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ID 10713

EINFACH GENIAL DAS KARTENSPIEL


cover
Jahrgang: 2008

Autor: Reiner Knizia
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2-4

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ab 8


Material: mittelmässig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung angespielt: 6.5 von 10
punkte

Score gesamt: 59.1% von 100
score
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Rezension

Ziel

Durch geschicktes Ausspielen seiner Handkarten versucht jeder Spieler seine sechs Punktechips möglichst gleichmäßig und schnell auf der Wertungstafel nach vorne zu bringen. Wer als Erster mit allen sechs Punktechips mindestens sieben Punkte erreicht, hat das Spiel gewonnen.

 

Regeln

Vor dem Spiel erhält jeder Mitspieler eine Wertungstafel. Diese müssen vor dem ersten Spiel mittels beiliegender Klebestreifen zusammengeklebt werden. Das wird manchen Spielern Spaß machen und anderen eher nicht. Die Wertungstafeln sind in vier Bereiche aufgeteilt (0, 1-3, 4-6 und 7-10). Auf die Wertungstafeln werden die sechs verschiedenfarbigen Punktechips jeweils auf das Feld mit der Null in der farbgleichen Reihe gelegt. Jede Farbe wird zudem auch durch ein eigenes Symbol präsentiert. Dann werden die 60 Karten gemischt und jeder Spieler erhält sechs Karten, die er verdeckt auf die Hand nimmt. Schließlich wird noch jeweils eine weitere Karte vor jedem Spieler offen auf den Tisch gelegt. Die restlichen Karten werden verdeckt als Nachziehstapel bereitgelegt. Nun kann es losgehen.

Der aktive Spieler spielt zunächst eine seine Handkarten aus, d.h. er legt sie offen unterhalb seiner bereits ausliegenden Karte vor sich ab. Dann wird gewertet. Der Spieler vergleicht die beiden Symbole, die auf seiner ausgespielten Karte abgebildet sind mit den Symbolen der offenen Karten aller Spieler, also auch mit seiner eigenen Karte aus der Vorrunde. Für jede Übereinstimmung kann der Punktechip der entsprechenden Farbe um ein Feld vorgerückt werden. Es werden immer beide Farbsymbole auf der ausgespielten Karte gewertet. Die Wertungen erfolgen aber nacheinander und der Spieler kann die Reihenfolge selbst bestimmen. Das kann wichtig sein, denn ein Punktechip darf nur in den nächsten Bereich gezogen werden, wenn bereits alle Chips im unmittelbar vorherigen Bereich stehen.

Der Zug des Spielers endet indem er seine Karte aus der Vorrunde verdeckt auf den Ablagestapel legt, seine gerade ausgespielte Karte auf die Position der abgelegten Karte schiebt und eine Karte vom Nachziehstapel zieht, sodass er wieder sechs Karten in der Hand hält. Dann ist der nächste Spieler dran. Das geht solange weiter bis es einem Spieler gelingt, alle sechs Punktechips mindestens auf die Spalte „7“ zu bringen.

Um zu verhindern dass ein Spieler „blockiert“ ist, gibt es folgende Sonderregel: Hat ein Spieler nach seiner Wertung keine Karten mit dem Farbsymbol auf der Hand, dass zur Zeit die wenigsten Punkte auf seiner Wertungstafel hat, kann er seine Handkarten den Mitspielern zeigen und auf den Ablagestapel ablegen. Dann zieht er sechs neue Karten vom Nachziehstapel.

Außerdem gibt es für jeden Punktechip, der die letzte Spalte (also die Spalte „10“) auf der Wertungstafel erreicht sofort einen Bonuszug. Spielen nur zwei Spieler, hat jeder Spieler zwei Karten offen vor sich liegen. Das erhöht die Wertungsmöglichkeiten und sorgt dafür, dass das Spiel zu zweit ca. die gleiche Spielzeit hat wie ein Spiel zu viert. Zu dritt dauert das Spiel aber in der Tat etwas länger.

