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ID 13835
IM BANN DER MUMIE

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Jahrgang: 2010

Verlag: Sphinx Spiele [->]
Autor: Henning Poehl
Grafik: Markus Bülow

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3-5

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90

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ab 16


f5
Bewertung Ludoversum: 7.5 von 10
punkte

Score gesamt: 59.0% von 100
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Rezension

Ziel

Zusammen mit weiteren Abenteurern betrittst du das Grab eines unbekannten Pharaos, um dessen Schätze zu bergen. Doch auf dem Grab liegt ein Fluch, und eine Mumie bekämpft dich auf Schritt und Tritt, um sich das wertvollste Fundstück selbst zu sichern.


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Ablauf

Im Bann der Mumie beinhaltet 56 große und 110 kleine Karten sowie zwei Würfel, die unter anderem über Gewinne im Casino und Kampfstärke entscheiden. Ein Spieler übernimmt die Rolle der Mumie, während zwei bis vier Mitstreiter verschiedene Charaktere mit diversen Sonderfähigkeiten darstellen. Eine Spielrunde ist in vier Phasen untergliedert. In der Vorbereitungsphase kann der Mumien-Spieler Einfluss auf die Grabstätten nehmen. Dann folgt die Planungsphase, in der jeder reihum Aktionskarten ausspielen darf. Die Charaktere sind an kein Limit gebunden, während der Mumien-Repräsentant nur eine Karte verwenden darf.

Mögliche Charakter-Aktionen sind beispielsweise das Erforschen von Grabungsstätten, das Ausführen einer Grabung oder der Gang ins Casino. Der Mumien-Spieler kann hingegen einen Bann über eine Grabungsstätte verhängen oder sogenannte Käferkarten auf ein Grab legen. Sollten sich ein oder mehrere Spieler später dazu entscheiden, diese Stätte aufzugraben, so müssen sie erst mittels der Würfel ihren Wagemut zur Grabung unter Beweis stellen und anschließend gegen die Käfer ankämpfen. In der Ausführungsphase werden die gespielten Aktionskarten ausgewertet. Besiegen die Charaktere den Schrecken der Mumie, so erhält der Ausgrabungsleiter das Fundstück, welches unter dem Grab liegt. Verlieren die Spieler jedoch dem Kampf, so geht das Fundstück an die Mumie. Last but not least folgt die Marktphase, in der die Spieler auf dem Markt einkaufen gehen können. Die Mumie kann allerdings zu Beginn dieser Phase eine Fäulniskarte auf einen Gegenstand oder eine Hilfskraft-Personenkarte legen, so dass diese nicht mehr erworben werden kann. Jeder Charakter-Spieler kann nun eine „Stehlen“- oder „Handeln“-Karte ausspielen. Mittels „Handeln“ können Gegenstände erworben oder Hilfskräfte angeheuert werden, während die „Stehlen“-Aktion dem Dieb ggf. Bargeld eines Mitspielers beschert (über den Erfolg des versuchten Raubs entscheiden die Würfel).

Sobald das Fundstück „Mumie“ ausgegraben wurde, endet das Spiel. Wird dieses Fundstück vom Mumien-Repräsentant gesichert, hat dieser gewonnen. Wird es hingegen von einem Charakter-Spieler geborgen, gewinnt der Charakter mit dem meisten Bargeld (also nicht zwangsweise der Spieler, der das Fundstück geborgen hat).


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Meinung

Das Wichtigste vorab: Der oben beschriebene Spielablauf ist extrem gestrafft und steht in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Komplexität des Spiels. Stattdessen wurden lediglich die Kernelemente kurz angerissen, um einen groben Überblick über den Spielmechanismus zu geben. Auf die Details konnte nicht eingegangen werden, da dies zweifellos den Rahmen gesprengt hätte. Denn Im Bann der Mumie ist sicherlich eines der komplexesten Kartenspiele die es gibt, was auch an der 20seitigen Spielanleitung deutlich wird. Allein die Planungsphase beinhaltet zehn verschiedene Aktionsmöglichkeiten, welche die Charakter-Spieler im Idealfall aufeinander abstimmen sollten. Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten, von denen einige einander bedingen, sollte der „Erklärbär“ für das Regelstudium der Anleitung locker eine Stunde oder sogar mehr einkalkulieren. Aber wenn der Spielmechanismus erst einmal verstanden und verinnerlicht wurde, steht dem Spielspaß nichts mehr im Wege.

Im Bann der Mumie ist zwar ein Kooperationsspiel, allerdings eines mit sehr originellen Ideen und ungewöhnlichem Prinzip, denn am Ende gewinnen nicht etwa die Charakterspieler zusammen, sondern nur eine einzelne Person, und zwar derjenige mit dem meisten Geld. Insofern kann es schon mal vorkommen, dass sich die Charaktere im Verlauf des Spiels in die Haare kriegen, weil jeder schließlich auch den individuellen Vorteil im Hinterkopf hat. Weiterhin ungewöhnlich ist die Tatsache, dass die Mumie zu Beginn recht kampfstark ist, während sie gegen Ende immer schwächer wird und trotzdem mehr Schrecken verbreitet.

Im Bann der Mumie ist definitiv kein Spiel für Familien oder Gelegenheitsspieler. Die Zielgruppe ist vielmehr das Klientel der Vielspieler, die komplexe Spiele mit Rollenspiel-Elementen mögen. Dementsprechend ausgerichtet ist auch die Illustration der Karten, die sich nicht unbedingt für jüngere Kinder eignen, sondern dem Horror-Flair der 40er und 50er Jahre frönt.


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Fazit

Hat man das Spiel erstmal kapiert, sind unterhaltsame und spannende Spielstunden zu erwarten. Vielspieler mit einer Vorliebe für anspruchsvolle Kartenspiele können hier sicherlich zugreifen.


01.03.2012 , Wolfgang Volk



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Bewertungen
7.5heavywolf
05.02.2012
komplexes und anspruchsvolles Kartenspiel, das richtig Spa? macht, sobald man es verstanden hat

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