Offenbar handelt es sich hierbei um ein professionell organisiertes Wettrennen –bei der Menge an Verpflegungsständen. Doch trotz der vielen Stände, an denen sich die Kurierdienste auspäppeln können, ist die verfügbare Menge dieses Energiespenders („Blue Bull“?) begrenzt. Sind alle blauen Holztönnchen bereits unter den Spielern verteilt, darf deshalb bei dem Mitspieler zugegriffen werden, der die meisten davon gehortet hat. Wer also nicht rechtzeitig auch mal einen Extrawürfel wirft und seine Reserven lieber komplett für den Endspurt aufheben möchte, geht ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. Insbesondere anfangs, da in dieser Phase viele Dosen gesammelt werden.
Gerade die Anfangsfelder sind es auch, die zum Sammeln genutzt werden sollten. Am besten verbleibt ein Teammitglied ganz hinten und wird bei den 1ern gesetzt. Der Rest darf vorne mitmischen. Aber das bitte nicht auf eigene Faust, sondern möglichst in Grüppchen mit anderen Teams! Denn dann besteht die Möglichkeit, den Windschatten zu nutzen wenn die Mitspieler gut würfeln. Und das ist wesentlich effizienter, als immer nur mit den eigenen durchschnittlichen Ergebnissen herum zu wurschteln.
Dieser Mittelteil des Spiels ist auch gleichzeitig der spannendste. Dabei stören ab und zu lediglich die vielen offenen Kanaldeckel -was ist das eigentlich für eine merkwürdige Stadt? Gab es dort gerade eine Straßenschlacht oder eine Großkundgebung gegen Verkehrsregeln missachtende Radfahrer? Interessant ist auch das Ende: Den dritten Kurier ins Ziel zu bringen ist nicht gerade einfach, da die Mitspieler durch gezielte Pulkfahrten und Ausreißversuche mitsteuern können, welche Fahrer gezogen werden (können), und welche nicht. Deutet sich dies bereits an, droht ein Stau vorm Ziel, weil niemand mit seinem zweiten Radler hineinfahren möchte – schließlich gewinnt dann ja, wer zuletzt die Linie überquert. |