 

Meinung

Bei den Kartenspiel-Versionen erfolgreicher Spiele interessiert mich zunächst die Motivation, d.h. warum wird diese Version auf den Markt gebracht. Es gibt da mehrere Möglichkeiten: 1. es entsteht ein „anderes“ Spiel, das nur das gleiche Thema nutzt (z.B. Siedler von Catan oder Monopoly), 2. das „gleiche“ Spiel wird transportierbarer und/oder ist auch unterwegs spielbar (z.B. Zatre oder Scrabble), 3. die gleiche Idee wird einfach noch mal verkauft (z.B. Das verrückte Labyrinth) und natürlich jede beliebige Kombination davon.

Einfach Genial – Das Kartenspiel gehört eindeutig in die zweite Kategorie. Allerdings hat das Spiel dabei auch etwas an Komplexität verloren. Ob das gut oder schlecht ist, ist letztlich Geschmackssache. Transportierbarer ist das Spiel in jedem Fall, allerdings wird zum Spielen doch einiger Platz benötigt, sodass ein Unterwegsspielen nicht einfach ist. Ansonsten ist das Spiel gut gelungen. Ich persönlich bastel nicht gerne erst am Spielmaterial wenn ich spielen möchte. Das Zusammenkleben der Wertungstafel ist aber gerade noch zu verkraften, und es ist eine einmalige Aktion (ich hatte zum Glück beim ersten Spiel bastelfreudige Mitspieler). Die Punktechips sind relativ klein und somit schwer zu greifen. Außerdem neigen kleine Teile grundsätzlich zum Verschwinden, insbesondere bei Spielen, die zum Mitnehmen und Unterwegsspielen gedacht sind. Die Holzwürfel der Brettspielversion haben da einen eindeutigen Vorteil.

Die Spielkarten sind zweckmäßig gestaltet, die Symbole sind ausreichend groß abgebildet und, wie auch die Farben, gut zu unterscheiden. Die Spielregeln sind kurz und schnell verstanden. Das gilt sicher auch für Achtjährige. Ich habe allerdings Zweifel, ob Achtjährige auch die taktischen Feinheiten des Spiels durchschauen und denke daher, dass jüngere Kinder hier im Wettstreit mit Erwachsenen klare Nachteile haben. Ansonsten ist Einfach Genial – Das Kartenspiel ein typisches Kartenspiel. Das soll heißen: Ich muss versuchen aus den Karten, die ich auf die Hand bekomme, das Beste zu machen. Langfristige Planungen sind nicht einfach, denn ein Großteil der für meine Wertung gültigen Karten verändert sich bis ich wieder am Zug bin. Anhand der Wertungstafel der Mitspieler, ist aber gut zu erahnen, wie sich das Spiel entwickeln sollte, weil ja kein Farbsymbol weit zurückhängen kann. Das führt in meinen Augen schließlich zu einer guten Mischung zwischen Glück und Planung.

 

Fazit

Einfach Genial – Das Kartenspiel ist eine interessante Variante des Brettspiels, die einfacher und schneller gespielt ist als das Original. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob eingefleischte Fans des Brettspiels an der Kartenspielversion ihre Freude haben werden. Meinen Mitspielern und mir hat das Spielen -auch bei mehreren Partien in Folge- Spaß gemacht. (Allerdings spielen wir das Brettspiel nicht so oft!)

Das Spiel ist durch die kleine Schachtel gut zu transportieren und kann somit sicherlich helfen, verregnete Urlaubstage zu verkürzen. Und das ist doch ein wahrlich guter Zweck, oder?

 


2009-10-12, Andreas Horn (ahoernchen)



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Bewertungen
6xaverius
14.10.2009
7ahoernchen
04.10.2009
Nettes Spiel f?r zwischendurch mit guter Mischung aus Strategie und Gl?ck

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