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ID 14396
FEUDALHERREN

cover
Jahrgang: 2011

Verlag: Lookout Games [->]
Autor: Tom Wham
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2-6

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75

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ab 8


Material: hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: gering
Einfluss: hochf5
Bewertung Ludoversum: 7.8 von 10
punkte

Score gesamt: 59.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Barone, Baroninnen, Baronessen und Barometer (huh?) hatten es leicht im Mittelalter, denn Gold, Nahrung und Land fiel ihnen regelrecht in den Schoß und vermehrte sich ganz von allein. Wer Glück hatte, wurde vom König besucht, wer Pech hatte von Steuereintreibern, Ratten und anderem Unsinn. Doch einen echten Feudalherren stört das wenig; statt missmutig zu werden zieht er lieber ein paar neue Plättchen aus dem Dingebeutel. Und am Ende darf sich der Gewinner sogar aussuchen, ob er lieber König oder Königin werden möchte.


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Ablauf

49 quadratische Felder umfasst das Lehen eines jeden Spielers, das von Flüssen durchzogen und mit Bergen gespickt ist. Irgendwo darin befindet sich der Bergfried, der sukzessive zu einer richtigen Festung ausgebaut wird, mit Bogenschützen, Burgmauern und was sonst noch dazu gehört. Das geht schneller als üblich, denn zu Beginn jeden Zuges erhalten alle Spieler Einkommen und dürfen ein neues Plättchen kaufen. Das jeweilige Einkommen wird durch ein Plättchen bestimmt, das benachbart zu ausgewürfelten Koordinaten ist.

Der aktive Spieler darf zusätzlich zwei Aktionen ausführen, muss jedoch seine Bewohner ernähren –die abzugebende Nahrungsmenge richtet sich nach der Anzahl verbauter Plättchen. Als „Aktion“ gilt das Eintreiben zusätzlichen Einkommens, aber auch der Versuch, mittels Liebschaft, Sabotage oder Überfall an weitere Siegpunkte zu kommen. Diese Konflikte werden grundsätzlich ausgewürfelt und bergen ein hohes Risiko, Punkte auch wieder zu verlieren. Bei Kämpfen muss der Angreifer zusätzlich mit einer 50%igen Verlustquote seiner eingesetzten Einheiten rechnen. Allerdings gibt es zahlreiche Plättchen mit Sonderfunktionen, wie beispielsweise der Heilung (Würfel neu werfen), die die Schmerzen lindern können. Es gewinnt jedenfalls, wer am Ende eines Zuges die benötigte Siegpunktmenge erreicht hat.


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Meinung

Siedler meets Dingebeutel -Tom Wham hat sein Kings & Things ein wenig abgespeckt und jedem Spieler ein eigenes Tableau spendiert. Mit den neuen Ereigniskarten kommt stattdessen eine ordentliche Portion Zufall hinzu, auch wenn damit keine Revolutionen ausgerufen werden. Aber dem König fällt immer wieder etwas Neues ein, wie er seine Untertanen nerven kann –offenbar hat der gute Mann Langeweile. Mal ist er so hungrig, dass ihn die Spieler mit ihren mühsam gesammelten Vorräten versorgen müssen, mal ruft er ganz spontan ein Turnier aus und manchmal erklärt er einfach so irgendeinen Krieg. Um für alle Fälle vorbereitet zu sein, sollten deshalb stets alle Ressourcen vorrätig und die militärischen Einheiten vorhanden sein. Drachen und Banditen sind übrigens genauso einfältig und lustorientiert wie der Regent, selbst die Auswirkungen (und Vorbeugemaßnahmen!) sind ähnlich.

Die Plättchen weisen eine unbestreitbare Ähnlichkeiten mit Kings & Things auf, die Festungsteile sind sogar austauschbar. Der Spielablauf entspricht jedoch eher dem klassischen „Eurogame“, bei dem jeder Mitstreiter für sich selbst herum wurschtelt und versucht, den Steinen aus dem Weg zu gehen, die einem vom System vor die (hoffentlich geschützten) Füße geworfen werden. Dies macht sich auch in der angenehm kurzen Spielzeit und den vielen Holzwürfelchen bemerkbar.


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Fazit

Kings & Things ist familientauglich geworden, doch Dingebeutel und das lustige Design sind glücklicherweise geblieben. Feudalherren ist ein herrlicher Spaß, ganz ohne taktische Kriegsführung oder gemeinsamen Spielplan, der das Mittelalter aus einer ganz anderen, augenzwinkernden Perspektive betrachtet.


07.11.2011 , Carsten Pinnow



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Bewertungen
8capi
07.11.2011
8.5Gummidoc
27.03.2012
7.5MarkusB
09.05.2013
7UliWolter
24.05.2014

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