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Datenblatt image
ID 13650

DISORDER


cover
Jahrgang: 2010

Verlag: R&R Games [->]
Autor: Frank DiLorenzo
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2-16

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30-45

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 5.2 von 10
punkte

Score gesamt: 54.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Disorder ist ein Spiel, bei dem es nicht nur um Wörter sondern auch stark ums Bluffen geht. Denn im Gegensatz zu anderen Wortspielen gewinnt bei Disorder nicht, wer die meisten Wörter vervollständigt hat, sondern derjenige, der am Ende die wenigsten Punktechips nehmen musste.

Regeln

Zunächst einigen sich die Spieler auf eine kurze (50 Punkte) oder eine lange Partie (100 Punkte). Danach erhält jeder sieben Buchstabenkarten, wobei die verbliebenen Karten als verdeckter Nachziehstapel zur Seite kommen.

Wer an der Reihe ist, wählt eine seiner Handkarten und legt sie auf das Spielbrett. Danach wird wieder eine Karte nachgezogen. Die jeweils erste Buchstabenkarte darf dabei auf jedem Platz des Spielbrettes abgelegt werden. Alle folgenden Karten sind allerdings rechts oder links neben bereits ausliegenden Buchstaben anzulegen. Es ist auch erlaubt, eine Kartenreihe zu verschieben, solange die Reihenfolge der Buchstaben nicht verändert wird. Jeder Spieler kann sich beim Auslegen entscheiden, ob er seine Karte offen oder verdeckt spielt. Eine offene Buchstabenkarte zeigt immer einen Buchstaben und ihren Punktwert. Verdeckt abgelegte Karten entsprechen dagegen immer einem Punkt. Zudem gilt eine verdeckte Buchstabenkarte quasi als „wild card“, das heißt sie kann einen beliebigen Buchstaben annehmen.

Beim Ausspielen der ersten drei Buchstabenkarten muss beachtet werden, dass diese Teil eines Wortes sein können, falls sie offen platziert werden. Nachdem sich die vierte Karte auf dem Spielbrett befindet, können die Spieler ihre Vorgänger dann auch herausfordern, anstatt eine Buchstabenkarte zu spielen. Eine Herausforderung muss ein Spieler immer dann aussprechen, wenn er vermutet, dass sein Vorgänger ein Wort vervollständigt oder eine Buchstabenfolge gebildet hat, die kein Wort mehr ergeben kann. Der vorhergehende Spieler muss nun sagen, welches Wort er bilden wollte. Falls das Wort korrekt geschrieben und noch nicht komplett fertig ist, dann verliert der aktive Spieler die Herausforderung und muss sich so viele Chips nehmen, wie es den Punktwerten der aktuell ausliegenden Buchstaben entspricht. Ist das Wort jedoch falsch geschrieben oder das Wort ist bereits vollständig, so erhält der herausgeforderte Spieler die entsprechende Anzahl an Chips aus dem Vorrat. Ein Beispiel: Es liegen die drei Buchstaben „B“, „A“ und „U“ aus. Der herausgeforderte Spieler hat nach dem „U“ eine verdeckte Karte abgelegt. Der aktive Spieler denkt nun, dass sein Vorgänger das Wort „BAUM“ bilden wollte. Der Herausgeforderte sagt nun, er betrachtet seine „wild card“ als „M“, weil er „BAUMEISTER schreiben will. Da aber das angehängte „M“ schon das Wort „BAUM“ bildet, hat der Herausgeforderte verloren, weil schon ein vollständiges Wort entstanden ist. Hätte er stattdessen seine verdeckte Karte zu einem „L“ gemacht, um das Wort „BAULÖWE“ auszulegen, dann wäre der Herausforderer unterlegen, da „BAUL“ noch kein fertiges Wort ist. Da jeder nur eine Antwort geben kann, sollte er sich diese gut überlegen.

