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Datenblatt image
ID 17855

EL DORADO


cover
Jahrgang: 2017

Verlag: Ravensburger [->]
Autor: Reiner Knizia
Grafik: Franz Vohwinkel

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2-4

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30-45

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Tief im nahezu undurchdringlichen Dschungel Südamerikas liegt das sagenumwobene "El Dorado", die Stadt aus purem Gold. Nachdem der genaue Aufenthaltsort lokalisiert wurde, machen sich die gierigen Räuber unerschrockenen Expeditionen auf den Weg. Doch ohne zusätzliche Ausrüstung und eine geschickte Routenplanung werden sie ihr Ziel nicht erreichen können...

Regeln

Der Dschungel wird aus mehreren großen (und beidseitig bedruckten) Spielplanteilen zusammengesetzt, die aus jeweils 37 einzelnen Feldern bestehen: Verschiedenen Landschaften (grün, gelb, blau), unpassierbaren Geröllfelder (grau), sowie ein paar Basislagern (rot). Die Anleitung präsentiert verschiedene Streckenvorschläge, allerdings können die Teile auch beliebig nach Wunsch der Spieler aufgebaut werden.
 
In einem Spielzug zieht man zunächst auf 4 Handkarten nach, spielt diese dann einzeln um die eigene Figur vorwärts zu ziehen, und kann den Rest schließlich zum Kauf einer neuen Karte verwenden. Während hier einfache Karten nur eine halbe Münze wert sind, sind die gelben umso wertvoller. Beim Kauf einer neuen Karte stehen sechs verschiedene Typen zur Auswahl. Erst wenn einer dieser Stapel leer ist, kann er mit einem der restlichen Kartenstapel aufgefüllt werden. 
 
Die meisten neuen Karten bieten schlichtweg bessere Werte. So verfügt der Pionier über 5 grüne Bewegungspunkte (wohingegen die Startkarten immer nur den Wert 1 haben), kostet aber auch 5 Münzen, die man erstmal haben muss. Auch gibt es Joker und Sonderkarten, mit denen beispielsweise zusätzliche Karten nachgezogen werden dürfen oder auf ein beliebiges Nachbarfeld gezogen werden darf. Die Felder sind zudem nicht alle gleich mächtig, sondern erfordern bis zu drei Bewegungspunkte -die von einer einzelnen Karte stammen müssen. Wer ein Basislager betritt, muss dagegen Karten entsorgen, d.h. von seiner Hand aus dem Spiel entfernen. Es gewinnt natürlich, wer als Erster das Ziel erreicht.

Meinung

Im Vergleich zu Dominion sind die Kartenfunktionalitäten stark reduziert. Anstelle von 5 haben wir nur 4 Karten auf der Hand, und anstelle von "ziehen, spielen, kaufen und immer dabei die einzelnen Werte der Karten addieren" bleibt hier nur die Entscheidung, ob eine Karte zur Fortbewegung oder zum Erwerb neuer Karten eingesetzt wird. Im späteren Verlauf sehr hilfreich ist auch die Regelung, nicht genutzte Karten auf der Hand behalten zu dürfen. Eine starke Bewegungskarte, die beim Kauf mit ihrem Wert von 1/2 Goldmünze nutzlos wäre, kann somit für die nächste Runde vorgehalten werden.
 
Damit die Kartendecks nicht zu extrem werden, gibt es von jedem Typ nur drei Stück. Insgesamt kommen somit also maximal sechs Karten ins Spiel, die zusätzliches Nachziehen erlauben, und von denen die Hälfte nach einmaliger Nutzung wieder verloren geht. Dies hält die Decks schlank, und die Spielzüge noch mehr, sodass sich ein flottes Rennen entwickeln kann. Bei voller Besetzung kann es an der einen oder anderen Stelle auch mal eng werden. Oder anders ausgedrückt: Man kann Mitspieler gezielt blockieren. Dabei sollte man jedoch den eigenen Weg nicht aus dem Auge verlieren und wichtige Bewegungsschritte nutzen, um beispielsweise im nächsten Zug flexibler bei der Landschaftswahl zu sein.
 
EL Dorado bietet aber auch langfristig Abwechslung, denn durch die vielen Streckenstücke lassen sich höchst unterschiedliche Rennverläufe basteln, auch hinsichtlich der Schwierigkeit. Es geht dann nicht mehr nur darum, schneller als die anderen unterwegs zu sein, sondern sich auch immer wieder neue und fiesere Geländetypen zusammenzupuzzeln. Je nach geographischer Lage und Häufigkeit der Landschaften ändert sich dann auch der Bedarf entsprechender Bewegungskarten. (Dieser Effekt erinnert übrigens entfernt an die alternativen Spielpläne von Funkenschlag.)

Fazit

Erfahrene Spieler erkennen sofort: Das ist doch wie Dominion, nur mit weniger (komplexen) Karten und mit Wettlauf! Man könnte auch sagen: Reiner Knizia hast das Beste aus Dominion extrahiert und mit einem anderen spannenden und beliebten Element kombiniert, dem Rennspiel. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: El Dorado macht nicht nur Familien Spaß, sondern auch erfahrenen Deckoptimierern!


2017-04-03, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
01.04.2017
tolle Mischung aus Dominion und Wettrennen
8Irathindux
12.12.2017
Spannenderes Dominion

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