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Datenblatt image
ID 17201

DEUS


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2-4

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60-90

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 8.0 von 10
punkte

Score gesamt: 60.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Wer den Göttern Opfer bringt, muss strunzdumm sein einen starken Glauben haben -oder einfach nur die Regeln von Deus befolgen, denn derartige Abgaben bringen die eigene Zivilisation ungemein voran. Der ausgeklügelte Kartenmechanismus sorgt dafür, dass eine individuelle Weiterentwicklung möglich ist, ohne dabei in Extremstrategien zu verfallen.

Regeln

Die Landschaft besteht einem halben Dutzend Sechseckplättchen, die wiederum aus sieben paarweise verschiedenen Gebieten bestehen. Durch den Bau von Schiffen, Gebäuden und Soldaten breiten sich die Spieler langsam aus und nehmen wertvolle Erkundungspunkte mit, die sie in Barbarendörfern finden. (Dazu muss das jeweilige Dorf mit einer Mehrheit von eigenen Einheiten komplett umstellt sein.) Alternativ zum Ausspielen einer entsprechenden Karte darf aber auch einem der sechs Götter (Seefahrt, Produktion, Wissenschaft, Zivil, Militär, Tempel) geopfert und somit abgeworfen werden. Dies ist jedoch ab und zu notwendig, um zusätzliche Spielsteine, Geld und Karten zu erhalten, die erst dann eingesetzt werden können.

Beim Bau (kostenpflichtiges Auslegen von Karten) wird die neue Karte zu den bereits ausliegenden derselben Farbe (blau=Seefahrt, ...) gruppiert und alle dortigen Kartenaktionen erneut ausgeführt. Tempeln dürfen allerdings erst errichtet werden, wenn bereits in alle anderen Gebiete investiert wurde; außerdem verstärken sie lediglich bereits kontrollierte Gebiete. Sobald alle Tempel gebaut oder Barbarendörfer "angegriffen" wurden, erhalten die Spieler zusätzliche Punkte für ihre Tempel sowie für Mehrheiten bei den einzelnen Rohstoffen.

Meinung

Auf den ersten Blick ist Deus verwirrend bunt. Dies trifft sowohl auf die Landschaftsplättchen zu, als auch auf die Karten. Die deutliche Farbgebung ist jedoch mittelfristig recht hilfreich, um die einzelnen Farben den Landschaften zuordnen zu können. Die kombinierten Effekte, wenn mehrere Karten derselben Art aktiviert werden, verlangen ohnehin bereits nach einer geschickten Planung. Doch auch ein wenig Spielerfahrung ist nicht unwichtig, um die Möglichkeiten abschätzen zu können. Viel zu oft muss man sich nämlich um Nachschub kümmern, der sich punktuell ein wenig steigern lässt. Doch nicht immer sind auch die passenden Karten auf der Hand, um eine bestimmte Farbe spielen zu können -ein wenig vorausschauendes Handeln ist daher zwingend erforderlich.

Auf dem Plan geht es da schon klarer zu, denn durch ausschließliche Expansion auf Nachbarfelder können Mitspieler von anvisierten Barbarendörfern abgeschnitten und so deren Boni gesichert werden. Einen Strich durch die Rechnung machen hierbei lediglich die roten Militäreinheiten, die als Störenfriede fremde Regionen durchqueren und sich mit bestimmten Karteneffekten auch gleich mehrere Felder auf einen Schlag durchqueren können -eine gute Ausgangsbasis für eine Kolonie also.

Fazit

Die Kombination des klassischen Umzingelns auf dem Plan und der atypischen Kartensammelei ist sehr ungewöhnlich und macht den Reiz von Deus aus. Durch die Variabilität der Karten und sehr unterschiedliche Spielweisen auf dem Plan bleibt dieser Reiz lange Zeit auf sehr hohem Niveau. Deus ist nicht nur die bislang stärkste Veröffentlichung von Pearl Games, sondern auch ein echtes Highlight seines Jahrgangs.


2015-02-26, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
8cp
09.02.2015
starke Herausforderung auf mehreren Ebenen: taktisch auf dem Spielplan, organisatorisch beim Kartenmanagement

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