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Datenblatt image
ID 12629

GONZAGA


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: dV Games [->]
Autor: Guglielmo Duccoli
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2-4

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45

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ab 8


Material: hochwertig
Komplexität: hoch
Kommunikation: gering
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 6.2 von 10
punkte

Score gesamt: 64.6% von 100
score
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Rezension

Ziel

In Gonzaga übernimmt jeder Spieler die Führung über eine Adelsfamilie, welche Lehen in wertvollen Regionen beansprucht. Wer knüpft mit List und Geschick ein Netz aus Verbündeten, um das größte und mächtigste Haus in Europa zu werden?

Regeln

Der Spielplan zeigt eine Landkarte Europas, die in Sechsecke mit teilweise Hafen- oder Stadtsymbolen unterteilt ist. Insgesamt gibt es sechs Regionen, die im späteren Verlauf aktiv bzw. passiv werden. Jeder Spieler erhält zwölf Kunststoff-Lehen unterschiedlicher Größe und Form, sechs Plastik-Ringe, zwölf Lehen-Karten, sowie sieben Regions- und vier Aktionskarten. Die Lehen-Karten werden gemischt und pro Spieler als verdeckter Stapel bereitgelegt. Last not least ziehen die Spieler eine geheime Aufgaben-Karte, die am Spielende zusätzliche Siegpunkte einbringen kann.

Gonzaga wird über (mindestens) sechs Runden gespielt, die jeweils aus vier Phasen bestehen. Um ein Lehen zu nehmen deckt jeder Spieler die oberste Karte von seinem Stapel auf und nimmt sich das abgebildete Lehen von seinem Vorrat. Als nächstes wird der Zug geplant, indem eine Regions- und eine Aktionskarte ausgewählt werden. Auf den einzelnen Karten sind Symbole für Häfen, Städte und Bündnisse zu sehen. Je nach gewählter Aktion müssen die Anlegeregeln beachtet werden. Beispiel: Beim Ausspielen der Aktionskarte Hafen müssen die Lehen in der vierten Phase einen oder zwei Häfen bedecken, aber es darf kein Stadtsymbol überbaut werden. Die Karten legen außerdem die Spielerreihenfolge für die laufende Runde bzw. kommende vierte Setzphase fest (= dritte Phase). Als vierte und letzte Phase werden nun die Lehen eingesetzt, d.h. auf den Spielplan gelegt. Dabei sind diverse Regeln bzw. Vorgaben zu beachten, die in der Spielanleitung erläutert sind. Nach dem Zug erhält jeder Spieler Siegpunkte für Städte und Häfen, die mit seinem Lehen bedeckt wurden. Außerdem gibt es Punkte für eventuell geschlossene Seebündnisse oder für eine Spende an die Kirche.

Nach der sechsten Runde werden die Städte und Häfen der aktiven Regionen gezählt, die nicht von einem Lehen bedeckt sind. Sind vier oder mehr Städte/Häfen unbesetzt, folgt eine weitere Runde nach welcher dann wiederum diese Vorgabe überprüft wird. Unter Umständen werden somit noch mehrere Runden gespielt, bis weniger als vier Häfen/Städte frei sind. Nun deckt jeder Spieler seine geheime Aufgaben-Karte auf und berechnet die ihm zustehenden Siegpunkte gemäß einer beiliegenden Übersicht. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat dann gewonnen.

Meinung

Gonzaga ist laut Verlagsangaben ein Spiel für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren mit einer durchschnittlichen Spieldauer von etwa 45 Minuten. Spielerzahl und Spieldauer können an dieser Stelle bedenkenlos bestätigt werden, aber hinsichtlich des empfohlenen Alters sollte unterschieden werden, wie Gonzaga gespielt wird. Wenn die Spieler den oberflächlich betrachtet „einfachen Weg“ gehen und ihre Lehen konsequent auf die gewinnträchtigsten Felder setzen, können auch Kinder problemlos mitspielen ohne dabei chancenlos zu sein. Bedenkt man allerdings die geheimen Aufgaben-Karten und spekuliert außerdem noch auf die geplanten Züge der Gegner, so dürfte das Spiel sehr junge Kids doch etwas überfordern. Aber speziell im letzteren Fall entpuppt sich Gonzaga als durchaus interessantes Taktikspiel, bei dem die Spieler manchmal ins Grübeln geraten. Was werden die Mitspieler als nächstes tun? Können sie mir einen Strich durch die Rechnung machen? Soll ich sicherheitshalber das königliche Privileg einsetzen, um die erste Aktion machen zu können? Kann ich noch die meisten zusammenhängenden Lehen bekommen, wenn ich auf eine Stadt der geheimen Aufgabenkarte verzichte? Und lohnt sich das dann auch rechnerisch? Fragen über Fragen, die teilweise schwierige Entscheidungen erfordern, und genau das führt zu einem speziellen Reiz, der sich auch nach mehreren Partien nicht abnutzt. Trotz relativ einfacher Regeln eignet sich Gonzaga somit für Freunde von leichten bis mittelmäßig komplexen Strategiespielen. Und je mehr Mitspieler vorhanden sind, desto interessanter wird das Spiel, weil dann die Wahrscheinlichkeit überschneidender Geheimaufträge wesentlich höher wird.

Nachdem der Spielmechanismus soeben durchaus positiv beurteilt wurde, kommt es nun jedoch zu einer kleinen Rüge. Und zwar betrifft diese das Spielmaterial, beziehungsweise konkret die Lehen. Diese sind leider aus äußerst billig wirkendem Kunststoff/Plastik, was den optischen Gesamteindruck erheblich schmälert. Wenn die Hersteller hier ein bisschen mehr investiert hätten, wäre auch das Auge auf seine Kosten gekommen, was so leider nicht der Fall ist. Aber wenigstens ist der Spielplan übersichtlich gestaltet und auch die Karten sind ordentlich illustriert. Die Spielanleitung lässt ebenfalls keine Kritik aufkommen, da diese verständlich geschrieben und mit guten Beispielen versehen ist.

Da der Spielspaß natürlich im Vordergrund steht, muss Gonzaga attestiert werden, dass es ein gelungenes Spiel geworden ist. Sicherlich ist auch ein gewisser Glücksfaktor vorhanden (beim Ziehen der Lehen-Karten), aber nichtsdestotrotz werden Taktik- und Strategiefreunde durchaus zufrieden sein.

Fazit

Gutes Spiel mit einem leichten bis mittelschweren Schwierigkeitsgrad. Es reicht zwar nicht für die obersten Regionen der Strategiespiele, aber eine Empfehlung ist Gonzaga allemal wert.


2010-09-07, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
6cp
30.05.2010
fordert die kleinen grauen Zellen :)
5.5niggi
31.05.2010
leider nur 5,5 da oft zu gr?belig bzw. schlecht planbar
7heavywolf
13.08.2010

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