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Datenblatt image
ID 16833

MERCHANT OF VENUS


cover
Jahrgang: 2014

Verlag: Fantasy Flight Games [->]
Heidelberger Spieleverlag [->]
Autor: Richard Hamblen, Rob Kouba
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2-4

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ab 13


f5
Bewertung angespielt: 7.0 von 10
punkte

Score gesamt: 58.0% von 100
score
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Rezension

Ziel

Merchant of Venus wurde ursprünglich von Avalon Hill veröffentlicht -und zwar bereits im Jahr 1988. Das interstellare Handelsspiel wurde nun von Fantasy Flight Games kräftig überarbeitet und gleich mit zwei verschiedenen Regelwerken ausgestattet. Beim "klassischen Spiel" handelt es sich um die (nahezu) unveränderten Originalregeln, das "Standardspiel" ist dagegen etwas umfangreicher ausgefallen.

Regeln

Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines galaktischen Händlers, mit speziellen Rasseeigenschaften, einem modifizierbaren Raumschiff und einem kleinen Startkapital. Wer am Zug ist, bewegt sich gemäß des Geschwindigkeitsergebnisses (Antriebswürfel werfen) über die bekannten Routen des Spielplans vorwärts, bis er auf einem Planeten oder Asteroiden landet. (Teleportale können dabei hilfreich sein.) Beim ersten Besuch eines Spielers kommt es zum Erstkontakt der Spezies, die fortan das galaktische Handelsnetz mit Warenproduktion und -nachfrage erweitert.

Kaufen und verkaufen sind die primären Tätigkeiten im Raumhafen. Auf jeden Fall natürlich Waren, denn mit diesen wird Geld verdient. Aber auch Verträge (um bei Fabrikwaren mitzuverdienen) und Ausrüstungsgegenstände. Zu Beginn haben die Spieler zwar nur ein Schiff der Scout-Klasse zur Verfügung, doch lassen sich auch höherwertigere Schiffstypen eintauschen und teilweise erheblich modifizieren. Ab und zu wollen auch Passagiere mitreisen und zu einem bestimmten Zielplaneten gebracht werden.

Im Standardspiel gibt es anstelle von Fabrikverträgen nun eine deutlich ausgebaute Auswahl an Erweiterungen, darunter auch Waffen und Schilde. Während im klassischen Spiel derjenige gewinnt, der als Erster ein Vermögen von 2000 Credits angehäuft hat, werden nun feste 30 Runden durch das All geflogen. Dies kann man unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung auch alleine tun, doch für das Solospiel gibt es außerdem eine separate Variante, die etwas herausfordernder ist.

Meinung

Die beiden Regeln (Standard und klassisch) sind gar nicht so weit voneinander entfernt, wie man zunächst vermuten mag. Es ist nicht nur der gleiche Spielplan, es sich auch sonst sehr viele Gemeinsamkeiten vorhanden. Motivation und Dramatik sind identisch: Es werden fremde Sternsysteme erkundet, neue Zivilisationen entdeckt und nach immer dem gleichen Schema Waren durch die Gegend transportiert. Das neue Regelwerk ist in einigen Details etwas klarer strukturiert und ermöglicht endlich auch, einzelne Schiffsteile auszubauen. Das erinnert ein wenig an den Computer-Klassiker Elite und ist reizvoller, als einfach nur das ganze Schiff beim Händler einzutauschen.

Ein wichtiges Kernmerkmal ist ebenfalls das gleiche geblieben: Die Spieldauer von rund 4 Stunden ist etwas viel, sodass Merchant of Venus weiterhin nur einen hartgesottenen SciFi-Kern begeistern wird. Die Spielziele bzw. Rundenzahl zu verkürzen, ist angesichts der Wachstumsdynamiken nicht unbedingt eine gute Idee. Stattdessen ist etwas Ausdauer gefragt, insbesondere wenn die Mitspieler gerade am Zug sind. Des Weiteren sollte man auch nicht mit seinem Glück hadern, das beim würfeln und entdecken keinen unerheblichen Einfluss hat. Merchant of Venus ist kein schnelles Wirtschaftsspiel, sondern ein galaktisches Abenteuer.

Fazit

Das epische Merchant of Venus ist endlich wieder im Handel erhältlich! Wer etwas Ausdauer und Begeisterung für Weltraumhandel mitbringt, kann sich stundenlang an den tollen Illustrationen und bisweilen satirisch gestalteten Außerirdischen erfreuen und seine Handelsrouten optimieren. Mit den neuen Schiffsausbauten ist das Standardspiel zu empfehlen.


2014-08-18, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
7cp
29.07.2014
Must-Have für SciFi-Fans

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