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Datenblatt image
ID 15372

DESPERADOS


cover
Jahrgang: 2012

Verlag: Argentum [->]
Autor: Florian Racky
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3-6

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90

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ab 12


f5
Bewertung angespielt: 7.5 von 10
punkte

Score gesamt: 59.0% von 100
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Rezension

Ziel

Einer gegen alle: Die meisten Spieler haben nichts besseres zu tun, als wehrlose Postkutschen zu überfallen, Banken auszurauben und die harmlose Bevölkerung beim Poker(falsch)spiel über den Tisch zu ziehen. Doch einer sorgt für Ordnung: Der Marshall. Denn er muss mit seinen Sheriffs verhindern, dass die Desperados zu viel Geld stehlen. Schließlich steht der Ruf einer ganzen Region auf dem Spiel.

Regeln

Die 20 Orte von El Paso bis Tuba City (bzw. von Santa Fe bis Tucson) sind über eine Wegenetz miteinander verbunden, das nicht nur von Desperados und Sheriffs, sondern auch von den beiden Postkutschen benutzt wird, die nach einem festen Fahrplan reisen. In jedem Jahr (d.h. jeder Runde) werden insgesamt fünf Bewegungsschritte durchgeführt. Die Sheriff-Figuren werden vom Marshall-Spieler offen sichtbar bewegt, alle anderen Charaktere (alle Desperados sowie der Marshall selbst) spielen Ortskarten verdeckt aus, die nur dann offenbart werden, wenn eine Aktion vor Ort durchgeführt werden soll. Die Desperados können Banken ausspähen oder ausrauben, Postkutschen überfallen oder beim Falschspiel Pokerchips einsammeln. Das geht alles ganz einfach, solange die Anzahl Desperados vor Ort größer ist als die der Sheriffs.

Am Rundenende (also nachdem alle Karten gelegt wurden) werden alle Karten aufgedeckt. Trifft gar der Marshall einen Desperado, wird dieser vorübergehend festgenommen und seine Ortskarte permanent aus dem Spiel entfernt. Auch sonst darf jeder Desperado nur eine einzige Aktion pro Jahr/Runde durchführen.
Haben die Desperados nach 5 Jahren mindestens 4.000 Dollar pro Person „verdient“, haben sie gewonnen.

Meinung

Die Desperados müssen sich absprechen ohne zu sprechen. Denn nur wenn sie sich zu hinreichend großen Gruppen zusammenrotten, können die störenden Sheriffs ausgetrickst werden. Doch wenn der Marshall-Spieler mitbekommt, wohin die Reise gehen soll, korrigiert er noch schnell seinen Bewegungsschritt und verhindert den großen Coup. Von diesem Dilemma lebt das Spiel, was entweder in großem Jubel oder Frust enden kann. Je aufmerksamer der Marshall ist, desto schwieriger wird es natürlich für die anderen. Dabei genügt eine verbale Kommunikation längst nicht mehr, sondern Hand- und andere Zeichen sind gefragt. Was teilweise sehr lustig ist.

Der Marshall ist gut beraten, nicht nur das Verhalten der Desperados zu beobachten, sondern auch die bereits entfernten Karten zu berücksichtigen. Insbesondere in der letzten Runde lassen sich oft noch Rückschlüsse daraus ableiten. Was allerdings nichts daran ändert, dass die Kommunikation mit Abstand der wichtigste Faktor ist.

Fazit

Desperados fördert mit seinem innovativen Planungsansatz die nonverbale Kommunikation. Das ist nicht nur eine spannende Herausforderung, die viel Aufmerksamkeit aller Beteiligten erfordert, und zudem auch für viele Missverständnisse und lustige Situationen sorgt. Man fühlt sich zudem ein wenig an das gute, alte Scotland Yard erinnert. Mit dem Unterschied, dass hier ein Spieler Jagd auf alle anderen macht. Womit auch klar sein dürfte: Je mehr Mitspieler, desto besser!


2013-01-03, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7.5cp
29.11.2012
Spielspaß hängt stark von den Mitspielern ab. (zwischen 6 und 9 Punkten)

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