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Datenblatt image
ID 11010

HIVE


cover
Jahrgang: 2001

Autor: John Yianni
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2-2

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15-30

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ab 9


Material: sehr hochwertig
Komplexität: durchschnittlich
Kommunikation: sehr gering
Interaktion: sehr hoch
Einfluss: sehr hochf5
Bewertung angespielt: 7.1 von 10
punkte

Score gesamt: 76.5% von 100
score
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Rezension

Ziel

Die gegnerische Bienenkönigin muss umzingelt werden.

Regeln

Jeder Spieler wählt sich zu Spielbeginn eine der beiden Spielfarben (schwarz oder weiß) aus. Auf den sechseckigen Spielsteinen sind verschiedene Insekten abgebildet, die in unterschiedlicher Zahl vorhanden sind: drei Ameisen, zwei Spinnen, zwei Käfer (wissensch. Bez.: Lucanus Cervus), drei Grashüpfer und die Bienenkönigin.

Die verschiedenen Tierchen unterscheiden sich in Ihren Bewegungsmöglichkeiten, und einige der Biester haben auch noch Sonderfähigkeiten. Die Ameisen können sich unbegrenzt bewegen. Spinnen haben zwar zwei Beine mehr, kommen jedoch nur genau drei Felder pro Zug voran. Der Zangenkäfer kann sich pro Runde nur um ein Feld bewegen, allerdings kann er auf andere Spielsteine klettern, um diese in die Zange zu nehmen. Grashüpfer tun das was Grashüpfer so tun, sie springen über anliegende Spielsteine. Die Bewegungsreichweite der Bienenkönigin beträgt nur ein Feld.

Bei jedem Zug haben die Spieler die Wahl, einen Ihrer Steine ins Spiel zu bringen oder bereits liegende eigene Steine zu bewegen. Allerdings dürfen Steine erst bewegt werden, wenn die eigene Bienenkönigin im Spiel ist. Die wiederum muss spätestens im vierten Zug ins Spiel gebracht werden.

Ein Spielstein, der ins Spiel gebracht wird, muss an einen bereits liegenden eigenen Spielstein angelegt werden und darf dabei keinen gegnerischen Spielstein berühren. Ausnahme ist die allererste Runde -hier ist es Pflicht den eigenen Spielstein an den gegnerischen anzulegen.

Nun entsteht während des Spiels ein Kette von Spielsteinen, die zu keinem Zeitpunkt unterbrochen werden darf. D.h. das Spielfeld baut sich im Laufe der Partiel immer weiter auf auf. Wird ein Spielstein an fünf seiner sechs Ecken von den eigenen und/oder gegnerischen Spielsteinen berührt, so ist er eingeschlossen und kann sich nicht mehr aus der Belagerung befreien. Es sei denn es handelt sich dabei entweder um den Grashüpfer, der mit einem Sprung die Freiheit gewinnt oder den Zangenkäfer, der auf ein anderes freundliches oder feindliches Insekt klettert.

Wenn der Zangenkäfer auf ein gegnerisches Insekt klettert, nimmt dieses automatisch die Spielfarbe des Käfers an. Es ist sogar erlaubt, auf einen Zangenkäfer, der bereits einen Spielstein erklommen hat, einen weiteren Zangenkäfer zu setzen. In seltenen Fällen können so fünf Spielsteine übereinander getürmt auf dem Spielfeld stehen. Der Spieler, dem es als erstes gelingt, die gegnerische Bienenkönigin komplett einzuschliessen, gewinnt das Spiel.

 

Meinung

Hive Logik setzt schachmatt! So ist es auf der Spielschachtel zu lesen. Der Vergleich mit einem Schachspiel ist sehr treffend. Nicht alleine dadurch, dass nur zwei Spieler mitspielen können. Die Regeln sind schnell erklärt, doch um alle Möglichkeiten die in Hive stecken zu erfassen, benötigt es schon einige Partien.

Ja, es gibt sogar verschiedene Taktiken! Setze ich meine Königin als erstes, um dann sehr schnell, jedenfalls schneller als mein Gegner, die eigenen Spielsteine in Bewegung bringen zu können!? Oder ist es taktisch klüger den Zangenkäfer geschickt zu positionieren, um die gegnerische Königen gefangen zu nehmen? Wie kann ich die Grashüpfer im richtigen Moment an die gewünschte Position bringen? Und wenn es soweit ist: Wie bekomme ich meine Königin wieder frei? Fragen über Fragen.

Hive entält wie Schach kein Glücksmoment. Taktische Fehler und Unkonzentriertheiten des Gegners lassen sich von erfahrenen Spielern ausnutzen, die gegenüber Anfängern einen Vorteil besitzen.

Das Spielmaterial ist in dieser Version sehr ansprechend gestaltet. Die ca. 6 mm hohen, wabenartigen Bakelit-Spielsteine sind nicht nur sehr attraktiv, sondern auch robust. Wahrscheinlich sogar unbegrenzt Outdoor fähig. So habe ich es schon am Ostseestrand in Warnemüde, am Baggersee, in einer Kneipe, beim Maschseefest in Hannover, in Bayern an einer Bundesstraße, bei Freunden im Garten und vielen anderen Orten darauf getestet. Mit dem Ergebnis, dass das Spiel nach wie vor wie neu aussieht. Neben der Schachtel liegt dem Spiel eine scheibenförmige Transporttasche mit Reißverschluß bei, in der genügend Platz für die Steine und die Anleitung ist. Mein Hive kennt nur noch diese Tasche und begleitet mich sehr häufig.

Grundsätzlich kann es sein, dass es mehrere Partien benötigt, bis sich der Spaß am Spiel einstellt -je nachdem wie lange es dauert, bis die Bewegungsmöglichkeiten verinnerlicht sind und grundsätzliche Taktiken verstanden wurden. Eine Partie Hive dauert zwischen 5 bis 20 Minuten in seltenen Ausnahmefällen kann ein Duell auch mal länger dauern.

Fazit

Menschen, denen Taktik- und Strategiespiele wie Schach, Go etc. sehr liegen, bietet Hive eine willkommene Abwechslung. Doch auch Wenigspieler und ausgewiesene Spielemuffel können aufgrund einer schnell erklärbaren und unkomplizierten Regel sowie einer überschaubaren Spielzeit schnell zu echten Junkies werden.


2009-12-01, Eike Christian Busch (wynton07)



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Bewertungen
6cp
26.04.2009
5.5niggi
05.05.2009
7donvanone
04.11.2009
Ich finde dieses Gewusel und "nicht mehr aus der Menge kommen", ist sehr gut ausgearbeitet, perfektes Thema f?r ein gutes abstraktes Spiel.
7sandokan
02.12.2009
Schoenes, wuchtiges Material. Bis auf den komischen Beutel. Spielerisch immer mal wieder nett, aber fuer mich nicht sooo der kracher.
7.5alguenter.mkraemer
25.02.2010
Schachverwandter ohne Spielfeld. Besonders sch?n sind die Spielsteine aus schwerem Bakelit-Kunststoff.
9.5RogueTrader
11.12.2011
Eines der Besten Zwei-Spieler-Spiele ?berhaupt!

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