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ID 12186

BUSHIDO: DER WEG DES KRIEGERS


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Jahrgang: 2008

Verlag: Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Michael Nietzer, Oliver Wolf
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3-5

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90

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f5
Bewertung angespielt: 5.2 von 10
punkte

Score gesamt: 55.2% von 100
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Rezension

Ziel

Bushido war eine Lebensphilosophie der Samurai im alten Japan und bedeutet wörtlich "Weg des Kriegers". Die Spieler müssen in verschiedene Rollen schlüpfen und versuchen 50 Ehrenpunkte zu erreichen, um zum neuen Shogun ernannt zu werden.

Regeln

Das Spielfeld entsteht in Bushido durch das verdeckte Auslegen von Hexagonfeldern. Diese repräsentieren einzelne Gebiete und zeigen Städte, Dörfer, Tempel, Reisfelder, Gebirge und Clanfestungen. Nun werden reihum, beginnend beim Startspieler, die einzelnen Gebiete mit Truppenmarkern besetzt und aufgedeckt. Jede Provinz liefert eine bestimmte Anzahl an Ehrenpunkten (wichtig für Spielsieg), Reis (wichtig für Truppenanzahl) und eventuell Verstärkungen.

Eine Spielrunde gliedert sich in bis zu 12 Spielphasen. Zu Beginn wird der Daimyo (Herrscher) für die aktuelle Runde ernannt. Dieser wechselt im Uhrzeigersinn. Nur als Daimyo dürfen die Spieler Verstärkungsmarker aus einem Stoffbeutel nachziehen. Desweiteren muss in dieser Phase immer geprüft werden, ob die eigenen Truppen alle mit Reis versorgt werden können, oder ob einem noch zusätzliche Truppenmarker zustehen.

In der zweiten Phase einer Runde kann der Daimyo eine Teezeremonie durchführen. Diese ermöglicht ihm, zuvor erspielte Samurai-Ehrenpunkte in Daimyo-Ehrenpunkte umzuwandeln, denn nur Daimyo-Ehre zählt für den Spielsieg.

Jetzt verteilt der aktuelle Daimyo die Rollen Samurai (Angreifer), Bushi (Verteidiger), Sensei und Hatamoto (nur bei 5 Spielern) an die Mitspieler. Der Samurai muss später in der Runde für den Daimyo eine Eroberung gegen den Spieler mit der Bushi-Rolle durchführen. Direkt danach darf der Sensei sogenannte Effektmarker ausspielen. Er kann z. B. Aufständische in Provinzen setzen, einen Spion verwenden, um hinter den Sichtschirm eines Mitspielers schauen zu dürfen usw. Wurde die Rolle des Hatamoto vergeben, hat dieser die Möglichkeit, eine Revolte in einer Provinz des Daimyos auszulösen.

Der Daimyo verschiebt nun seine Truppen in die Provinz, die der Samurai für ihn erobern soll. Die Spieler mit den Rollen für Angreifer und Verteidiger tragen diesen Konflikt dann aus. Kämpfe werden durch eingesetzte Truppen, Taktikscheiben und Schwertmarker entschieden. Bei den Taktikscheiben haben die Spieler die Wahl zwischen Zweikampf, Schlacht, Meuchelangriff und Verräter. Je nachdem welche Kombination aus Taktikscheibe und Schwertmarkern von den kämpfenden Spielern gewählt wurde, ergibt sich eine andere Kampfauswertung.

Erobert der Samurai die Provinz, bekommt der Daimyo dieses neue Gebiet und die damit verbundenen Vorteile. Der angreifende Spieler bekommt für seine gewonnene Schlacht Samurai-Ehrenpunkte, die er später bei einer Teezeremonie in Daimyo-Ehre umwandeln kann. Gewinnt der Verteidiger, erhält dieser Ehrenpunkte und behält seine Provinz, wobei es beim Samurai zu einem Verlust von Ehrenpunkten kommt.

Am Ende einer Runde entscheidet der Sensei noch darüber, ob alle Spieler für die nächste Runde Verstärkungsmarker nachziehen dürfen oder nicht. Danach beginnt eine neue Runde mit dem Wechsel des Daimyos.

Hat ein Spieler 50 Ehrenpunkte erreicht, gewinnt er das Spiel und wird zum neuen Shogun. Ansonsten gewinnt nach 12 Spielrunden der Spieler mit den meisten Punkten.

Meinung

Die Spielregeln für Bushido sind etwas umfangreicher, auch deshalb weil jede Spielrunde aus bis zu 12 Phasen besteht. In den ersten 2-3 Partien wird man zwischendurch immer wieder mal das Regelheft konsultieren müssen.

Durch den sehr variablen Spielaufbau mit den schön gestalteten Hexagonfeldern ist der Spielverlauf immer wieder anders. Auf der Webseite des Herstellers www.gameheads.org stehen dazu noch unterschiedliche Szenarien für Bushido zur Verfügung.

Obwohl Bushido auch mit nur drei Spielern viel Spaß macht, entfaltet das Spiel mit fünf Spielern noch einen etwas größeren Reiz, da dann die Rolle des Hatamoto mit vergeben wird. Ein richtig gut gelungenes Spielement ist die Verteilung der Rollenkarten, die in jeder Runde von einem anderen Spieler vorgenommen wird. Dies macht das Spiel etwas unberechenbar und sehr abwechslungsreich.

Ein weiteres Lob verdient die gelungene Entscheidung der Kämpfe, die ganz ohne Würfelglück auskommt. Durch die Auswahl an verschiedenen Taktikscheiben und Schwertmarkern, stehen den Spielern viele taktische Möglichkeiten zur Verfügung.

Fazit

Grundvoraussetzung für Bushido ist die Bereitschaft, sich in ein Spiel einzuarbeiten. Das Regelstudium kann schon ein bißchen dauern und die Spielabläufe sitzen erst nach ein paar Partien wirklich richtig gut. Dies ist aber bei anderen großen Spielen nicht anders. Wer sich auf das Spiel einlässt, erhält hier ein taktisch vielschichtiges und tolles Strategiespiel mit vielen gelungenen Spielelementen.


2009-04-30, Markus Donaubauer (markus)



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Bewertungen
4cp
03.05.2009
Interessante Mechanismen, aber recht willk?rlicher Ablauf. Wenig planbar.
3.5niggi
26.04.2009
7markus
27.04.2009
6.5arkadia
10.07.2009

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