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ID 12331
FINCA

cover
Jahrgang: 2009

Verlag: Hans im Glück [->]
Autor: Ralf zur Linde, Wolfgang Sentker
Grafik: Franz Vohwinkel

 
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2-4

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30

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ab 10


Material: hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: durchschnittlich
Interaktion: durchschnittlich
Einfluss: durchschnittlichf5
Bewertung Ludoversum: 6.9 von 10
punkte

Score gesamt: 69.1% von 100
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Rezension

Ziel

Feigen, Oliven, Orangen, Weintrauben, Zitronen und Mandeln werden auf Mallorca geerntet. Doch welcher mallorquinische Bauer versteht es am besten, den wechselnden Bedarf an Früchten der Inselgemeinden zu decken?


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Ablauf

Die Mallorca-Karte zeigt zehn Gemeinden, denen jeweils vier Bedarfsmengen in Form von Früchteplättchen zugelost werden. Um Früchte zu ernten, müssen auf einer separaten Windmühle Bauernfiguren von Blatt zu Blatt gezogen werden. Reihum haben die Spieler bei ihrem Zug die Wahl zwischen Ernte, Belieferung und einer Sonderaktion.

Fällt die Wahl auf „Ernte“, wählt der aktive Spieler einen seiner Bauern und schreitet mit diesem so viele Windmühlenblätter vorwärts, wie sich insgesamt Bauernpöppel auf seinem Ursprungsfeld befanden. Nach der Bewegung erntet er so viele Früchte, wie sich auf dem Zielfeld Figuren befinden. Überschreitet er dabei eine der beiden Eselskarren-Markierungen, darf er sich zusätzlich einen Karren-Marker nehmen. Befinden sich jedoch nicht genügend Ressourcen im allgemeinen Vorrat, müssen zunächst alle Spieler ihre Ressourcen der betroffenen Sorte abgeben. Egal, ob es sich dabei um Zitronen, Oliven oder Karren handelt.

Um eine Gemeinde beliefern zu können, muss ein Eselskarren zum Transport vorhanden sein. Bis zu sechs Waren können damit an eine oder mehrere Gemeinden geliefert werden, wofür es sofort die jeweiligen Früchteplättchen gibt. Dabei sind alle Früchtesorten gleichwertig, jedes Stück Obst bringt am Ende genau einen Siegpunkt. Wer es schafft, ein komplettes Set dieser Bedarfsplättchen in den Werten eins bis sechs zu sammeln, erhält einen Punktebonus. Dieser verringert sich mit jedem erzielten Set.

Wurde mit der Lieferung der Bedarf einer Gemeinde vollständig gedeckt (sprich: das letzte Plättchen vergeben), wird dort eine Finca errichtet und ein Gemeindebonus vergeben. Diesen erhält, wer von den abgebildeten Früchten die meisten an die mallorquinischen Gemeinden bereits ausliefern konnte. Nach einer spielerzahlabhängigen Zahl gebauter Fincas endet das Spiel sofort. Neben den Früchteplättchen, Set- und Gemeindeboni ist nun jedes nicht verwendete Sonderplättchen weitere zwei Siegpunkte wert.

Diese vier jedem Spieler zur Verfügung stehenden Sonderzüge können aber auch während des Spiels eingesetzt werden, um am Windrad einen Doppelzug durchzuführen, einen Bauern beliebig zu versetzen, eine Sonderlieferung mit bis zu 10 Waren an die Gemeinden zu verschicken oder bei der Belieferung eine Frucht weniger abgeben zu müssen.


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Meinung

Das reichhaltige Früchteangebot Mallorcas wird nicht etwa durch billige Pappmarker repräsentiert, sondern durch hochwertige und farblich gut unterscheidbare Holzfrüchte. Finca ist jedoch mehr als eine Art „Obstgarten für Erwachsene“, denn obwohl munter drauf losgespielt werden kann, gibt es doch ein paar Kleinigkeiten zu bedenken. Zwar ist beispielsweise sehr flexibel, wer Früchte aller Art zunächst hortet um damit gezielt auf die für ihn am besten geeigneten Gemeindeplättchen zu spielen, doch lädt eine solche Spielweise förmlich dazu ein, Ressourcenverknappung zu betreiben und derart viel ernten zu wollen, dass plötzlich alle Früchte einer Sorte abgegeben werden müssen.

