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Datenblatt image
ID 13044

LETS CATCH THE LION


cover
andere Namen: Dobutsu shogi
Jahrgang: 2008

Verlag: Japon Brand [->]
Autor: Madoka Kitao
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2-2

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15

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ab 4


Material: mittelmässig
Komplexität: gering
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: hoch
Einfluss: sehr hochf5
Bewertung angespielt: 6.8 von 10
punkte

Score gesamt: 57.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Das japanische Schach nennt sich Shogi und kam im 8. Jahrhundert vom Kaiserreich China aus nach Japan. Let´s catch the lion ist nun eine japanische Schachvariante speziell für Kinder, bei der es darum geht, den gegnerischen Löwen zu schlagen. Alternativ kann das Spiel auch gewonnen werden, wenn der eigene Löwe die gegnerische Grundlinie erreicht.

Regeln

Let´s catch the lion enthält einen Spielplan, welcher insgesamt zwölf quadratische Felder zeigt, die in drei Spalten und vier Reihen untereilt sind. Außerdem gibt es acht Holzspielsteine, auf denen folgende Tiere abgebildet sind: 2 x Löwe, 2 x Giraffe, 2 x Elefant und 2 x Küken. Jeder Tierspielstein weist zusätzlich einen oder mehrere rote Punkte auf, die jeweils die Richtung(en) angegeben, in die das entsprechende Tier gezogen werden darf. Da der Löwe die stärkste Figur darstellt, kann er sich in jede Richtung bewegen. Die Elefanten dürfen nur diagonal, die Giraffen dagegen nur orthogonal marschieren. Einen Ausnahmefall stellt das Küken dar, denn dieses kann nur vorwärts gezogen werden. Falls ein Küken jedoch die Grundlinie des Gegners erreicht, wird es auf die andere Seite gedreht und wird so zum Huhn. Das ausgewachsene Küken darf sich nun in alle Richtungen bewegen, nur nicht diagonal rückwärts. Vor Spielbeginn muss noch die Startaufstellung hergestellt werden. Dazu setzt jeder Teilnehmer seinen Löwen in die mittlere Spalte seiner Grundlinie, links daneben den Elefanten, rechts daneben die Giraffe und über dem Löwen sein Küken. Wichtig dabei ist, dass die eigenen Tiere sowohl bei der Aufstellung wie auch während des gesamten Spiels immer mit ihrer Kopfseite in Richtung Gegner zeigen.

Die Spieler bewegen nun immer abwechselnd eine ihrer Figuren. Wird ein Tier auf das Feld einer gegnerischen Figur gezogen, gilt dieses als geschlagen und der schlagende Spieler bekommt den entsprechenden Tierspielstein in seinen Vorrat. Eine Bewegung auf ein Feld, auf dem schon eine eigene Figur steht, ist allerdings nicht erlaubt. Da der Löwe ähnlich wie der König beim Schach fungiert, darf dieser niemals auf ein Feld gesetzt werden, das der Gegner im nächsten Zug erreichen kann. Anstatt ein Tier zu ziehen, darf ein Spieler auch eine geschlagene Figur aus seinem Vorrat auf ein beliebiges freies Feld auf dem Plan einsetzen. Dieses Tier zählt dann zu den eigenen Steinen. Wie oben bereits erwähnt, wird ein Küken, das die Grundlinie erreicht, zum Huhn umgewandelt. Dies passiert allerdings nicht, wenn ein solcher Spielstein durch Neueinsetzen direkt auf die gegnerische Grundlinie platziert wird. Falls ein Huhn geschlagen wird, muss es wieder auf die Seite mit dem Küken gedreht werden.

Sollte dreimal hintereinander dieselbe Spielaufstellung (inklusive der geschlagenen Steine) auftreten, endet die Partie unentschieden. Schafft es allerdings ein Spieler, seinen Löwen auf die gegnerische Grundlinie zu bewegen oder den gegnerischen Löwen zu schlagen, hat dieser Let´s catch the lion sofort gewonnen. Tritt der Fall ein, dass der aktive Spieler keinen Zug mehr ausführen kann (Patt), so gilt dieser als Verlierer.

