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Datenblatt image
ID 14246

ANTARCTICA


cover
Jahrgang: 2011

Verlag: Sunny Games [->]
Autor: Jouke Korf
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2-5

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30

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 6.0 von 10
punkte

Score gesamt: 56.0% von 100
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Rezension

Ziel

Das Eis in der Antarktis schmilzt und die jungen Robben und Pinguine kämpfen um ihr Leben. Denn blutrünstige Jäger trachten nach ihrem Fell und Fleisch. Können die Spieler gemeinsam ihre Patrouillenboote und Hubschrauber erfolgreich einsetzen, sodass die Tiere das Erwachsenenalter erreichen?

Regeln

Jede Runde besteht aus fünf Aktionsschritten, die unter den Spielern aufgeteilt werden. Zu Beginn wechseln ein paar Fischschwärme ihren Aufenthaltsort. Die verschiedenen Fischarten stellen die Nahrung für Robben und Pinguine in vier aufeinanderfolgenden Altersstadien dar. Außerdem bewegen sich die drei roten Jägerboote im Uhrzeigersinn zu einem anderen Anlaufpunkt, von dem sie die Tiere auf der dazugehörigen Eisscholle angreifen können. In den folgenden beiden Aktionen dürfen sich jeweils ein Pinguin und eine Robbe fortbewegen –und wachsen, sofern sie innerhalb ihrer altersabhängigen Bewegungsreichweite passendes Futter finden.

Schritt Nummer vier ist der Einsatz der Umweltschützer, die ebenfalls über drei (gelbe) Boote verfügen. Dort, wo sich diese Boote aufhalten, sind angrenzende Tiere automatisch geschützt. Außerdem fungieren mitgeschleppte Krillschwärme (einmalig) als Ausweichnahrung. Unter bestimmten Bedingungen können Jäger auch verhaftet werden, was zu einer Reduzierung aller Schiffe führt und stattdessen einen Hubschrauber einsatzfähig macht. Ein solcher kann jederzeit eingesetzt werden, um eine Jagd in letzter Sekunde zu verhindern. Denn sobald auch nur ein einziges Tier von den Jägern erlegt wird, haben die Spieler verloren. Gelingt es dagegen allen vier Tieren, die vierte Entwicklungsstufe zu erreichen und somit ausgewachsen zu sein, gewinnen die Spieler. Am Ende jeder Runde wird zudem immer eine Scholle entfernt, sodass es den Jägern im Laufe der Zeit immer leichter fällt, eine Robbe oder einen Pinguin zu erreichen.

Meinung

Das Thema Umweltschutz steht klar im Vordergrund, ohne jedoch das „Spiel“ gänzlich zu verdrängen. Aufgrund der zahlreichen Regelungen zur Bewegung von Jägern und Fischen wäre aber auch die Bezeichnung „Simulation“ nicht ganz falsch. Kernelement ist die kooperative Prävention, d.h. das gemeinsame Überlegen, welche Plätze besonders schutzbedürftig sind. Denn die Patrouillen müssen sich bereits vor Ort befinden, wenn die Jäger dort eintreffen. Und gerade zu Beginn sind die Jungtiere noch relativ immobil, sodass längere Wanderungen zwecks Nahrungssuche durchaus eintreten können. Dies kostet jedoch Zeit, denn das Eis schmilzt kontinuierlich. Werden die Krillschwärme gezielt eingesetzt und gelingt es zumindest einen der Jäger zu stellen, sollte die Mission dennoch von Erfolg gekrönt sein. Selbstverständlich lässt sich der Schwierigkeitsgrad aber auch steigern –zum Beispiel auch indem die Kommunikation zwischen den Spielern reduziert wird und jeder einfach seine Aktion(en) durchführt.

Fazit

Man sieht dem in einem Kleinverlag erschienenen Antarctica leider an, dass die Produktionskosten niedrig gehalten werden mussten: Das Cover schreckt eher ab, als dass es zum Kauf motiviert oder den Umweltschutzaspekt herausstellt. Der Schutz der Robben und Pinguine ist jedoch eine weit bessere Simulation, als es der erste Blick vermuten lässt. Auch mit der Altersangabe liegt der Verlag richtig, denn ein Kinderspiel ist dies sicherlich nicht.


2012-08-15, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6niggi
04.07.2012
ein kooperatives Spiel mit traurigem Hintergrund

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