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ID 16830

FIREFLY: DAS SPIEL


cover
Jahrgang: 2014

Verlag: Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Aaron Dill, John Kovaleski, Sean Sweigart
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1-4

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120

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ab 13


f5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
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Rezension

Ziel

Finde eine Crew – Finde einen Job – Flieg weiter. Unter diesem Motto steht die deutsche Brettspiel-Umsetzung von Joss Wheadons Kultserie Firefly, die seinerzeit leider schon nach der ersten Staffel abgesetzt wurde. Doch was sich auf den ersten Blick so einfach anhört, entpuppt sich im Laufe des Spiels als anspruchsvolle Aufgabe, die es erstmal zu meistern gilt.

Regeln

Der Spielplan wird in die Mitte gelegt und jeder Spieler erhält ein Raumschiff sowie einen Anführer bzw. Captain. Nun einigen sich die Spieler auf eine Storykarte oder ziehen eine zufällige Karte. Diese Storykarte gibt das Spielziel vor.

Dem aktiven Spieler stehen in seinem Zug zwei von vier möglichen Aktionen zur Verfügung. Zum einen kann der Spieler eine Treibstoffeinheit aus seinem Laderaum abgeben, um mit voller Kraft so viele Sektoren weit zu fliegen, wie auf der Antriebskarte angegeben. Für jeden Schritt wird eine Karte von einem Navigationsdeck aufgedeckt. Diese Karten können negative Ereignisse aktivieren oder neutral sein. Entscheidet sich der Spieler für eine Schleichfahrt, verbraucht das Schiff bei der Bewegung (über lediglich einen Sektor) keinen Sprit, und es wird auch keine Navigationskarte umgedreht. Insgesamt gibt es fünf Handelsorte im Weltall bzw. auf dem Spielplan. An diesen Orten kann der Spieler als Aktion diverse Utensilien erwerben (z.B. Ausrüstung kaufen oder eine Crew anheuern). Weiterhin sind fünf Auftraggeber im Weltraum verteilt, bei denen sich die Spieler mit Aufträgen eindecken können. Aufträge können legal oder auch illegal sein, außerdem beinhalten die Jobs oftmals gewisse Voraussetzungen, damit sie überhaupt angenommen werden dürfen. Je lukrativer der Auftrag, desto umfangreicher/schwieriger sind die Vorgaben. Last not least kann als Aktion noch ein angenommener Job erledigt werden. Dazu müssen unter anderem Proben absolviert werden, die je nach Schiffsausrüstung leichter oder schwerer zu meistern sind. Nach erledigten Jobs ändert sich der Ruf des Spielers. Im positiven Fall werden Sonderfähigkeiten frei geschaltet, und außerdem können beispielsweise Fracht oder Schmuggelware verkauft werden, die während der Fahrt aufgelesen wurde. Jetzt muss noch die Crew bezahlt werden. Dem Captain steht es aber frei, die Zeche zu prellen, aber eine verärgerte Crew hat unter Umständen Auswirkungen für die weiteren Runden.

Das Spiel endet, sobald die Zielvorgabe der Storykarte erreicht wurde. Der Spieler, der diese Vorgaben als Erster erfüllt, ist der Gewinner der Partie.

Meinung

Im Prinzip ist Firefly – Das Spiel ein Wettrennen, aber dieses Rennen hat es in sich. Am Anfang empfehlen sich natürlich das Aufpimpen des eigenen Schiffs und das Anheuern einer Crew. Die Reihenfolge der anfänglichen Aufrüstung sollte auch von der Position auf dem Spielplan abhängig gemacht werden. Schließlich will man ja nicht unbedingt unnötig viel Treibstoff verbrauchen, und auch die Ereignisse der Navigationsdeckkarten sind meistens negativ. Beispielsweise fallen Triebwerke aus oder die gefürchteten Reaver erscheinen. Schleichfahrten sollten dennoch nur ausgeführt werden, wenn die eine Sektorbewegung auch Sinn macht. Ansonsten dauert die Fahrt einfach zu lange. Bei den Aufträgen ist Vorsicht geboten. Da die Vorgaben zu lukrativen Jobs aber relativ hoch sind, werden die Spieler automatisch davor bewahrt, mit einer schwachen Crew ein nahezu aussichtsloses Kommando anzunehmen. Insofern wird der Spieler also vor sich selbst bzw. vor allzu viel Risikobereitschaft geschützt.

Eine interessante Entscheidung ist immer wieder das Bezahlen oder Nicht-Bezahlen der Crew nach einem erledigten Auftrag. Auch wenn es dem Captain in den Fingern juckt – Zechprellerei zahlt sich meistens nicht aus. Denn verärgerte Crewmitglieder wandern gerne ab oder können sogar von Mitspielern abgeworben werden, sofern die sich im gleichen Sektor befinden. Grundsätzlich lohnt es sich also, die Crew bei Laune zu halten, denn eine Abwanderung würde einen großen Rückschlag bedeuten.

Auf sämtliche Feinheiten der Regeln und des Spielgefühls kann in dieser Rezension natürlich nicht eingegangen werden. Insgesamt betrachtet macht das Spiel aber jede Menge Spaß, und Fans der Serie dürften des Öfteren bei Insidergags ins Schmunzeln kommen. Das Spiel ist zwar nicht gerade einfach, aber auf der anderen Seite auch nicht besonders schwer. Insofern sind sowohl Viel- als auch ambitionierte Gelegenheitsspieler das primäre Klientel. Außer dem Anfängerszenario dauern die Partien meistens länger als zwei Stunden. In Vollbesetzung und bei ungünstigem Verlauf können es auch mal drei bis vier Stunden werden, aber diese Zeit vergeht wie im Flug, weil Firefly einfach Spaß macht und tierisch spannend ist. Die Aufmachung und die Optik des Spiels sind klasse und erfreuen das Spielerherz. Hier bekommen die Zocker etwas für ihr Geld geboten.

Fazit

Daher kann als Fazit auch durchaus eine Weiterempfehlung ausgesprochen werden. Diese gilt sowohl für Kenner der Serie als auch für Firefly-Novizen, die das TV-Event noch nicht kennen. Wer eine gelungene Brettspielumsetzung der Serie sucht, kann hier sicherlich bedenkenlos zuschlagen.


2015-05-04, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
8heavywolf
28.04.2015

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