Nachdem eine Herausforderung abgehandelt wurde, kommen alle Karten auf dem Spielbrett auf den Ablagestapel und der Gewinner der letzten Challenge beginnt mit dem nächsten Wort. Falls ein Spieler in seinem Zug nur Buchstaben auslegen kann, mit denen er ein Wort vervollständigen würde, so kann er auf das Ausspielen auch verzichten und sich stattdessen die Anzahl der Punktechips nehmen, die den aktuell ausliegenden Karten entsprechen. Auch in diesem Fall werden dann alle Karten abgeworfen und es wird mit einem neuen Wort begonnen.

Je nachdem, ob ein kurzes oder langes Spiel gewählt wurde, endet die Partie, sobald ein Spieler Punktechips im Wert von 50 bzw. 100 nehmen musste. Wer nun insgesamt über die wenigsten Punkte verfügt, hat Disorder gewonnen.

Meinung

Materialtechnisch gibt es bei Disorder nichts zu bemängeln, und auch der Schachteleinsatz eignet sich perfekt, um das mitgelieferte Material optimal verstauen zu können. Zudem weist das Spielbrett leichte Vertiefungen auf, so dass die abgelegten Buchstabenkarten während der Partie nicht verrutschen. Die 2-seitigen Regeln liegen zwar nur in englischer Sprache vor, nach der ersten Partie braucht das Regelwerk aber ohnehin keiner mehr.

Um noch etwas mehr Leben ins Spiel zu bringen, empfiehlt sich die Verwendung der beiliegenden Aktionskarten, welche unter die Buchstabenkarten gemischt werden. Mit Hilfe dieser Karten kann beispielsweise ein Buchstabe auch zwischen zwei bereits ausgelegte Karten geschoben, ein Buchstabe vom Brett genommen oder auch die Position von zwei Buchstabenkarten vertauscht werden.

Damit es zu keinen Streitigkeiten bzw. Unklarheiten kommt, sollte vor Spielbeginn auf jeden Fall vereinbart werden, dass nur Wörter aus dem Duden erlaubt, und zudem Personen- oder andere Namen verboten sind. Je mehr Spieler an Disorder teilnehmen, desto wahrscheinlicher ist es natürlich, dass der ein oder andere beim aktuellen Wort gar nicht zum Zug kommt, sondern erst beim nächsten auslegen bzw. herausfordern darf. Partien mit zwei bis sechs Teilnehmern spielen sich daher am besten.

Disorder ist ein etwas anderes Wörterspiel. Denn auf der einen Seite müssen die Schreibweisen der ausgelegten Wörter stimmen, gleichzeitig darf aber ein Spieler ungewollt kein Wort vervollständigen, da er sonst bei einer Herausforderung den Kürzeren zieht und somit Punktechips nehmen muss. Dazu kommt der Bluff-Faktor in Form der „wild cards“, was nicht selten dazu führen wird, dass die Mitspieler im Kopf zig Wortmöglichkeiten durchgehen, um zu entscheiden, ob eine Herausforderung gegenüber dem Vorgänger ausgesprochen wird oder nicht. Und je höher die Zahlenwerte der bereits ausliegenden Buchstabenkarten, desto gefährlicher wird natürlich das Anzweifeln. Aufgrund der notwendigen Gedankengänge und des Spielziels eignet sich Disorder besser für Erwachsene als für Kinder. Denn Kids wollen für das erfolgreiche Bilden von Wörtern belohnt und nicht in Form von Punktechips bestraft werden.

Fazit

Disorder ist insgesamt betrachtet ein solides Wörterspiel, dass aufgrund seines Bluffanteils und der dadurch bedingten Spiel- und Denkweise durchaus etwas Abwechslung in das Genre der Wortspiele bringt.


2010-11-24, Markus Donaubauer (markus)



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Bewertungen
5.5markus
16.11.2010
Solides W?rterspiel
5arkadia
18.11.2010

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