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ID 10792
FINITO!

cover
Jahrgang: 2008

Verlag: Schmidt Spiele [->]
Autor: Hartmut Kommerell
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2-4

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20

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ab 8


Material: hochwertig
Komplexität: sehr gering
Kommunikation: gering
Interaktion: sehr gering
Einfluss: geringf5
Bewertung Ludoversum: 6.6 von 10
punkte

Score gesamt: 70.0% von 100
score
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Rezension

Kompaktkritik

Die folgende Rezension erschien in ähnlicher Form beim Reich der Spiele.

Zahlen sind etwas Tolles. Man kann sie angucken, aufschreiben, addieren, subtrahieren, multiplizieren, dividieren, potenzieren, aber auch würfeln und sortieren! Zahlenspiele wie Lotto, Racko oder Bingo haben ihre feste Fangemeinde, auf die nun auch Schmidts Finito! abzielt.

In Finito! dreht sich eben alles um das Sortieren von Zahlen. Aber keine Sorge, so kompliziert ist das gar nicht, denn geordnet werden müssen nur die Zahlen von Eins bis Zwölf. Diese stehen jedem Spieler in Form kleiner Plastikchips zur Verfügung - für jeden Spieler in seiner eigenen Farbe. Jeder Spieler hat zudem ein eigenes Papptäfelchen zur Verfügung, auf dem er seine Chips sortieren muss. Die rund dreißig Felder darauf tragen die Werte Eins bis Zwanzig - mit einem zwanzigseitigen Würfel wird nämlich bestimmt, welches Feld mit einem Stein besetzt werden muss.

Doch ein wenig Zufall ist auch bei den Spielsteinen im Spiel, denn jeder Spieler kann nur zwischen maximal drei seiner offenen Chips wählen - der Rest kommt erst sukzessive an die Reihe. Entscheidend ist also, welche Steine man beim Würfelwurf platziert.

Sobald alle Chips auf den Feldern sind, wird nicht mehr ein-, sondern versetzt. Hier zeigt sich nun, wer zuvor taktisch geschickter gelegt hat - oder einfach nur mehr Glück hatte. Ein besonderer Kniff offenbart sich dabei schon nach wenigen Spielen: Wird eine Zahl gewürfelt, die auf dem Spielbrett bereits besetzt ist, darf der Spieler ein benachbartes Feld besetzen - "benachbart" im Sinne von "das nächstbeste freie Feld". Wem es also gelingt, die ersten oder letzten Felder schnell in der richtigen Reihenfolge belegt zu haben, erhält einen kleinen Vorteil - statistisch zumindest.

Ein Beispiel gefällig? Nehmen wir ein vereinfachtes Spielfeld mit nur vier Feldern an, auf denen drei Chips platziert werden müssen. Spieler 1 hat Chip 2 auf Feld 3 und Chip 3 auf Feld 4. Spieler 2 hat Chip 3 auf Feld 3 und Chip 2 auf Feld 4. Während Spieler 2 noch umordnen muss, wird Spieler 1 beim nächsten Zug fertig, da er seinen fehlenden Stein in jedem Fall vor den beiden anderen platzieren muss.

20 Minuten dauere eine Partie, steht auf der Verpackung. Dies ist jedoch nur zu erreichen, wenn von der vorgeschlagenen Variante Gebrauch gemacht wird und über mehrere Runden gespielt wird. Ein einzelnes Spiel dauert zwischen etwa drei und fünf Minuten, was wohl keine verkaufsträchtige Angabe war. Länger als 20 Minuten hält man Finito! aber auch kaum aus; allzu trivial ist das Geschehen und ohne den Tiefgang, den seinerzeit Ravensburgers Racko bieten konnte.

Andererseits eignet sich Finito! dank seiner Miniregel und Spieldauer durchaus für kurze Pausen, für die einem sonst nur selten etwas Gescheites einfällt. Sei es, weil die Pizza gleich kommt, die zweite Halbzeit beginnt oder ein Mitspieler noch dringend telefonieren muss. Natürlich könnte man auch mal miteinander reden, aber dank Finito! ist dies nun glücklicherweise nicht mehr notwendig.

Trotzdem macht Finito! Spaß und ist kurzweilig - deshalb ist der Wiederspielreiz hoch, vor allem bei Gelegenheitsspielern. Ein Dauerbrenner ohne Suchteffekt? Das wird die Zukunft zeigen…


21.05.2008 , Carsten Pinnow



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Bewertungen
7capi
26.04.2009
7niggi
26.04.2009
6kathrin
26.04.2009
6.5MarkusB
09.05.2013

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