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Datenblatt image
ID 17250

DA LUIGI


cover
Jahrgang: 2015

Verlag: Kosmos [->]
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2-4

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ab 8


f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
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Rezension

Ziel

Im Ristorante herrscht Hochbetrieb. Vielleicht liegt das daran, dass bei Da Luigi stets alles frisch zubereitet wird und eine Küchenhilfe nach Eingang einer Bestellung oft erst einmal auf den Markt geschickt werden muss. Dies kann auch mal knapp werden, da die zahlende Kundschaft nur eine begrenzte Zeit auf ihr Essen warten will. Besonders bei den eher spendablen Kunden lohnt sich der Aufwand jedoch...

Regeln

Jeder Spieler hat in seinem Restaurant Platz für sechs Personen, die nebeneinander platziert werden -was ungefähr den Eindruck einer Warteschlange erwirkt. Jedem Platz ist eine Wartezeit zugeordnet, von 10 bis 60 Minuten. Die Lagerkapazitäten für Waren sind unbegrenzt.
 
Reihum darf nun hinter dem Tresen gewirbelt werden. Wer an der Reihe ist, wirbt entweder neue Gäste an, oder kümmert sich um ihre Bestellungen. Zum Anwerben werden einfach Spielerzahl+1 Kundenkarten gezogen und einzeln (nacheinander) einem Spieler zugeteilt. (Der aktive erhält somit die doppelte Anzahl.) Die Gäste unterscheiden sich in Speisewunsch, Startplatz (Wartezeit), Trinkgeld und Sonderfunktion. Muss ein neuer Gast an einen bereits besetzten Tisch platziert werden, rückt der alte einen Platz weiter -Kettenreaktionen sind hier möglich. Auf diese Weise kann es auch passieren, dass Kunden ohne etwas gegessen zu haben, das Lokal wieder verlassen. In diesem Fall gibt es natürlich kein Trinkgeld, sondern stattdessen am Ende Punktabzug.
 
Wer seine Gäste bedienen möchte, kann zunächst auf dem Marktplatz Waren einkaufen. Auf zwölf Feldern befinden sich unterschiedliche Lebensmittel (bis zu vier Stück jeweils), die größtenteils kostenpflichtig erworben werden können. Bezahlt wird stets in Zeiteinheiten, die die vorhandenen Gäste weiter Richtung Ausgang rücken. Grundsätzlich gilt danach: Kann eine Kunde bedient werden, erhält er sofort die gewünschte Speise. Gesättigte Gäste verlassen freiwillig sofort das Lokal ohne zu zahlen und zahlen wie angegeben. Sobald die Mittagszeit vorbei der Kundenstapel aufgebraucht ist, wird abgerechnet.

Meinung

Die Gäste rechtzeitig zu bedienen, bevor sie angesäuert vondannen ziehen, ist eine Kunst. Ein erfolgreiches Gelingen setzt voraus, dass zum richtigen Zeitpunkt die passenden Ressourcen auf dem Markt vorhanden sind, dass neue Kunden in freie Zeitslots "passen" (und somit keine anderen zur Seite schieben) und ausreichend Zeit übrig ist, um die gewünschten Warenwürfel zu besorgen. Zwei oder höchstens drei Kunden sind eine gute Zahl, denn wenn erstmal alle Plätze verstopft sind, ist der betroffene Spieler ziemlich handlungsunfähig. Statt Siegpunkte zu sammeln, werden Zitronen kassiert, d.h. Minuspunkte.
 
Wie schwierig das Management ist, hängt mitunter von der Spielerzahl ab. Je mehr Konkurrenzbetriebe ansässig sind, desto ungewisser ist der Zustrom brauchbarer Kunden. Desto spaßiger kann es aber auch sein, den Mitspielern den einen oder anderen gerade überhaupt nicht passenden Motzgast zuzuschanzen. Diese Schadenfreude macht einen nicht unerheblichen Anteil am Geschehen aus. Problematisch wird es jedoch, wenn ausschließlich Kunden zu Gast sind, die überhaupt nicht zum Warenangebot passen wollen. Was tun? Eine sinnlose Ware nehmen oder die Tische mit noch mehr Kunden vollpfropfen -mit dem Risiko, weitere unbrauchbare Gäste zu erhalten? Die Steigerung eines solchen unfreiwilligen Missmanagements besteht in drei Gästen auf den letzten Plätzen, die keinerlei Zeitspielraum übrig lassen und eine Garantie dafür sind, dass mehrere Züge praktisch verloren gehen, Zitronen gesammelt werden und die Partie nicht mehr zu gewinnen ist. Die Crux daran: Manchmal hilft die beste Planung nichts, denn jeder kann in eine solche Situation gebracht werden.
 
Der Verlag hat bereits reagiert und auf seiner Webseite ein Regelupdate publiziert. Es ist nun doch möglich, lästige Gäste durch eigene Aktionen herauszukicken, sodass beschriebenes Dilemma jederzeit selbst gelöst werden kann.

Fazit

Wenn es beim Italiener um die Ecke mal wieder länger mit der Bestellung dauert (weil eben keine Tiefkühlpizza bestellt wurde), dann könnte dieser vielleicht Luigi heißen. Denn auch bei Da Luigi wird der eine oder andere Kunde mal nicht bedient, weil seine überraschende Bestellung irgendwelche abstrusen Grundzutaten erforderte, die dummerweise gerade aus waren. Wie eigentlich alle anderen auch. Deshalb schickt man ja die ungeliebtesten Kunden am besten auch gleich zum Nachbarlokal. Sollen die doch da herum motzen...


2015-05-27, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6cp
13.05.2015
Ich bevorzuge Pasta. Basta!

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