Meinung

Nach dem Öffnen strömt einem erstmal ein sonderbar parfümartiger Geruch entgegen, der vom gesamten Spielmaterial ausgeht. Aus diesem Grund sollte nach dem Auspacken das ganze Material erstmal eine Viertelstunde ausgelüftet werden. Materialtechnisch überzeugen leider nur die robusten und großen Holzspielsteine mit den Tieren darauf, da diese beinahe "unkaputtbar" sind. Hervorragend gelöst wurde außerdem bei diesen Tierspielsteinen die Anzeige der möglichen Bewegungsrichtungen durch die roten Punkte, vor allem hinsichtlich der Benutzung durch Kinder. Negativ anzukreiden ist allerdings die Qualität des Spielplans, da dieser nur aus dickem Papier besteht. Es kann angenommen werden, dass dieser vor allem bei Kindern keine allzu große Lebenserwartung haben wird. Aufgrund des Zusammenfaltens wölbt sich außerdem der mittlere Teil immer nach oben. Die Regel ist dafür kurz und prägnant, lässt keine Fragen offen und ist auf Anhieb verstanden.

Bei Let´s catch the lion handelt es sich unverkennbar um eine Mini-Schachvariante für Kinder, an der aber mit Sicherheit auch Erwachsene zusammen mit den Kids ihren Spaß haben können. Einer der größten Unterschiede dieser japanischen Schachart zu dem allseits bekannten liegt vor allem darin, dass die Zugehörigkeit der Spielfiguren auf dem Plan nur durch ihre Ausrichtung angezeigt wird, und nicht wie üblich durch verschiedene Farben. Dies kann vor allem bei kleineren Kindern doch oftmals für etwas Verwirrung sorgen, wenn bei neu eingesetzten Tieren nicht auf die korrekte Ausrichtung geachtet wird. Eine weitere Abweichung vom normalen Schach zeigt sich darin, dass alle geschlagenen Figuren vom Gegner wieder neu eingesetzt werden können, und bei bestimmten Spielfiguren (wie hier beim Küken) sogar eine Aufwertung möglich ist, sofern die gegnerische Grundlinie erreicht wird.

Um bei Let´s catch the lion erfolgreich zu sein, muss nicht nur der stark begrenzte Bewegungsspielraum optimal genutzt werden, denn auch ein taktisch kluger Einsatz der einzelnen Tiere im Bezug auf ihre verschiedenen Bewegungsoptionen ist sehr wichtig. Das Küken zum Beispiel wird oft als Kanonenfutter dienen, weil es nur in eine Richtung marschieren kann. Falls es aber gelingt, dieses bis zur gegnerischen Grundlinie durchzubringen, steht mit dem dadurch erhaltenen Huhn ein weiterer sehr starker Tierspielstein zur Verfügung. Grundsätzlich können die Abwandlungen des japanischen Schachs gegenüber der normalen Variante durchaus überzeugen und das zeigt sich auch bei Let´s catch the lion, das es trotz seiner Aufmachung vermag, auch bei Erwachsenen einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Vielleicht weckt Let´s catch the lion bei dem ein oder anderen sogar das Interesse für eine anspruchsvollere Schachspielvariante nach japanischem Muster.

Fazit

Wer schon mehrmals erfolglos versucht hat, seine Kids für Schach zu begeistern, der sollte vielleicht einmal mit Let´s catch the lion einen Versuch wagen. Da jeder nämlich nur über vier Figuren verfügt und zudem die Bewegungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind, können alle potentiellen Züge schnell erkannt werden und das Spiel artet somit nicht wie eine übliche Partie Schach in stundenlanges Dauergrübeln aus. Bei der Altersuntergrenze wurde meiner Meinung nach mit 4 Jahren etwas zu tief gegriffen. Ein Mindestalter von ca. 6 Jahren sollte schon gegeben sein, damit Let´s catch the lion als geeignet angesehen werden kann.


2010-04-04, Markus Donaubauer (markus)



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Bewertungen
7markus
12.03.2010
Durchaus empfehlenswerte japanische Schachspielvariante f?r Kids; allerdings mit kleinen Materialschw?chen!
6.5arkadia
21.03.2010

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