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ID 14276

BLOOD BOWL: TEAM MANAGER - THE CARD GAME


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Jahrgang: 2012

Verlag: Fantasy Flight Games [->]
Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Vertrieb: Heidelberger Spieleverlag
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2-4

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60-120

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ab 14


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
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Rezension

Ziel

Orks, Zwerge, Waldelfen und Menschen prügelten sich bereits durch zahllose Turniere des beliebten Zwei-Personen-Brettspiels Blood Bowl, der blutigen Fantasy-Variante von American Football. Und weil ihnen das nicht reicht, treten sie nun auch noch in einem Kartenspiel gegeneinander an, das die Teilnahme von bis zu vier Teams ermöglicht. Da die Spieldauer deutlich kürzer ist, bedeutet dies mehr Turniere, mehr Ruhm und mehr Blut!

Regeln

Eine „Saison“ besteht aus fünf Partien (Runden), in denen vom Spike!-Magazin ausgewählte (spielentscheidende) Highlights unter die Lupe genommen werden. Und zwar so viele, wie Teams teilnehmen. (Um Verwirrung zu vermeiden, sprechen wir im Folgenden von „Teams“, wenn die Mitspieler am Tisch gemeint sind und von „Spielern“, wenn die Karten-Charaktere verwendet werden.)
Reihum dürfen die Teams ihre Spieler im aktuellen Wettkampf einsetzen, indem sie sie an einen freien Bereich neben ein Highlight anlegen und dabei deren spezielle Eigenschaften anwenden, oder aussteigen. (Sollten drei oder vier Teams teilnehmen, muss beachtet werden, dass nur bei Turnieren mehr als zwei Parteien anlegen dürfen.) Optional darf zudem eine „Wettkampfaktion“ durchgeführt werden. Dafür stehen separate Team- und Personalverbesserungskarten zur Verfügung, die nur einmal pro Partie genutzt werden können.

Die Eigenschaften der Spieler erlauben ein friedfertiges Aufnehmen des Balles, eine Weitergabe an einen Mitspieler, einen Sprint (Austausch von Handkarten), eine Prügelattacke gegen einen Gegner (Tackling) sowie Betrugsversuche. Pardon, Spieler mit der Eigenschaft Betrug müssen diese sogar anwenden, denn „Betrug ist obligatorisch“.

Ein geschickter Betrug hilft ungemein (zusätzliche Fans oder Spielstärke). Wird er entdeckt, führt er jedoch zu einem Platzverweis. Beeinflussen lässt sich dies jedoch nicht, denn die Betrugsmarker müssen verdeckt gezogen werden und geben das Ergebnis fest vor.

Haben die Teams ihre Aktionen abgeschlossen, erfolgt eine Auswertung der Spielstärken in den einzelnen Highlights. Noch aktive Spieler sind natürlich stärker als bereits am Boden liegende, und auch die Betrugsmarker haben ihren Anteil. Sowohl Gewinner als auch Verlierer erhalten eine durch das jeweilige Highlight vorgegebene Verbesserung, der Sieger einen zusätzlichen Bonus. Neben Teamverbesserungen können besonders starke Starspieler eingesammelt und neue Fans gewonnen werden. Die Anzahl Fans wird auf großen Anzeigetafeln mitgezählt, denn es gewinnt das Team, das am Saisonende die meisten Fans vorweisen kann.

Meinung

„Betrug ist obligatorisch.“ – Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, denn er bringt Blood Bowl auf den Punkt. Fairness hat hier nichts verloren, hier wird geschummelt und gemogelt und der Gegner nach Strich und Faden verprügelt. Wobei das demolieren der gegnerischen Spieler (leider) deutlich harmloser wirkt, als beim Blood Bowl Brettspiel. Wer sich für das Zwergenteam entscheidet, sollte trotzdem seine Stärken konsequent nutzen und noch in der ersten Partie mindestens einen Gegner permanent ausschalten. Und verhindern, dass dieser durch einen Starspieler ersetzt wird. (Merke: Je früher der Gegner verkloppt wird, desto geringer wird sein Widerstand am Ende ausfallen!)

Allerdings sind diese Starspieler für alle Teams interessant, insbesondere zu Beginn einer Partie. Mit einer einzigen Ausnahme gibt es für jedes Team eigene Starspieler, die eigentlich immer eine wesentliche Verbesserung darstellen. Bei aller Gier nach Spielern und Karten darf aber niemals vergessen werden, dass am Ende nur die Fans zählen. Womit wir wieder beim Schummeln wären, da manche Betrugsmarker auch hier helfen…

Während die etwas unintuitive und nicht immer leicht verständliche Anleitung etwas Arbeit erfordert, sind die Karten übersichtlich und gut illustriert, die Anzeigetafeln erfreulich groß, handlich und gut ablesbar. Dass die Teams in virtuellen Vereinigungen namens „Old World Association (OWA)” oder „Chaos Wastes Confederation (CWC)” organisiert (und wiederum in die „Team Managers Union (TMU)” integriert) sind, sorgt für ein wenig thematische Atmosphäre, die wohltut. Allerdings darf sie keineswegs mit den epischen Entwicklungen des Brettspiels verwechselt werden, denn dort werden eigene Teams über viele Monate und Jahre zusammengestellt und stetig weiterentwickelt. Beim Kartenspiel wird dagegen jedes Mal neu begonnen, mit fixen Teams und unveränderlichen Spielercharakteren.

Fazit

Die Teams der Chaos All-Stars (Chaos), Gouged Eye (Orks), Skavenblight Scramblers (Skaven), Athelorn Avengers (Waldelfen), Reikland Reavers (Menschen) und Grudgebearers (Zwerge) treten an, um sich nicht in Würfelorgien aufzureiben (wie im Blood Bowl Brettspiel), sondern überlassen ihren Zufallsanteil den Betrugsmarkern. Klingt fair, ist es aber nicht. Dafür ermöglicht das Kartenspiel nicht nur einem dritten oder gar vierten Spieler das Mitmischen, sondern benötigt auch nur die Hälfte der Zeit. Der Einstieg fällt somit leichter, sodass das großartige Blood Bowl hoffentlich noch mehr Fans gewinnt und seinen Bekanntheitsgrad weiter steigern kann. Drum lasst die Spiele beginnen, und vergesst niemals: Betrug ist obligatorisch.


2012-05-02, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
01.05.2012
Das Brettspiel ist epischer, aber für den kleinen Kampf zwischendurch durchaus passabel!

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