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ID 12671

MR. JACK IN NEW YORK


cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Hurrican [->]
Autor: Bruno Cathala
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2-2

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ab 9


f5
Bewertung angespielt: 7.8 von 10
punkte

Score gesamt: 67.3% von 100
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Rezension

Ziel

Jack the Ripper kann der Londoner Polizei entkommen und wird nun in New York vermutet. Doch unter welcher Identität verbirgt er sich? Ein Spieler übernimmt die Rolle Jacks und versucht Manhattan zu verlassen. Sein Gegenüber führt die Ermittlungen und versucht Jack zu identifizieren und dingfest zu machen

Regeln

Der Mr. Jack-Spieler erhält eine Alibikarte zugelost, mit der ihm eine der acht Charaktere zugewiesen wird. Die restlichen Alibis werden während des Spiels für die Sonderfigur „Spitzel“ benötigt.

Acht Identitätskarten werden stets über zwei Runden aufgeteilt, sodass in jeder Runde genau vier Personen zum Einsatz kommen. Zunächst darf der Ermittler einen Charakter auswählen, dann Mr. Jack zwei; der letzte fällt dann wieder an den Ermittler. Diese Reihenfolge wechselt in jeder Runde.

Wird eine Person ausgewählt, muss diese bis zu drei Felder auf dem Spielplan weit bewegt und ihre Sonderfähigkeit genutzt werden. (Ausnahme: Monk Eastman, der als besondere Fähigkeit eine andere Person bewegen kann.) Zu diesen Pflichtaktionen zählen das Errichten von Metrostationen, Straßenlaternen und Baustellen, das Umwandeln solcher Einrichtungen in einen Park, das Versetzen einer Polizeiabsperrung oder auch das Umsetzen eines Ozeandampfers an eine andere Anlegestelle. Baustellen und Absperrungen stellen Hindernisse für die Charaktere dar, ebenso wie die vorgedruckten Gebäude. Metrostationen dienen als Abkürzung.

Nachdem alle vier Personen bewegt wurden, muss der Jack-Spieler bekannt geben, ob Mr. Jack gerade sichtbar oder unsichtbar ist. Sichtbar sind alle Charaktere direkt neben einer Laterne oder einer anderen Person. Parks dienen jedoch immer nur als Versteck.

Auf diese Weise mit einem Alibi versorgte Personenmarker werden einfach umgedreht, sodass eine komplizierte Hinweis-Notation des Ermittlers entfällt. Weitere Hinweise lassen sich durch einen Spitzel erhalten, der bei der Freiheitsstatue beginnend sich gerne befragen und eine Alibikarte zum Nachschauen ziehen lässt.

Um Manhattan verlassen zu können, muss Mr. Jack auf einen Dampfer oder das nördliche Ausgangsfeld gezogen werden, nachdem er in der Vorrunde unsichtbar war. Soll er inhaftiert werden, muss mit einem beliebigen Charakter zum mutmaßlichen Mr. Jack gezogen und dieser angeklagt werden. Gelingt dies nicht binnen acht Runden, ist die Anklage falsch oder kann Mr. Jack Manhattan gar verlassen, gewinnt der Jack-Spieler, ansonsten der Ermittler.

Meinung

Nun ist Mr. Jack also in den Vereinigten Staaten angekommen. Zwar ist New York etwas größer als London, die Spielpläne sind jedoch vergleichbar. Allerdings ist das Szenario in Manhattan im Detail etwas feiner ausgefallen. Zum einen durch weniger Augenscheinliches, wie zum Beispiel die ernsthaftere Gestaltung der Charaktere im Vergleich zu den Cartoons im ersten Mr. Jack Spiel. Oder bei den Absperrungen: Bei Mr. Jack ließen sich die vier Ausgänge nur direkt blockieren, bei Mr. Jack in New York handelt es sich um zwei Felder überspannende Plättchen, die auch mitten in Manhattan platziert werden können –was für eine deutlich größere Flexibilität sorgt.

Zum anderen ist es die gewachsene Menge an Handlungsmöglichkeiten, die miteinander verflochten mehr Möglichkeiten bietet. Statt starrer Ausgänge wandern die Dampfer hin und her. Statt einen festen Charakter (Sherlock Holmes höchst persönlich) zu wählen muss ein Spitzel aufgesucht werden um Alibikarten anzuschauen. Die Plättchenzahl ist gewachsen und flexibler. Ok, es ist schon erstaunlich wie schnell eine Metrostation entstehen kann, für das Spielgefühl macht dies jedoch keinen Unterschied.

Apropos Spielgefühl: Dieses ist zunächst genau das gleiche wie bereits bei Mr. Jack: Die Suche nach seiner Identität macht Spaß und ist zugleich gar nicht so einfach. Zwar ist es das Ziel des Ermittlers in jeder Runde möglichst viele Personen ausschließen zu können, doch muss er dazu etwa die Hälfte aller noch Verdächtigen sichtbar werden lassen. Was seinem Kontrahenten natürlich nicht passt und deshalb gegengesteuert werden kann. Will Mr. Jack jedoch fliehen (weil das Risiko ertappt zu werden zu groß erscheint), muss er zunächst unsichtbar werden. Oder besser gesagt: Mit einem Schlag müssen möglichst viele Verdächtige unsichtbar werden, darunter Mr. Jack. Kein leichtes Unterfangen!

Wer Mr. Jack kennt, wird jedenfalls keine Schwierigkeiten mit dem New Yorker Pendant haben. Im Gegenteil, die erweiterten Möglichkeiten sorgen für noch mehr Variabilität, was dem Spiel sehr gut tut. Beide Mr. Jack Spiele braucht man allerdings nicht –also schnell von London nach New York „upgraden“…!

Fazit

Mr. Jack wird erwachsen –und legt noch eine Steigerung seines ohnehin schon guten Vorgängers hin. Eine rundum empfehlenswerte Jagd für zwei Spieler, ganz ohne deduktive Rechenbremsen.


2010-04-06, Carsten Pinnow (cp)



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Bewertungen
6.5cp
27.03.2010
Gute Variante, aber beide Mr.Jacks braucht man nicht :)
9Daniel_ms
01.12.2010

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