Etwas größer ist das Risiko bei den stark limitierten Eselskarren. Was nicht unbedingt logisch ist, oder geht so ein Karren bei jeder Lieferung automatisch kaputt? Oder taugt der Esel nix und muss geschlachtet werden? Sind gar Außerirdische im Spiel, die die Karren verschwinden lassen?

Dass sich die meisten Grübeleien gar nicht lohnen, zeigt sich meist am Ende von Finca, bei dem es immer sehr eng zugeht. Auch lohnt es nur selten, die Sonderplättchen zu benutzen, da der Verlust von zwei Siegpunkten nur mit einer wirklich guten Aktion wieder wett gemacht werden kann. Das wichtigste Element ist somit eine effiziente Ernte. Oder mit anderen Worten: Zugoptimierung beim Windmühlendrehenlaufen mit dem Ziel, maximale Erträge mit möglichst wenig Zügen herauszuholen. Da die Bauernkonstellation von allen Spielern beeinflusst wird, ist an dieser Stelle jedoch wenig planbar. Je mehr Mitspieler mitmischen, desto weniger. Bei nur zwei oder drei Spielern kann dagegen der leichte Startspielervorteil zum tragen kommen. Aber nur, falls die Ernteerträge fair verteilt waren…


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Fazit

Finca lässt sich in 5 Minuten erklären und verlangt nur selten ein Nachblättern in der kurzen Regel. Das familientaugliche Spiel eröffnet dem deutschen Michel mal eine ganz andere Seite einer Komasäufer-Insel, die nicht nur farbenfroh und romantisch ist, sondern auch süß und wohlbekömmlich. Und ist somit eine gute Wahl für alle Dichter – die Denker dagegen wenden sich komplizierteren Problemen zu.


28.05.2009 , Carsten Pinnow



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Bewertungen
9Udiuss
22.08.2009
Tolles Familienspiel mit eher niedrigem Anspruch.
7niggi
26.05.2009
6.5cp
26.05.2009
nettes Familienspiel!
7Cyberian
28.05.2009
Sch?nes Spiel, solange keine Denker dabei sind!
6.5arkadia
22.08.2009
6.5markus
27.08.2009
Einfaches Familienspiel
6.5donvanone
07.12.2009
Mir pers?nlich zu seicht, aber mit manchen Spielern kann man nur solche Spiele spielen und da ist Finca dann eines der Besseren dieser Klasse
8.5bohnanza21
11.12.2009
6.5Herzilein
12.12.2009
7darkpact
01.01.2010
Das Spiel ist einfach erkl?rt und schnell gespielt. Allei
7Dreizack
26.04.2010
sch?nes Spielmaterial, nettes Familienspiel!
7Kopernikus
01.11.2010
7iceteddi
25.03.2011
Sch?nes Familienspiel - auch als Einsteiger/Absacker
4TheBert
21.09.2011
schade - bin etwas entt?uscht - leicht zu lernen ja - hans im glueck kann besser
5.5RogueTrader
10.12.2011
ganz nett
8.5MarkusB
09.05.2013
8mr_johnnyb
30.07.2013
Das Spiel ist schnell erklärt und der Zug- bzw. Erntemodus lässt einen mal freuen, mal verzweifeln. Sowohl für Wenig- als auch Vielspieler interessant. Die Bonusplättchen wiegen aber leider nicht so stark, so dass sie selten eingesetzt werden.
6Lunaplena
23.08.2013
Nettes Familienspiel mit schönem Material. Das Spielprinzip hat mich jetzt aber nicht besonders begeistert.
7UliWolter
24.05.2014

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