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Datenblatt image
ID 13855

AETHER


cover
Jahrgang: 2010

Verlag: Onni Games [->]
Autor: Touko Tahkokallio
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2-4

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45

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ab 10


f5
Bewertung angespielt: 7.5 von 10
punkte

Score gesamt: 59.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Die vier grundlegenden Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft kämpfen um das mystische fünfte Element, den Aether. Wirst Du der neue Herrscher über die Elementarebene sein?

Regeln

Das Spielfeld wird in die Mitte gelegt und jeder Spieler erhält die Elementare (=Steinchen) seiner Farbe, einen Sichtschirm sowie vier Elementarplättchen, die hinter dem Sichtschirm verborgen werden.

Der aktive Spieler muss eines seiner Elementarplättchen auf den Spielplan platzieren. Zusätzlich darf er gegen Abgabe (Opferung) eines Elementars seine Plättchen vor dem Legen austauschen oder ein Elementar auf das soeben platzierte Plättchen setzen. Anschließend zieht er ein neues Elementarplättchen aus dem Stoffbeutel, so dass er am Ende seines Zugs immer vier Plättchen besitzt.

In dem Moment, in dem ein Elementar auf ein Elementplättchen gelegt wird, wird dieses erst aktiv und besitzt dann einen Kraftwert, der wie folgt ermittelt wird: Das Plättchen mit dem Elementar und alle direkt angrenzenden Plättchen gleichen Elements werden addiert. Danach wird die Zahl der angrenzenden Gegenelemente abgezogen. Jedes Element hat nämlich ein sog. Gegenelement, im Detail: Wasser schlägt Feuer, Feuer schlägt Erde, Erde schlägt Luft und Luft schlägt Wasser.

Letztendlich bestimmen die Aetherplättchen, deren Lage auf dem Spielplan vorgegeben ist, den Sieger. Bei Spielende wird kontrolliert, wer die Mehrheit um jedes Aetherplättchen besitzt. Der Mehrheiten-Gewinner erhält dann das Plättchen, welches soviel Siegpunkte wert ist, wie aufgedruckt sind. Weiterhin bringt jedes nicht eingesetzte Elementarsteinchen (inkl. der geopferten) drei Siegpunkte für seinen Besitzer.

Das Spiel endet, wenn das letzte freie Feld auf dem Spielplan belegt wurde. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten hat dann gewonnen.

Meinung

In der Ablaufbeschreibung hört sich alles ja recht einfach an, und in der Tat sind die Regeln eigentlich relativ leicht zu verstehen. Also ist auch das gesamte Spiel einfach, oder? Von wegen! Aether ist ein Spiel, das die kleinen grauen Zellen extrem beansprucht – zumindest, wenn Vielspieler bzw. Grübler aufeinandertreffen. Denn jede Entscheidung will gut überlegt sein. Lässt man sich frühzeitig auf einen „Kampf“ um ein bestimmtes Aetherplättchen ein? Oder ist es besser, zunächst eigene Mehrheiten zu sichern? Im Idealfall sollte der goldene Mittelweg gewählt werden, d.h. eigene Mehrheiten bilden und gleichzeitig den Mitspieler durch Gegenelementare massiv schwächen. Gleichzeitig darf jedoch nie die Gefahr gegnerischer Angriffe aus den Augen verloren werden. Und das ist schwierig, denn oftmals verliert man den Überblick über alle möglichen Konstellationen.

Der Verlag hat das Spiel für Kinder ab zehn Jahren empfohlen. Uff … das ist harter Tobak. Natürlich können Kinder oder Gelegenheitsspieler Aether auch spielen, aber dann sollte möglichst ein taktisches Gleichgewicht gewahrt werden, d.h. Kinder spielen mit Kindern, Gelegenheitsspieler mit Gelegenheitsspielern und Vielspieler mit Vielspielern. Denn seien wir mal ehrlich: ein Gelegenheitsspieler dürfte bei einem solch taktisch geprägten Spiel keine Chance gegen einen erfahrenen Grübler haben.

Optisch macht Aether ebenfalls einiges her. Das Material ist hochwertig verarbeitet und sehr schön konzipiert. Prima – so macht Spielen Spaß und erfreut gleichzeitig auch das Auge.

Fazit

Insgesamt betrachtet ist Aether ein knochentrockenes Spiel, das vor allem Leuten weiterempfohlen werden kann, die sowohl Schach als auch Legespiele wie Carcasonne mögen. Lege- und Mehrheitenspiele gibt es viele, aber Aether gehört zweifellos zu den besseren Vertretern dieses Genres. Wer gerne exzessiv über einen Spielzug grübelt und Mehrheitenspiele mag, wird mit Aether richtig gut bedient.


2012-02-03, Wolfgang Volk (heavywolf)



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Bewertungen
7.5heavywolf
02.12.2011

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