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ID 10565

DIE 3 GEBOTE


cover
Jahrgang: 2008

Verlag: BeWitched Spiele [->]
Autor: Fraser Lamont, Gordon Lamont, Friedemann Friese
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3-7

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Material: mittelmässig
Komplexität: gering
Kommunikation: hoch
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: geringf5
Bewertung angespielt: 6.2 von 10
punkte

Score gesamt: 63.8% von 100
score
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Rezension

Ziel

Gutes Karma kann nie schaden. Viel gutes Karma erst recht nicht. 3 Gebote festzulegen reicht aus, und schon ist eine neue Religion geboren. Wer es nun schafft, als Hohepriester möglichst viele neue Anhänger zu gewinnen, sammelt eben dieses Karma. Das ist wichtig, denn am Ende gewinnt nur eine einzige Glaubensrichtung...

Regeln

Jeder Spieler darf ein Mal Hohepriester sein. Als solcher wählt er aus je zwei Artefakt- und Aktionskarten insgesammt zwei gute sowie eine negative Eigenschaft verdeckt aus.. Reihum bewegen die Spieler nun verschiedene Spielsteine auf dem "Heiligen Kreis", dem Spielplan. Dafür erhalten die Novizen sofort Karma: Positives, wenn eine positive Bedingung erfüllt wurde, und negatives, wenn die negative getroffen hat.

Artefaktkarten beziehen sich stets auf Bewegungen der Figuren. Beispielsweise "einen weißen Stein in die Mitte setzen", oder "maximale Anzahl von Steinen in einem Feld". Aktionskarten dagegen beschreiben bestimmte Handlungen des Spielers während seines Zuges. Zum Beispiel "spricht mit der Spielfigur", "fragt die Hohepriesterin um Erlaubnis" oder "führt einen Regentanz auf".

Nach jeder Runde erhält auch der Hohepriester Punkte. Und zwar so viel, wie sein bester Novize sammeln konnte. Die Anzahl von Versuchen pro Novize ist Spielerzahlanhängig, allerdings kann es auch passieren, dass eine Religion ein jähes Ende findet. Das ist genau dann der Fall, wenn vier Mal hintereinander kein Novize positives Karma sammeln konnte. Am Ende gewinnt natürlich die erfolgreichste Religion - also diejenige, die dessen Hohepriester das meiste Karma ergattert hat.

Meinung

"Die 3 Gebote" hebt sich erfrischend vom Einheitsbrei der gängigen erfolgreichen Gesellschaftsspiele ab. Der Ansatz ist unkonventionell und unterhaltsam zugleich. Zumindest solange sich alle Spieler darauf einlassen. Denn die Idee, eine Kombination unbekannter Gebote und Tabus deduktiv auf diese Weise zu erforschen, läßt sich relativ leicht durch die Spieler umgehen. Dafür müssen sie lediglich als Hohepriester die beiden Artefaktkarten als Gebote und eine (möglichst absurde) Aktion als Tabu definieren. Und schon können sie sicher sein, dass ihre Regentschaft nicht unterbrochen wird und einige Punkte gesammelt werden.

Das ist doof, denn spaßig wird das Spiel erst dann, wenn sich die Novizen Mühe geben, die geheimen Rituale durch echten Körpereinsatz zu ergründen. Als Hausregel empfiehlt sich deshalb, von jedem Kartentyp genau eine als Gebot zu wählen. Andernfalls riskieren nämlich alle Spieler, die die Regeln nicht wie oben beschrieben austricksen, dass sie vier Mal in Folge kein Karma verteilen dürfen. Und dann können sie ihre Religion praktisch abschreiben.

Eine rein Artefakt-orientierte Religion hat zudem den Nachteil, dass es für die Novizen ein Leichtes ist, die erfolgreichen Versuche ihrer Mitspieler zu kopieren. Der eigentliche Reiz der "3 Gebote" geht damit ein wenig verloren. Unabhängig davon ist es in jedem Fall hilfreich, die möglichen Aktionskarten ein wenig zu kennen. Das erleichtert das Ausprobieren ungemein.

Fazit

"Die 3 Gebote" ist kein Partyspiel wie jedes andere. Es erfordert die Bereitschaft der Spieler, sich sehr unkonventionell zu verhalten und vor allem auch Spaß daran zu haben. Deshalb fällt es schwer, eine generelle Empfehlung auszusprechen. Wer den generellen Mechanismus interessant findet und Lust hat, einmal etwas ganz anderes auszuprobieren, sollte sich "die 3 Gebote" auf jeden Fall einmal anschauen. Vier Spieler sollten es aber mindestens sein - je mehr, desto besser.


0000-00-00, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
5cp
26.04.2009
6niggi
26.04.2009
7.5iceteddi
03.05.2010
Mit den Richtigen Leuten als Partyspiel ganz brauchbar - genaue Regelkenntnis st?rt schon fasst ;-)

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