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Datenblatt image
ID 17922

CAPTAIN SONAR


cover
Jahrgang: 2017

Verlag: Matagot [->]
Pegasus [->]
Autor: Roberto Fraga, Yohan Lemonnier
Grafik: Ervin, Sabrina Tobal

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2-8

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45-60

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Kommen Sie, schauen Sie, lassen Sie sich anheuern und betreten Sie das U-Boot, mit dem Sie sofort auf Tauchstation gehen! Wir befinden uns nämlich im Handelskrieg, da sind noch lebendige gute Mannschaften rar...

Regeln

Auf dem (ausreichend langen!) Tisch werden mehrere Sichtschirme nebeneinander aufgestellt. Auf jeder Seite nimmt ein Team Platz, das idealerweile aus 4 Spielern besteht, sodass jeder eine eigene Rolle erhält. Bei weniger Spielern müssen manche mehrere Rollen übernehmen, da deren Aufgaben nicht teilbar sind.

Der Kapitän steuert sein U-Boot und gibt eindeutige Kommandos an die Crew. Erlaubte Richtungen sind Nord, Ost, Süd und West (Inseln und Minen dürfen natürlich nicht befahren werden). Er markiert die Route auf seinem Spielbogen. Der Funker hört dem gegnerischen Kapitän zu und zeichnet die Fahrt des anderen U-Boots auf einer transparenten Folie auf. Sobald er konkrete Hinweise auf seine Position hat, kann er dem (eigenen!) Kapitän Hinweise geben.

Der Erste Offizier verwaltet die Systeme an Bord. Jedes Mal, wenn ein Kurs angesagt wird, markiert er eines der insgesamt 23 leeren Felder, die den Waffen-, Aufspür- und speziellen Systemen zugeordnet sind. Sobald alle Felder eines Systems vollzählig sind, ist dieses aktiv und kann benutzt werden. Außerdem muss der Offizier den Schaden markieren.

Der Maschinist beobachtet die Systemdefekte. Bei der Kursansage gibt eines 24 Schaltkreise und Reaktorelemente den Geist auf, wobei es eine begrenzte Entscheidungsfreiheit gibt. Sind bestimmte Systemgruppen vollständig betroffen, erfolgt eine automatische Reparatur aller Systeme. Kommt es jedoch zu einem Reaktor- oder Bereichsdefekt (=alle 6 Reaktorelemente bzw. alle sechs Teile einer der vier Schiffsseiten), nimmt das Boot Schaden. Zur vollständigen Reparatur darf allerdings auch aufgetaucht werden, wodurch die Position dem Gegner für einige Sekunden offenbart wird.

Neben diesen Basisfunktionen können die vom Offizier freigeschalteten Zusatzsysteme natürlich auch genutzt werden. Torpedos, Wasserminen und das Sonar warten ebenso auf ihren Einsatz, wie sich die Crew schon auf eine Schleichfahrt freut. Gespielt wird grundsätzlich gleichzeitig, allerdings gibt es auch eine rundenbasierte Variante. Es gewinnt natürlich, wer den Gegner versenkt.

Meinung

Captain Sonar ist eindeutig auf 8 Spieler ausgelegt, denn nur dann kommt echte U-Boot-Atmosphäre auf. Zu sechst oder zu siebt können erfahrene Spieler auch die kombinierten Rollen Kapitän und Erster Offizier übernehmen, aber das wird dann schon anstrengend. Bei weniger Spieler geht es dann nur noch rundenbasiert zu, was durchaus ebenfalls einen gewissen Reiz besitzt und sich oft auch zur Einstimmung als erste Partie eignet. Dennoch: Am besten ist dieses Teamduell mit voller Mannstärke.

Dass das Szenario im Jahr 2048 spielt (oder spielen soll), merkt man nicht. Gut, 100 Jahre vorher gab es noch keine Atomreaktoren zur Energiegewinnung, aber dieses Detail hätte man auch nicht-nuklear gestalten können. Dem Spielspaß tut dies allerdings keinen Abbruch. Probleme entstehen nämlich erst dann, wenn ein Mannschaftsmitglied nicht zuhört oder die falschen Kommandos gibt. Insbesondere die Rolle des Maschinisten ist nicht zu unterschätzen, da dieser dem Kapitän Hinweise geben muss, wenn der Schaden nicht überhand nehmen soll. Aber auch der Funker hat keine leichte Aufgabe, der mit mehreren Personen gleichzeitig kommunizieren -und dabei auch noch denken- soll. Kurzum: Viele Herausforderungen, viel Fehlerpotential. Und da man so wenig über den (gefährlichen) Gegner weiß, ist die Anspannung von Anbeginn hoch. Ein intensives Erlebnis ist somit garantiert.

Fazit

Captain Sonar stellt sich als Echtzeitspiel heraus, das bis zum letzten Torpedo spannend bleibt und niemandem eine Pause zum Erholen gönnt. Die einzige Hürde besteht darin, acht interessierte Spieler gleichzeitig für eine Partie gewinnen zu können. Wer die Gelegenheit bekommt, sollte Captain Sonar aber unbedingt einmal mitspielen.


2017-08-07, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
01.08.2017
Im richtigen Team 10 Punkte. Da ein solches leider nie aufzutreiben ist, kommt Captain Sonar viel zu selten auf den Tisch. Leider.

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