kaufen sie Rohstoffplättchen (Holz, Hopfen, Gerste, Hefe und Wasser) und Mönche (vier verschiedene) für ihre Gärten. Durch die sechs Wertungsfelder können verschiedene Wertungen ausgelöst werden, beispielsweise "alle gelben Plättchen" oder "alle Plättchen mit Wert 4" -allerdings nicht mehrfach während einer Partie. Die insgesamt zehn Wertungsmöglichkeiten sind zu fünf Paaren zusammengefasst. Für jedes "erledigte" Paar erhält man ein "Privileg" in Form eines kleinen Bonus.

Nach einer festen Anzahl von Runden erfolgt die Abrechnung. Je weiter der Braumeister vorangeschritten ist, desto besser ist der Umtauschkurs für die gesammelten Ressourcen. Genau genommen bezahlt man (teuer) mit gehorteten Ressourcen, um mit den schwächeren Markern zum Rest aufzuschließen. Der Wert des nun schwächsten Markers wird mit dem Wertungsfaktor des Braumeisters multipliziert. Danach kommen noch Boni für gesammelte Fässer und spezielle Privilegien hinzu.

Meinung

Bevor man das kühle Nass genießen kann, steht ein langer und teilweise steiniger Weg durch karge Klostergärten bevor. Doch glücklicherweise ist das Spiel viel eingängiger, als es die Flut von Markern, Wertungsmechanismen und Regeldetails zunächst suggeriert. Beim Aktionsrondell-Parcours muss stets abgewägt werden, ob man lieber viele Plättchen einsammeln möchte (kleine Schritte), oder sich die besten nicht wegschnappen lassen will (große Schritte). Da alle Teile bezahlt werden müssen, gibt es keinen Königsweg, sondern verschiedene, mögliche Strategien.

Genauso wichtig ist das Management des Gartens, bei dem man zu Beginn unbedingt auf den Finanzfluss (Schatten!) achten sollte, und später die Rohstoffe nicht vernachlässigen darf. Insbesondere sollte man keine Ressource komplett ignorieren, da die Kosten bei der Abrechnung am Ende sonst astronomisch sind. Beim Bepflastern des Gartens, der optisch entfernt an Die Burgen von Burgund erinnert, sollte man tendenziell eher extrem gruppieren, d.h. große und kleine Zahlen getrennt anbauen. (Soweit möglich, schließlich gibt es Überschneidungsflächen!) Der einfache Grund: Das Voranschreiten des Braumeisters hängt nicht linear von der Plättchensumme ab.

Das dritte, sehr wichtige Detail, auf das geachtet werden muss, sind die Wertungen. Wer zu früh wertet, bekommt weniger Erlöse. Wer zu spät kommt, den bestrafen die Mitspieler, die die Felder blockieren. Der gesunde Mittelweg ist empfehlenswert. Was nicht immer ganz leicht ist...

Fazit

Noch nie war das Bierbrauen so mechanisch und noch nie machte eine Mechanik so viel Durst. Um beim Optimieren der Ressourcen erfolgreich zu sein, sollte man unbedingt nüchtern sein, damit man nicht den Durchblick verliert. Und doch lohnt es sich, die Tiefen des Klostergartenmanagements auszuloten, in denen sich viele versteckte Kniffe und Überraschungen verbergen. Insbesondere Liebhaber anspruchsvollerer Kennerspiele fühlen sich deshalb hier wohl -nicht nur des Gerstensaftes wegen.


2017-11-06, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
03.11.2017
spielt sich nicht so kompliziert, wie das Regelwerk zunächst den Anschein hat

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